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8. Schiffsstammabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die 8. Schiffsstammabteilung wurde im Mai 1938 als Friedenstruppenteil mit Standort in Leer aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 2. Schiffsstammregiment. Im Januar 1944 wurden Teile der Abteilung als 8. Schiffstammsbteilung "Alarmeinheit" nach Besancon verlegt. Nach den Kämpfen in den Vogesen wurde diese am 03.11.1944 in die 198. Infanterie-Division eingegliedert. Der Rest der Abteilung wurde im Oktober 1944 in 28. Marine-Ersatz-Abteilung umbenannt.
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! Datenblatt
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| colspan="3" | Personaltransfer 1944: Die Auflösung 1944 erklärt, warum viele Biografien von U-Boot-Bewerbern plötzlich in "Marine-Infanterie-Einheiten" enden, da der geplante U-Boot-Einsatz durch die Frontlage an Land gestoppt wurde.
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| Bundesarchiv Abteilung PA || colspan="3" | Personenbezogene Unterlagen. Hier finden sich die Stammrollen der 8. S.S.A. Leer, die für die Verifizierung von Diensteintrittsdaten der Besatzungen wichtig sind.
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Schiffsstammabteilungen).
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Aktuelle Version vom 2. Februar 2026, 15:31 Uhr

Datenblatt 8. Schiffsstammabteilung
Die 8. Schiffsstammabteilung (8. S.S.A.) war ein grundlegender Ausbildungsverband der Kriegsmarine, der vor allem als erste Station für das Personal der Nordsee-Station auftaucht.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Aufgestellt am 1. April 1937 in Leer (Ostfriesland). Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee bzw. dem 2. Schiffsstammregiment.
Funktion: Durchführung der infanteristischen Grundausbildung für Rekruten und Offiziersanwärter.
Struktur: Die Abteilung gliederte sich ursprünglich in vier, später (ab Kriegsbeginn) in bis zu sechs Kompanien.
Spezialisierung: In Leer wurden die Grundlagen für den späteren Borddienst gelegt (Exerzieren, Waffenlose Selbstverteidigung, Schießlehre).
Ende: Die Abteilung wurde im September 1944 aufgelöst. Ein Großteil des Stammpersonals und der Rekruten wurde zur Aufstellung von Marine-Schützen-Bataillonen herangezogen, die im Erdkampf an der Westfront (Niederlande/Belgien) eingesetzt wurden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rekrutenschmiede: Für viele spätere U-Boot-Männer (besonders der Jahrgänge 1937–1943) war Leer der Ort der Vereidigung. Nach der Grundausbildung erfolgte meist die Versetzung zu den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) oder den technischen Fachschulen.
Zugoffiziere: Junge Seeoffiziere der U-Boot-Waffe dienten zwischen ihren Lehrgängen oft für einige Monate als Zugoffiziere in der 8. S.S.A., um Führungserfahrung zu sammeln.
Personaltransfer 1944: Die Auflösung 1944 erklärt, warum viele Biografien von U-Boot-Bewerbern plötzlich in "Marine-Infanterie-Einheiten" enden, da der geplante U-Boot-Einsatz durch die Frontlage an Land gestoppt wurde.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 121 Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. Invenio Online-Recherche. Enthält die Aufstellungsbefehle und die Stellenbesetzungspläne der Abteilung in Leer.
Bundesarchiv Abteilung PA Personenbezogene Unterlagen. Hier finden sich die Stammrollen der 8. S.S.A. Leer, die für die Verifizierung von Diensteintrittsdaten der Besatzungen wichtig sind.
Aus Lexikon der Wehrmacht → 8. Schiffsstammabteilung
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Schiffsstammabteilungen).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14, Standorte und Regimentszugehörigkeit).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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