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Führer der U-Boote: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Führer der U-Boote war in der Kriegsmarine, bis Oktober 1939, die Bezeichnung der Dienststelle des kommandierenden Offiziers der U-Boote, einer Region oder Funktion und es war gleichzeitig dessen Dienstbezeichnung, später diente die Bezeichnung nur noch als Bereichsleiter. Ab Januar 1936 bekleidete [[Karl Dönitz]] diese Position.
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| colspan="3" | Der Führer der Unterseeboote (F.d.U.) war eine operative Kommandoebene der Kriegsmarine, die für die taktische Führung und Einsatzbereitschaft der U-Boote in einem spezifischen Seegebiet (z. B. West, Ost, Norwegen) verantwortlich war. Der F.d.U. koordinierte die Einsätze der ihm unterstellten U-Boot-Flottillen innerhalb seines Befehlsbereichs und sicherte die logistische sowie personelle Unterstützung für die Frontboote.
 
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| colspan="3" | Im August 1939 wurden die F.d.U.s West und Ost eingerichtet. Korvettenkapitän [[Hans Ibbeken]] wurde F.d.U. West unter dem Marinegruppenkommando West und Fregattenkapitän [[Oskar Schomburg]] wurde F.d.U. Ost unter dem Marinegruppenkommando Ost. Bereits im gleichen Monat wurden diese Positionen aber mit dem Ende der Einsätze in der Ostsee wieder aufgelöst.
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| colspan="3" | Im Juli 1942 wurde die Befehlsstelle F.d.U. Westraum neu eingerichtet. Im März 1943 folgte die Befehlsstelle des F.d.U. Ostsee. Dönitz, der inzwischen zum Konteradmiral befördert worden war, wurde am 17.10.1942 als Leiter des B.d.U ([[Befehlshaber der U-Boote]]) der Stab des F.d.U. unterstellt. Im weiteren Kriegsverlauf wurden die Aufgabenbereiche weiter aufgeteilt.
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Version vom 9. Februar 2026, 17:56 Uhr

Datenblatt Führer der U-Boote
Der Führer der Unterseeboote (F.d.U.) war eine operative Kommandoebene der Kriegsmarine, die für die taktische Führung und Einsatzbereitschaft der U-Boote in einem spezifischen Seegebiet (z. B. West, Ost, Norwegen) verantwortlich war. Der F.d.U. koordinierte die Einsätze der ihm unterstellten U-Boot-Flottillen innerhalb seines Befehlsbereichs und sicherte die logistische sowie personelle Unterstützung für die Frontboote.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Die Dienststellung wurde bereits in der Reichsmarine geschaffen. Mit der Expansion im Zweiten Weltkrieg wurde das Kommando regional aufgeteilt, um den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) zu entlasten.
Struktur: Es gab verschiedene regionale Befehlshaber, darunter:
F.d.U. West: Zuständig für die Stützpunkte an der französischen Atlantikküste.
F.d.U. Norwegen: Verantwortlich für die Operationen im Nordmeer und die Stützpunkte wie Bergen und Trondheim.
F.d.U. Ost: Zuständig für den Ostseeraum und die Ausbildungsgewässer.
Aufgaben: Erstellung von Einsatzbefehlen für die Flottillenchefs, Überwachung der Instandsetzung in den Werften und die Organisation des Geleitschutzes für ein- und auslaufende Boote durch Sicherungsverbände.
Ende: Die Dienststellen bestanden bis zur Kapitulation im Mai 1945 oder bis zur Evakuierung der jeweiligen Einsatzräume.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Taktische Schnittstelle: Der F.d.U. bildete das Bindeglied zwischen der strategischen Planung von Karl Dönitz (B.d.U.) und der praktischen Umsetzung durch die Kommandanten.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen (BArch PERS 6) kennzeichnet die Versetzung in den Stab eines F.d.U. eine Verwendung in der operativen Planung oder die Ernennung zum Verbandsführer. Erfahrene Kommandanten wurden oft nach ihrer Frontzeit als Referenten in diese Stäbe berufen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Gliederung und den Befugnissen der Führer der Unterseeboote
BArch RM 55 / 112 Akten des FdU Norwegen zur operativen Führung im Nordmeer und Eismeer
BArch RM 3 / 1024 Dienstvorschriften über die Befehlsverhältnisse innerhalb der U-Boot-Waffe
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Befehlshaber und Führer der U-Boote)
Hessler, Günter: The U-Boat War in the Atlantic (Detaillierte Darstellung der Befehlskette zwischen BdU, FdU und den Flottillen)
Herzog, Bodo: Deutsche U-Boote 1906–1966 (Zusammenfassung der regionalen Kommandostrukturen und deren Amtsinhaber)
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