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Führer der U-Boote Mittelmeer: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 09:24 Uhr

Dienststelle Führer der Unterseeboote Mittelmeer
Die Dienststelle Führer der U-Boote Mittelmeer entstand am 12.08.1943 durch Umbenennung des Führers der U-Boote Italien. Das Hauptquartier befand sich in Toulon (Frankreich). Der F.d.U. Mittelmeer war verantwortlich für die operative Planung und Führung der U-Boot-Einsätze im gesamten Mittelmeerraum, insbesondere gegen alliierte Invasionsflotten und Nachschubkonvois. Ihm unterstand die 29. U-Flottille. Nach der Räumung der französischen Mittelmeerküste und dem Verlust der dortigen Basen wurde das Kommando im September 1944 aufgelöst.
Entstehung, Standorte und Führung
Aufstellung: 12.08.1943 aus der Dienststelle F.d.U. Italien; operativ dem Marineoberkommando Süd unterstellt.
Standort: Toulon (Südfrankreich). Operative Leitung der Stützpunkte in Toulon, Marseille, Salamis und Pola.
Dienststellung: Konteradmiral Leo Kreisch (13.08.1943–25.01.1944); Kapitän zur See Werner Hartmann (26.01.1944–Sept. 1944).
Ende 1944: Auflösung im September 1944 nach der Selbstversenkung der letzten Boote in Toulon und dem Rückzug aus Frankreich.
Operativer Werdegang
29. U-Flottille: Dem F.d.U. Mittelmeer unterstand die 29. U-Flottille als einziger verbliebener Frontverband im Mittelmeer.
Einsatz: Abwehr der alliierten Landungen bei Anzio/Nettuno (Operation Shingle) und Südfrankreich (Operation Dragoon).
Rückzug: Koordination der Verlegung der verbliebenen Boote in die Adria (Pola) sowie der Abwicklung des Bodenpersonals in Toulon.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Strategie: Versuch, die alliierte Seeherrschaft im Mittelmeer durch Nadelstichoperationen zu stören, trotz massiver gegnerischer Luftüberlegenheit.
Logistik: Sicherstellung der Instandsetzungskapazitäten in den französischen Mittelmeerhäfen zur Aufrechterhaltung der Frontreife.
Personaltransfer: Nach Auflösung der Dienststelle wurde das erfahrene Personal teils zur Marine-Infanterie oder den Kleinkampfverbänden in Italien versetzt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Kriegstagebücher und Korrespondenz mit dem F.d.U. Mittelmeer über operative Ziele.
BArch RM 35-III Marinebefehlshaber Italien / MOK Süd: Unterlagen zur operativen Einbindung der U-Boote im Mittelmeerraum.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Leo Kreisch und Werner Hartmann als F.d.U. Mittelmeer.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Führung und Organisation: F.d.U. Mittelmeer).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Führer der U-Boote Mittelmeer).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zu den Operationen im Mittelmeer 1943/44).
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