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U-Wachoffizierslehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Für Max-Martin Teichert begann am 1. Juli 1940 in Kiel-Wik, mit dem Artillerielehrgang (S.A.S.) der erste Teil des U.W.O.-Lehrgangs. Einige Scheingefechte auf See brachten die gewünschte Abwechselung in den sonst allzu trockenen Lehrgangsstoff.
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| colspan="3" | Danach wurde die Teilnehmer zur 1. U.L.D. nach Pillau kommandiert. Hier begann am 29. Juli 1940 der praktische Teil des U.W.O-Lehrgangs. Fast jeden Tag und jede Nacht fuhren die Schüler zur See, wobei sie abwechselnd die Aufgaben des Kommandanten oder des Leitenden Ingenieurs übernahmen. Die erfahrenen Ausbilder zeigten den Lehrgangsteilnehmern alle Tricks des nächtlichen Überwasserangriffs und des Unterwasserangriffs bei Tag.
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| colspan="3" | Tauchmanöver wurden vorsätzlich gestört, und die Lehrgangsteilnehmer hatten alle Hände voll zu tun, ihre Boote vor dem Absaufen zu bewahren. Bald waren sie in der Lage, Routine- und Notmaßnahmen im Schlaf zu beherrschen. Sie bekamen nie genügend Ruhe, um sich von den rauen Übungen zu erholen. Nur wenige Tage brachten ein klein wenig Erholung von der knallharten Ausbildung.
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| colspan="3" | Die Ausbildung in Pillau setzte sich bis Ende September 1940 fort. Anschließend wurde die Lehrgangsteilnehmer wieder zur Marineschule in Flensburg-Mürwik kommandiert. Hier begann für sie am 1. Oktober 1940 der U.T.O-Lehrgang. Die Teilnehmer sollten mit der Torpedowaffe auf U-Booten näher vertraut gemacht werden. Fünf Wochen theoretischer Unterricht verbunden mit praktischen Übungsschießen dienten dazu, die Lehrgangsteilnehmer im Umgang mit dieser Waffe gründlich zu schulen.
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| colspan="3" | Für den am 3. November 1940 nachfolgenden U-Sperrlehrgang wurden die Teilnehmer zur Sperrschule nach Kiel-Wik versetzt. Der dreiwöchige Lehrgang verging schnell.
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| colspan="3" | Am 24. November 1940 ging es wieder zurück an die Marineschule Flensburg-Mürwik. Der nun bevorstehende U-Nachrichtenlehrgang sollte der Abschluss der Unterseeboots-Ausbildung sein. Während dieses Lehrgangs wurde auch Seekriegstaktik gelehrt. Zudem führten die Ausbilder ihre Schüler in die neuste Nachrichten- und Funkmitteltechnik ein. Am 21.12.1940 war dieser letzte U-Lehrgang beendet.
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| Marine-Dienstvorschrift Nummer 416 || colspan="3" | Sie regelte die fachlichen Anforderungen an die Wachoffiziere.
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| Kurt Adrian || colspan="3" | "Kapitänleutnant Max-Martin Teichert" - Seite 43-44. [https://www.amazon.de/ZEITGESCHICHTE-Kapit%C3%A4nleutnant-Max-Martin-torpediert-Zeitgeschichte/dp/3881897704/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3SS5LNLZ72U3I&dib=eyJ2IjoiMSJ9.lFQzuE6-ky4I2eJGNlGkXrIVvZFtOSyKcHRege1oiBXmBa-eKhWTiMBsBKAJ6OyJ0rFAT-hcFAwLiAb7kWeRQUmPoRZ-1Wa7NafMiUj2WcJdZAlGjyA3mGqU7xxJ4J6t5PFx83maFy0OzZrcnTufwSZ5v3HEs7w6bkt0qvIHBA0dPYhnYZGIYSArmakQFvxdwWzViqjCIAGeI3_hZkkv1eu30tMn-8qdinfBjlunFQP2R6kdq7uFF4_k5FSL4ONp.5jzqNM45eEhCdH4RqkKJRgRd2WfvKMfr_F7BN5_ixBE&dib_tag=se&keywords=Kapit%C3%A4nleutnant+Max-Martin+Teichert&qid=1709466932&sprefix=kapit%C3%A4nleutnant+max-martin+teichert%2Caps%2C1056&sr=8-1 | → Amazon]
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Aktuelle Version vom 30. Januar 2026, 12:38 Uhr

Datenblatt: U-Wachoffizierslehrgang
Der U-Wachoffizierslehrgang (kurz: U-WO-Lehrgang) war das taktische Kernstück der Ausbildung. Hier wurden die Offiziere, die zuvor ihre technischen Speziallehrgänge (wie den Torpedooffiziers- oder Nachrichtenlehrgang) absolviert hatten, final für den Dienst an Bord eines Frontbootes qualifiziert.
Zielsetzung und Zielgruppe
Teilnehmer: Der Lehrgang richtete sich an Leutnante zur See und Oberleutnante zur See, die als I. Wachoffizier oder II. Wachoffizier auf Frontbooten eingesetzt werden sollten.
Ziel: Die Befähigung zur eigenständigen Führung der Wache im getauchten und aufgetauchten Zustand sowie die Beherrschung der taktischen Angriffsverfahren.
Standorte und Durchführung
Hauptstandort: Der theoretische Teil fand meist bei der 1. Unterseeboots-Lehr-Division statt (unter anderem in Pillau oder später Hamburg).
Praktische Ausbildung: Die taktische Schulung erfolgte oft bei der 2. Unterseeboots-Lehr-Division (Gotenhafen) oder speziellen Ausbildungsgruppen.
Simulatoren: Ein wesentlicher Bestandteil war das Training am Angriffssimulator (Taktik-Simulator), wo Angriffe auf Geleitzüge ohne den Einsatz eines echten Bootes geübt werden konnten.
Zentrale Ausbildungsinhalte
Der Lehrgang verknüpfte die Einzeldisziplinen zu einem taktischen Ganzen:
Sehrohr-Ausbildung: Das Schätzen von Entfernungen, Gegnerkursen und Geschwindigkeiten allein durch das Periskop. Dies war die Grundlage für die Zieldatenermittlung.
Angriffstaktik: Einüben von Überwasser-Nachtangriffen und Unterwasser-Angriffen. Hierbei wurde das Wissen aus dem Torpedooffizierslehrgang unter Gefechtsbedingungen angewandt.
Tauchphysik und Trimmung: Verständnis der statischen und dynamischen Stabilität des Bootes, um in kritischen Situationen (beispielsweise nach Wasserbombenverfolgung) richtig zu reagieren.
Zusammenarbeit mit der Ortung: Vertiefung der taktischen Auswertung von Horchmeldungen, die im Ortungslehrgang technisch geschult wurden, zur Lokalisierung von Gegnern außerhalb der Sichtweite.
Die „Kommandanten-Anwärter“
Für viele Oberleutnante zur See war dieser Lehrgang zudem die Vorstufe zum späteren Kommandanten-Schießlehrgang. Wer hier exzellente Leistungen zeigte, wurde frühzeitig für ein eigenes Kommando (beispielsweise auf einem Typ XXIII) vorgeschlagen.
Der U-Wachoffizierslehrgang aus der Sicht von Max-Martin Teichert:
Für Max-Martin Teichert begann am 1. Juli 1940 in Kiel-Wik, mit dem Artillerielehrgang (S.A.S.) der erste Teil des U.W.O.-Lehrgangs. Einige Scheingefechte auf See brachten die gewünschte Abwechselung in den sonst allzu trockenen Lehrgangsstoff.
Danach wurde die Teilnehmer zur 1. U.L.D. nach Pillau kommandiert. Hier begann am 29. Juli 1940 der praktische Teil des U.W.O-Lehrgangs. Fast jeden Tag und jede Nacht fuhren die Schüler zur See, wobei sie abwechselnd die Aufgaben des Kommandanten oder des Leitenden Ingenieurs übernahmen. Die erfahrenen Ausbilder zeigten den Lehrgangsteilnehmern alle Tricks des nächtlichen Überwasserangriffs und des Unterwasserangriffs bei Tag.
Tauchmanöver wurden vorsätzlich gestört, und die Lehrgangsteilnehmer hatten alle Hände voll zu tun, ihre Boote vor dem Absaufen zu bewahren. Bald waren sie in der Lage, Routine- und Notmaßnahmen im Schlaf zu beherrschen. Sie bekamen nie genügend Ruhe, um sich von den rauen Übungen zu erholen. Nur wenige Tage brachten ein klein wenig Erholung von der knallharten Ausbildung.
Die Ausbildung in Pillau setzte sich bis Ende September 1940 fort. Anschließend wurde die Lehrgangsteilnehmer wieder zur Marineschule in Flensburg-Mürwik kommandiert. Hier begann für sie am 1. Oktober 1940 der U.T.O-Lehrgang. Die Teilnehmer sollten mit der Torpedowaffe auf U-Booten näher vertraut gemacht werden. Fünf Wochen theoretischer Unterricht verbunden mit praktischen Übungsschießen dienten dazu, die Lehrgangsteilnehmer im Umgang mit dieser Waffe gründlich zu schulen.
Für den am 3. November 1940 nachfolgenden U-Sperrlehrgang wurden die Teilnehmer zur Sperrschule nach Kiel-Wik versetzt. Der dreiwöchige Lehrgang verging schnell.
Am 24. November 1940 ging es wieder zurück an die Marineschule Flensburg-Mürwik. Der nun bevorstehende U-Nachrichtenlehrgang sollte der Abschluss der Unterseeboots-Ausbildung sein. Während dieses Lehrgangs wurde auch Seekriegstaktik gelehrt. Zudem führten die Ausbilder ihre Schüler in die neuste Nachrichten- und Funkmitteltechnik ein. Am 21.12.1940 war dieser letzte U-Lehrgang beendet.
Literaturverweise
Marine-Dienstvorschrift Nummer 416 Sie regelte die fachlichen Anforderungen an die Wachoffiziere.
Kurt Adrian "Kapitänleutnant Max-Martin Teichert" - Seite 43-44. | → Amazon
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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