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Karlsruhe: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | !!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten [[Anmerkungen für Kriegsschiffe|Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe]] !!!
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| || colspan="3" | Die '''KARLSRUHE''' war ein Leichter Kreuzer der Königsberg-Klasse der Reichs- und Kriegsmarine.
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! Datenblatt
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! '''Leichter Kreuzer Karlsruhe'''
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| colspan="3" | Die Karlsruhe war der zweite Kreuzer der K-Klasse (Königsberg-Klasse). Sie war eine innovative Konstruktion der Reichsmarine, die durch Elektroschweißung und eine kombinierte Antriebsanlage (Diesel/Turbine) auffiel. Sie diente vor dem Krieg als eines der wichtigsten Ausbildungsschiffe für den Offiziersnachwuchs auf weltweiten Reisen.
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! colspan="3" | Baudaten & Technische Maße
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| Bauwerft: || colspan="3" | Deutsche Werke, Kiel.
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| Kiellegung: || colspan="3" | 27.07.1926.
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| Stapellauf: || colspan="3" | 20.08.1927.
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| Indienststellung: || colspan="3" | 06.11.1929.
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| Tonnage: || colspan="3" | 6.000 ts (Standard) / 7.700 ts (Maximal).
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| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 174,0 m / Breite: 15,2 m / Tiefgang: 6,28 m.
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| Besatzung: || colspan="3" | ca. 514 bis 850 Mann (inkl. Kadetten und Lehrgangsteilnehmer).
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! colspan="3" | Bewaffnung & Ausrüstung
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| Hauptartillerie: || colspan="3" | 9 x 15-cm-SK L/60 in drei Drillingstürmen (Besonderheit: Achtere Türme seitlich versetzt für besseren Bestreichungswinkel nach vorn).
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| Flak: || colspan="3" | 6 x 8,8-cm L/76, 8 x 3,7-cm, 8 x 2-cm.
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| Torpedos: || colspan="3" | 12 x 53,3-cm Torpedorohre in vier Drillingssätzen.
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| Bordflugzeuge: || colspan="3" | 2 Heinkel He 60 (später Arado Ar 196) mit Katapultanlage.
 
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| || colspan="3" | Der Kiel des Kreuzers wurde am 20.07.1926 bei der Deutschen Werke AG in Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 20.08.1927 und die Indienststellung am 06.11.1929.
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| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von 8.130 t (max.). Es war 174,00 m lang, 15,20 m breit und hatte einen Tiefgang von 6,28 m. 6 × Dampfkessel, 4 × Dampfturbinensatz und 2 × MAN-10-Zylinder-Diesel erzeugten eine Leistung von 68.200 PS. Diese konnten das Schiff auf bis zu 30 kn (56 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 514 - 850 Mann.
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! colspan="3" | Maschinenanlage & Leistung
 
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| || colspan="3" | Bewaffnet war die Karlsruhe mit: 9 × Sk 15 cm L/60 (1080 Schuss). Anfangs: 2 × Flak 8,8 cm L/45 in Einzellafetten (800 Schuss)
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| Antrieb: || colspan="3" | 2 Satz Brown-Boveri-Turbinen (65.000 PS) für Höchstfahrt; 2 MAN-10-Zylinder-Dieselmotoren (1.800 PS) für Marschfahrt.
 
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| || colspan="3" | Ab 1934: 3, dann 4 × Flak 8,8 cm L/45 in Einzellafetten
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| Geschwindigkeit: || colspan="3" | 32 kn (Turbinen) / 10 kn (Diesel).
 
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| || colspan="3" | Ab 1935: 6 × Flak 8,8 cm L/76 in Doppellafetten (2400 Schuss) - 12 × 50 cm Torpedorohre
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| Reichweite: || colspan="3" | 5.700 sm bei 19 kn.
 
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| || colspan="3" | Ab 1934: 53,3 cm (Dreiersätze an Deck, 24 Schuss), 120 Seeminen möglich
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| || colspan="3" | Ab 1934 zusätzlich: 8 × Flak 3,7 cm in Doppellafetten (9600 Schuss) - 4 × FLak 2,0 cm in Einzellafetten
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| || colspan="3" | Ab 1935: 1 Katapult, 2 Flugzeuge He 60
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! colspan="3" | Ausbildungsreisen (Weltreisen 1930–1936)
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| 1. Auslandsreise: || colspan="3" | 24.05.1930 – 12.12.1930. Route: Mittel- und Südamerika (u. a. Westindien).
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| 2. Auslandsreise: || colspan="3" | 30.11.1931 – 08.12.1932. Route: Weltreise über Westindien, Mittelamerika, US-Westküste, Hawaii, Japan, Philippinen, Indonesien, Indien und durch den Suezkanal zurück.
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| 3. Auslandsreise: || colspan="3" | 14.10.1933 – 16.06.1934. Route: Umrundung Afrikas, weiter nach Indonesien, Australien, Neuseeland und durch den Panamakanal zurück.
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| 4. Auslandsreise: || colspan="3" | 22.10.1934 – 15.06.1935. Route: Süd- und Mittelamerika, US-Ostküste und Kanada.
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| 5. Auslandsreise: || colspan="3" | 21.10.1935 – 13.06.1936. Route: Afrika, Indonesien, Japan, Philippinen und US-Westküste. (Abbruch weiterer Reisen wegen schwerer Sturmschäden im Pazifik).
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! colspan="3" | Einsatzgeschichte & Gefechtschronik April 1940
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| Unternehmen Weserübung: || colspan="3" | Flaggschiff der Gruppe 4 für die Besetzung von Kristiansand. Beteiligung an der Niederkämpfung der norwegischen Küstenbatterien von Odderøya am 09.04.1940.
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| Angriff HMS Truant: || colspan="3" | Am 09.04.1940 um 19:00 Uhr auf dem Rückmarsch vom britischen U-Boot HMS Truant torpediert. Zwei Treffer auf der Backbordseite führten zum Totalausfall der Maschinen und Blockade des Ruders.
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| Versenkung & Verbleib: || colspan="3" | Aufgrund Manövrierunfähigkeit und drohender weiterer Angriffe wurde die Besatzung von den Torpedobooten Luchs und Seeadler übernommen. Um 22:50 Uhr durch Torpedoboot Greif mit zwei Fangschüssen versenkt.
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| Wiederentdeckung 2020: || colspan="3" | Das Wrack wurde im Sommer 2020 bei Kabelinspektionsarbeiten durch Statnett in 490 m Tiefe identifiziert. Das Schiff steht aufrecht auf dem Kiel und ist bemerkenswert gut erhalten.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kaderschmiede: || colspan="3" | Die Karlsruhe war eine essenzielle Station für die Crews der 30er Jahre. Viele spätere U-Boot-Kommandanten (z.B. Crews 33-36) absolvierten hier ihre Bordausbildung und lernten Disziplin sowie Seemannschaft auf Fernreisen.
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| Technisches Training: || colspan="3" | Die Ausbildung an den modernen Feuerleitanlagen und der kombinierten Antriebstechnik (Diesel/Turbine) legte das Fundament für das Verständnis technischer Innovationen auf den späteren U-Booten.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| || colspan="3" | '''Einsatzgeschichte'''
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| BArch RM 92 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) des Leichten Kreuzers Karlsruhe (Detaillierte Berichte über die Kämpfe in Norwegen).
 
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| || colspan="3" | Der Kreuzer wurde von Mai 1930 bis Juni 1936 für die Inspektion des Bildungswesens der Marine fast ausschließlich als Schulschiff für Offizieranwärter auf fünf ausgedehnten Reisen durch alle Weltmeere eingesetzt. Bei der fünften Ausbildungsreise von 1935 bis 1936 traten bei der Überfahrt von Japan nach den Vereinigten Staaten während eines mehrtägigen Orkans so schwere Schäden auf, dass das Schiff Anfang April 1936 in San Diego ein Reparaturdock anlaufen musste. Mit dieser Reise war für die KARLSRUHE der Dienst als Schulschiff beendet. Mit Wirkung vom 01.07.1936 wurde das Schiff den Aufklärungskräften und damit seiner eigentlichen Bestimmung zugeteilt. Während des Spanischen Bürgerkrieges wurde die KARLSRUHE im Januar/Februar und im Juni 1937 zu Einsätzen in spanischen Gewässern befohlen. Sie patrouillierte in den Küstengewässern von Spanien und Portugal, ansonsten blieben diese beiden Reisen ohne besondere Ereignisse.  
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Unterlagen der Inspektion des Bildungswesens der Marine zu den weltweiten Auslandsreisen.
 
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| || colspan="3" | Mit einer neuen und noch unzureichend ausgebildeten Besatzung nahm das Schiff dann im April 1940 am [[Unternehmen Weserübung]] teil. Unter dem Kommando von Kapitän zur See Rieve hatte der Kreuzer die Aufgabe, die Landung deutscher Truppen in Kristiansand zu sichern.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Seeoffiziere (Dokumentiert die Dienstzeiten der Kadetten an Bord).
 
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| || colspan="3" | Auf dem Rückmarsch im Skagerrak gelang am 09.04.1940 gegen 19.58 Uhr dem britischen U-Boot TRURANT ein Torpedotreffer, der beide Maschinen und die elektrische Anlage, das Ruder und die Lenzmittel außer Betrieb setzte und 13 Mann der Besatzung tötete. Das Schiff zeigte sehr schnell Schlagseite und begann zu sinken. Gegen 21.00 Uhr stieg die Besatzung auf die Torpedoboote LUCHS und SEEADLER über. Als das Schiff bis zur Schanz weggesackt war, gab Kapitän Rieve dem Torpedoboot GREIF den Befehl, den Kreuzer durch Torpedoschuss zu versenken. Sodann trafen um 22.50 Uhr zwei Torpedos der GREIF die KARLSRUHE, welche nahe Kristiansand sank.
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| || colspan="3" | Die genaue Lage des Wracks war lange Zeit unbekannt. Im Jahr 2017 wurde das Wrack 11 Seemeilen südöstlich von Kristiansand in 490 Metern Tiefe und nur etwa 15 Meter vom in den 1970er Jahren zwischen Norwegen und Dänemark verlegten Seekabel entdeckt, doch erst im Juli 2020 wurde das Wrack durch einen Tauchroboter untersucht und als Wrack der KARLSRUHE identifiziert. Der Fundort liegt etwa 13 Seemeilen vor der Küste und etwa 10 Seemeilen vom historisch überlieferten Untergangsort entfernt.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945". Band 1 (Technische Daten und Verbleib).
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| Koop / Schmolke || colspan="3" | "Die Leichten Kreuzer der Königsberg-Klasse" (Detaillierte Monografie).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Bände I & II.
 
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| || colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland [https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsruhe_(Schiff,_1929) | → Leichter Kreuzer Karlsruhe]
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 13:36 Uhr

!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe !!!
Datenblatt Leichter Kreuzer Karlsruhe
Die Karlsruhe war der zweite Kreuzer der K-Klasse (Königsberg-Klasse). Sie war eine innovative Konstruktion der Reichsmarine, die durch Elektroschweißung und eine kombinierte Antriebsanlage (Diesel/Turbine) auffiel. Sie diente vor dem Krieg als eines der wichtigsten Ausbildungsschiffe für den Offiziersnachwuchs auf weltweiten Reisen.
Baudaten & Technische Maße
Bauwerft: Deutsche Werke, Kiel.
Kiellegung: 27.07.1926.
Stapellauf: 20.08.1927.
Indienststellung: 06.11.1929.
Tonnage: 6.000 ts (Standard) / 7.700 ts (Maximal).
Dimensionen: Länge: 174,0 m / Breite: 15,2 m / Tiefgang: 6,28 m.
Besatzung: ca. 514 bis 850 Mann (inkl. Kadetten und Lehrgangsteilnehmer).
Bewaffnung & Ausrüstung
Hauptartillerie: 9 x 15-cm-SK L/60 in drei Drillingstürmen (Besonderheit: Achtere Türme seitlich versetzt für besseren Bestreichungswinkel nach vorn).
Flak: 6 x 8,8-cm L/76, 8 x 3,7-cm, 8 x 2-cm.
Torpedos: 12 x 53,3-cm Torpedorohre in vier Drillingssätzen.
Bordflugzeuge: 2 Heinkel He 60 (später Arado Ar 196) mit Katapultanlage.
Maschinenanlage & Leistung
Antrieb: 2 Satz Brown-Boveri-Turbinen (65.000 PS) für Höchstfahrt; 2 MAN-10-Zylinder-Dieselmotoren (1.800 PS) für Marschfahrt.
Geschwindigkeit: 32 kn (Turbinen) / 10 kn (Diesel).
Reichweite: 5.700 sm bei 19 kn.
Ausbildungsreisen (Weltreisen 1930–1936)
1. Auslandsreise: 24.05.1930 – 12.12.1930. Route: Mittel- und Südamerika (u. a. Westindien).
2. Auslandsreise: 30.11.1931 – 08.12.1932. Route: Weltreise über Westindien, Mittelamerika, US-Westküste, Hawaii, Japan, Philippinen, Indonesien, Indien und durch den Suezkanal zurück.
3. Auslandsreise: 14.10.1933 – 16.06.1934. Route: Umrundung Afrikas, weiter nach Indonesien, Australien, Neuseeland und durch den Panamakanal zurück.
4. Auslandsreise: 22.10.1934 – 15.06.1935. Route: Süd- und Mittelamerika, US-Ostküste und Kanada.
5. Auslandsreise: 21.10.1935 – 13.06.1936. Route: Afrika, Indonesien, Japan, Philippinen und US-Westküste. (Abbruch weiterer Reisen wegen schwerer Sturmschäden im Pazifik).
Einsatzgeschichte & Gefechtschronik April 1940
Unternehmen Weserübung: Flaggschiff der Gruppe 4 für die Besetzung von Kristiansand. Beteiligung an der Niederkämpfung der norwegischen Küstenbatterien von Odderøya am 09.04.1940.
Angriff HMS Truant: Am 09.04.1940 um 19:00 Uhr auf dem Rückmarsch vom britischen U-Boot HMS Truant torpediert. Zwei Treffer auf der Backbordseite führten zum Totalausfall der Maschinen und Blockade des Ruders.
Versenkung & Verbleib: Aufgrund Manövrierunfähigkeit und drohender weiterer Angriffe wurde die Besatzung von den Torpedobooten Luchs und Seeadler übernommen. Um 22:50 Uhr durch Torpedoboot Greif mit zwei Fangschüssen versenkt.
Wiederentdeckung 2020: Das Wrack wurde im Sommer 2020 bei Kabelinspektionsarbeiten durch Statnett in 490 m Tiefe identifiziert. Das Schiff steht aufrecht auf dem Kiel und ist bemerkenswert gut erhalten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderschmiede: Die Karlsruhe war eine essenzielle Station für die Crews der 30er Jahre. Viele spätere U-Boot-Kommandanten (z.B. Crews 33-36) absolvierten hier ihre Bordausbildung und lernten Disziplin sowie Seemannschaft auf Fernreisen.
Technisches Training: Die Ausbildung an den modernen Feuerleitanlagen und der kombinierten Antriebstechnik (Diesel/Turbine) legte das Fundament für das Verständnis technischer Innovationen auf den späteren U-Booten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 92 Kriegstagebücher (KTB) des Leichten Kreuzers Karlsruhe (Detaillierte Berichte über die Kämpfe in Norwegen).
BArch RM 123 Unterlagen der Inspektion des Bildungswesens der Marine zu den weltweiten Auslandsreisen.
BArch PERS 6 Personalakten der Seeoffiziere (Dokumentiert die Dienstzeiten der Kadetten an Bord).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945". Band 1 (Technische Daten und Verbleib).
Koop / Schmolke "Die Leichten Kreuzer der Königsberg-Klasse" (Detaillierte Monografie).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Bände I & II.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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