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Seefliegerhorst Kamp: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Seefliegerhorst Kamp wurde ab 1935 am Nordwestufer des Kamper Sees (Pommern) errichtet. Er diente als bedeutender Stützpunkt für die Küstenfliegerverbände der Luftwaffe und primär als Ausbildungsstätte. Im Jahr 1936 erfolgte hier die Aufstellung der ersten Küstenfliegergruppe. Der Horst verfügte über umfangreiche Anlagen für Wasserflugzeuge und war Stationierungsort zahlreicher spezialisierter Küstenfliegergruppen. Am 05.03.1945 wurde der Platz nach der Flucht der Bevölkerung vor der herannahenden Roten Armee von sowjetischen Truppen besetzt.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Baubeginn 1935; Inbetriebnahme als Fliegerhorst und Seefliegerhorst parallel zur Aufrüstung der Luftwaffe über See.
 
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| Standort: || colspan="3" | Kamp (Pommern), unmittelbar am Kamper See gelegen; strategisch günstig für Operationen in der mittleren Ostsee.
 
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| Aufgabe: || colspan="3" | Ausbildung von See-Flugzeugführern und Beobachtern; Stützpunkt für Aufklärungs- und Mehrzweckstaffeln; Wartungsbasis.
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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 08:04 Uhr

Dienststelle Seefliegerhorst Kamp
Der Seefliegerhorst Kamp wurde ab 1935 am Nordwestufer des Kamper Sees (Pommern) errichtet. Er diente als bedeutender Stützpunkt für die Küstenfliegerverbände der Luftwaffe und primär als Ausbildungsstätte. Im Jahr 1936 erfolgte hier die Aufstellung der ersten Küstenfliegergruppe. Der Horst verfügte über umfangreiche Anlagen für Wasserflugzeuge und war Stationierungsort zahlreicher spezialisierter Küstenfliegergruppen. Am 05.03.1945 wurde der Platz nach der Flucht der Bevölkerung vor der herannahenden Roten Armee von sowjetischen Truppen besetzt.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Baubeginn 1935; Inbetriebnahme als Fliegerhorst und Seefliegerhorst parallel zur Aufrüstung der Luftwaffe über See.
Standort: Kamp (Pommern), unmittelbar am Kamper See gelegen; strategisch günstig für Operationen in der mittleren Ostsee.
Aufgabe: Ausbildung von See-Flugzeugführern und Beobachtern; Stützpunkt für Aufklärungs- und Mehrzweckstaffeln; Wartungsbasis.
Ende 1945: Evakuierung Anfang März 1945; Einnahme durch sowjetische Truppen am 05.03.1945 nach Zusammenbruch der deutschen Verteidigungslinien.
Stationierte Einheiten
Kü.Fl.Gr. 606: Stationierung der 2. Staffel (2./Küstenfliegergruppe 606).
Kü.Fl.Gr. 706: Stab und 3. Staffel (Stab und 3./Küstenfliegergruppe 706).
Kü.Fl.Gr. 906: Stab der Küstenfliegergruppe 906 (Stab/Küstenfliegergruppe 906).
Kü.Fl.Gr. 506: Stationierung der 2. Staffel (2./Küstenfliegergruppe 506).
Ausbildung: Flieger-Ergänzungsgruppe (See) zur personellen Auffrischung der Küstenverbände.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Luft-Sicherung: Von Kamp aus startende Staffeln sicherten die U-Boot-Übungsgebiete in der Pommerschen Bucht gegen feindliche Einflüge.
Zusammenarbeit: Koordination von gemeinsamen Übungen zwischen See-Aufklärern und U-Boot-Lehrdivisionen zur Erprobung der kombinierten Seekriegsführung.
Rettungswesen: Bereitstellung von Seenotkräften für verunfallte U-Boote während der Erprobungsphase in der Ostsee.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 8 Luftwaffe / Verbände: Akten über die Belegung und den Ausbau des Seefliegerhorstes Kamp.
BArch RL 2-III Generalquartiermeister: Unterlagen zur logistischen Versorgung und den Verlusten am Standort Kamp 1945.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marinefliegern und technischem Personal am Kamper See.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zur Stationierung der Küstenfliegergruppen).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Die Luftwaffe über See: Stützpunkte).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Luftwaffeneinheiten im Wehrkreis II).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132