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Marine-Artillerieregiment 22: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Marine-Artillerieregiment 22 wurde im Mai 1940 in Le Coq de Haen in Holland aufgestellt. Es unterstand dem Küstenbefehlshaber Belgien-Niederlande und gliederte sich in:
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Marine-Artillerieabteilung 206
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! '''Marine-Artillerieregiment 22'''
 
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Der Regimentskommandeur war zugleich Kommandant im Verteidigungsabschnitt Belgien. Im Juni 1940 wurde das Regiment aufgelöst und in den Stab des Kommandanten der Seefront Normandie umgewandelt.
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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 08:50 Uhr

Datenblatt Marine-Artillerieregiment 22
Das Marine-Artillerieregiment 22 war ein seltener Verbandstyp der Kriegsmarine, da Artillerieeinheiten an Land meist als eigenständige Abteilungen (MAA) organisiert waren. Für das U-Boot-Waffe ist dieses Regiment vor allem als „Auffang- und Einsatzeinheit“ in der Spätphase des Krieges von Bedeutung.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Das Regiment wurde bereits im Mai 1940 in Le Coq-sur-Mer (De Haan, Belgien/Niederlande) aufgestellt.
Unterstellung: Es unterstand dem Küstenbefehlshaber Belgien-Niederlande.
Funktion: Das Regiment diente als Führungsstab für die in diesem Raum neu formierten M.A.A.-Einheiten (Marine-Artillerie-Abteilungen), um die Küstenverteidigung unmittelbar nach der Besetzung zu koordinieren.
Entwicklung: Im weiteren Kriegsverlauf wurden die Regimentsstäbe oft umgegliedert oder durch die Seekommandanturen ersetzt, bevor in der Endphase (1944) erneut ein Regimentsstab unter dieser Nummer in den Niederlanden in Erscheinung trat.
Ende: Das Regiment kapitulierte im Mai 1945 im Raum Groningen/Delfzijl vor kanadischen Truppen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Frühe Stützpunktsicherung: In der ersten Phase (ab Mai 1940) sicherte das Regiment die Seefront für die neu in Dienst gestellten U-Boot-Nothäfen und Versorgungsstellen an der flandrischen und niederländischen Küste.
Sicherung der Kanaldurchbrüche: Durch die Koordination der schweren Batterien (z. B. im Raum Ostende/Zeebrugge) bot das Regiment artilleristischen Schutz für U-Boote, die in dieser frühen Phase den Ärmelkanal in Richtung Atlantik passierten.
Fachliche Ausbildung: Für Offiziere der Artillerielaufbahn, die später zur U-Boot-Waffe wechselten, war dies eine der ersten Frontdienststellen an der besetzten Westküste.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-V / 5 Akten des Küstenbefehlshabers Belgien-Niederlande, die die Aufstellung und die ersten Befehle des Marine-Artillerieregiments 22 im Mai 1940 dokumentieren.
BArch RM 121 / 142 Unterlagen zur frühen Organisationsgeschichte der Marine-Artillerie im Westen (1940–1941).
BArch PERS 6 Personalakten von Offizieren der Crew 37 oder Crew 38, die ihre ersten Fronterfahrungen im Rahmen dieses Regiments sammelten.
Lexikon der Wehrmacht → Marine-Artillerieregiment 22
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zum Küstenbefehlshaber West). Bestätigt die Aufstellung und Unterstellung im Mai 1940.
Rolf, Rudi: Der Atlantikwall Die Bauten der deutschen Küstenbefestigungen 1940-1945. (Bietet Kontext zur frühen Stationierung in Le Coq / De Haan).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten. (Bietet einen Überblick über die Regimentsstrukturen der Marine-Artillerie und deren taktische Aufgaben beim Schutz der Seewege).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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