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Seetransporthauptstelle Ägäis: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 8. Februar 2026, 12:04 Uhr

Datenblatt Seetransporthauptstelle Ägäis
Die Seetransporthauptstelle Ägäis (mit Sitz in Piräus) war die entscheidende Instanz, um die weit verzweigte Inselwelt Griechenlands und die strategisch wichtige Insel Kreta militärisch zu versorgen. Die Seetransporthauptstelle war die zentrale Exekutivbehörde des Seetransportwesens im ägäischen Raum. Sie koordinierte die gesamte militärische Schifffahrt, den Nachschub und die Sicherung der Transportwege in einem geografisch extrem schwierigen Umfeld.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Gegründet im April 1941 in Piräus unmittelbar nach der Besetzung Griechenlands.
Unterstellung: Fachlich unterstand sie dem Seetransportreferenten beim Marinegruppenkommando Süd in Sofia.
Struktur: Der Hauptstelle waren zahlreiche Unterdienststellen zugeordnet, um die gesamte Region abzudecken:
Seetransportstelle Saloniki: Mit Zweigstellen in Kawalla, Dedeagatsch und Kufu.
Seetransportstelle Kreta: Mit Zweigstellen in Suda und Heraklion.
Weitere Stellen: Patras, Volos sowie der Bereich Dodekanes.
Operative Höhepunkte: Während des Unternehmens Merkur (Invasion Kretas) unterstanden die Transporter zunächst dem kurzzeitig eingesetzten Seetransportchef Südost, bevor die Verantwortung dauerhaft auf die Hauptstelle Piräus überging.
Ende: Im Zuge des Rückzugs der Wehrmacht aus Griechenland wurde die Dienststelle im November 1944 aufgelöst.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktlogistik: Die Hauptstelle Piräus war verantwortlich für den Transport von Treibstoff, Torpedos und Ersatzteilen zu den U-Boot-Stützpunkten in der Ägäis (z. B. Salamis). Ohne diesen koordinierten Seetransport wäre der Betrieb der Mittelmeer-U-Boote im östlichen Sektor nicht möglich gewesen.
Geleitzugsicherung: Da die Transporter der Hauptstelle primäre Ziele für britische U-Boote und Flugzeuge waren, wurden deutsche U-Boote im Mittelmeer häufig zur Aufklärung oder direkten Sicherung dieser lebenswichtigen Nachschubkonvois eingesetzt.
Personal- und Materialschleuse: In den Lebensläufen von Personal, das im Mittelmeer auf U-Booten oder in der Stützpunktverwaltung diente, markiert die Seetransporthauptstelle oft die administrative Instanz für ihre Verlegung in den griechischen Raum.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 37 / 152 Akten zur Organisation der Seetransporthauptstellen im Mittelmeerraum und deren Unterstellungsverhältnisse.
BArch RM 35-II / 144 Unterlagen des Marinegruppenkommandos Süd zum Seetransportwesen und der Logistik für das Unternehmen Merkur.
BArch RM 7 / 2339 Akten der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Lage in der Ägäis und den Berichten der Seetransporthauptstelle Piräus.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zum Marinegruppenkommando Süd und den Transportdienststellen).
Schreiber, Gerhard Die Seetransportstelle Piräus und der Krieg im Mittelmeer. (Bietet Details zur logistischen Leistung der Kretastaffeln).
Gröner, Erich Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 4, zur technischen Ausrüstung der Transportschiffe in der Ägäis).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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