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Erprobungskommando für Kriegsschiffsneubauten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Das Erprobungskommando für Kriegsschiffneubauten war eine Dienststelle der Kriegsmarine, die sich anfangs in Kiel befand.
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| colspan="3" | Das Erprobungskommando für Kriegsschiffsneubauten war eine zentrale technische Dienststelle der Kriegsmarine zur Abnahme und Erprobung neuer Einheiten. Hervorgegangen aus dem im Herbst 1928 eingerichteten Erprobungsausschuss für Schiffe (E.A.S.) in Wilhelmshaven, wurde die Dienststelle im Februar 1937 umbenannt. Das Kommando war verantwortlich für die Überprüfung der Seefähigkeit, der maschinentechnischen Anlagen und der Waffenfunktionen aller Neubauten vor deren endgültiger Übergabe an die Frontverbände.
 
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| colspan="3" | Im Herbst 1928 wurde in der Reichsmarine der Erprobungsausschuss für Schiffe (E.A.S.), auch Erprobungsausschuss für Schiffsneubauten, in Wilhelmshaven eingerichtet und kam am 01.10.1936 nach Kiel. Dieser wurde im Februar 1937 in Erprobungskommando für Kriegsneubauten umbenannt. Im Januar 1940 wurde die Erprobungsgruppe für Unterseeboote aus dem E.K.K. ausgegliedert und in das U-Boot-Abnahmekommando (U.A.K.) überführt. Im Sommer 1940 wechselte das Kommando von Kiel bis Frühjahr 1944 nach Danzig-Neufahrwasser und dann weiter nach Danzig-Schellmüll. Anfang 1945 wurde das Kommando noch nach Kühlungsborn verlegt.
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| Personal: || colspan="3" | Besetzung durch spezialisierte Marine-Ingenieure, Bauräte und erfahrene Seeoffiziere zur objektiven Beurteilung der Schiffsqualität.
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| Methodik: || colspan="3" | Systematische Testreihen unter Realbedingungen, einschließlich Höchstgeschwindigkeitsmessungen und Belastungstests der Hauptmaschinenanlagen.
 
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| Fehleranalyse: || colspan="3" | Die im E.K.K. gewonnenen Erkenntnisse bei den frühen U-Boot-Neubauten führten zu wichtigen konstruktiven Verbesserungen in der Serienfertigung.
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| Standards: || colspan="3" | Festlegung der technischen Abnahmenormen, die später vom spezialisierten U-Boot-Abnahmekommando für das gesamte Bauprogramm übernommen wurden.
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 12:56 Uhr

Dienststelle Erprobungskommando für Kriegsschiffsneubauten
Das Erprobungskommando für Kriegsschiffsneubauten war eine zentrale technische Dienststelle der Kriegsmarine zur Abnahme und Erprobung neuer Einheiten. Hervorgegangen aus dem im Herbst 1928 eingerichteten Erprobungsausschuss für Schiffe (E.A.S.) in Wilhelmshaven, wurde die Dienststelle im Februar 1937 umbenannt. Das Kommando war verantwortlich für die Überprüfung der Seefähigkeit, der maschinentechnischen Anlagen und der Waffenfunktionen aller Neubauten vor deren endgültiger Übergabe an die Frontverbände.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Herbst 1928 als Erprobungsausschuss für Schiffe (Wilhelmshaven); ab 01.10.1936 in Kiel; ab Februar 1937 Erprobungskommando für Kriegsneubauten.
Standorte: Kiel; ab Sommer 1940 Danzig-Neufahrwasser; ab Frühjahr 1944 Danzig-Schellmühl; Anfang 1945 Verlegung nach Kühlungsborn.
Aufgabe: Durchführung technischer Probefahrten; Abnahme der vertraglich zugesicherten Schiffsleistungen; Koordination zwischen Werften und Marineführung.
Ende 1945: Mit der Einstellung der Neubauprogramme im Frühjahr 1945 und der anschließenden Kapitulation wurde das Kommando aufgelöst.
Spezifische Merkmale
Ausgliederung: Im Januar 1940 wurde die Erprobungsgruppe für Unterseeboote aus dem E.K.K. ausgegliedert und in das neu geschaffene U-Boot-Abnahmekommando (U.A.K.) überführt.
Personal: Besetzung durch spezialisierte Marine-Ingenieure, Bauräte und erfahrene Seeoffiziere zur objektiven Beurteilung der Schiffsqualität.
Methodik: Systematische Testreihen unter Realbedingungen, einschließlich Höchstgeschwindigkeitsmessungen und Belastungstests der Hauptmaschinenanlagen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Boot-Bau: Bis zur Gründung des U.A.K. Anfang 1940 unterlag die technische Abnahme aller neu gebauten U-Boote der direkten Aufsicht des E.K.K.
Fehleranalyse: Die im E.K.K. gewonnenen Erkenntnisse bei den frühen U-Boot-Neubauten führten zu wichtigen konstruktiven Verbesserungen in der Serienfertigung.
Standards: Festlegung der technischen Abnahmenormen, die später vom spezialisierten U-Boot-Abnahmekommando für das gesamte Bauprogramm übernommen wurden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 21 Marineabnahmekommandos: Akten über die Tätigkeit des Erprobungsausschusses für Schiffe und des E.K.K.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Erprobungsergebnisse von Neubauten und technische Mängelrügen an die Werften.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von technischen Offizieren im Erprobungskommando für Kriegsschiffsneubauten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Rüstung und Abnahme: Das E.K.K.).
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Details zur organisatorischen Trennung von E.K.K. und U.A.K.).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Chefs des Erprobungskommandos).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132