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U-Torpedooffizierslehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die '''Torpedolehrgänge''' fanden fast ausschließlich an der Torpedoschule Flensburg-Mürwik statt. Sie hatte die Aufgabe, die für die Verwendung in der Torpedowaffe vorgesehenen Soldaten in Fachlehrgängen heranzubilden und ihnen die für ihre Verwendung an Bord erforderlichen Fachkenntnisse zu vermitteln.
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| || colspan="3" | Die Vielzahl von mechanischen und elektronische komplizierten Geräten bedingt für die Pflege und Bedienung natürlich ein gut ausgebildetes Fachpersonal das über eine gründliche Kenntnis aller Teile verfügen muß. Es ist nun die Aufgabe der Torpedoschule, dieses Fachpersonal, daher alle die Soldaten, die in der Torpedowaffe Verwendung finden für ihre Stellung auf der Flotte heranzubilden.
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! Ausbildung
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! '''U-Torpedooffizierslehrgang'''
 
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| || colspan="3" | Da sind zunächst die Torpedooffiziere, die also später als Waffenleiter an Bord der Schiffe und Boote die Torpedowaffe zum Einsatz bringen sollen, die bei der Torpedoschule durch gründliches Studium der Technik der Torpedos die Grundlagen für ihre spätere Verwendung in der Waffe erhalten. Darüber hinaus erhalten sie eine eingehende Ausbildung in der Schießkunst.
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| colspan="2" | Der U-Torpedooffizierslehrgang war eine spezialisierte Fachausbildung für Seeoffiziere (meist II. oder I. Wachoffiziere), die auf U-Booten für den gesamten Torpedowaffendienst verantwortlich waren. Er vermittelte tiefgehende technische Kenntnisse über die verschiedenen Torpedotypen (G7a/G7e), die empfindlichen Zündersysteme sowie die Handhabung der Torpedoregelstellen an Bord. Im Gegensatz zum reinen Schießlehrgang für Kommandanten lag der Schwerpunkt hier auf der technischen Instandhaltung, der korrekten Lagerung und Vorbereitung der Waffe für den Schuss sowie der Störungsbehebung unter Gefechtsbedingungen.
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| Standort: || colspan="3" | Durchführung an der Torpedoschule I (Flensburg-Mürwik) oder in den technischen Lehrgruppen der U-Lehrdivisionen (z. B. Gotenhafen).
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| Qualifikation: || colspan="3" | Teilnahme von Seeoffizierenn der U-Boot-Waffe als fachliche Voraussetzung für die Verwendung als Torpedowaffenoffizier an Bord.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit der Einstellung der U-Boot-Spezialausbildung und der Kapitulation im Mai 1945 beendet.
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| Entwicklung: || colspan="3" | Einweisung in die Handhabung neuester Torpedo-Generationen (z. B. akustische Eigenlenker „Zaunkönig“) vor deren Fronteinsatz.
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | „Die Torpedos der deutschen U-Boote: Entwicklung, Herstellung und Eigenschaften“.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: U-Boot-Waffe).
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Fachoffiziersausbildung).
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Aktuelle Version vom 8. März 2026, 16:26 Uhr

Ausbildung U-Torpedooffizierslehrgang
Der U-Torpedooffizierslehrgang war eine spezialisierte Fachausbildung für Seeoffiziere (meist II. oder I. Wachoffiziere), die auf U-Booten für den gesamten Torpedowaffendienst verantwortlich waren. Er vermittelte tiefgehende technische Kenntnisse über die verschiedenen Torpedotypen (G7a/G7e), die empfindlichen Zündersysteme sowie die Handhabung der Torpedoregelstellen an Bord. Im Gegensatz zum reinen Schießlehrgang für Kommandanten lag der Schwerpunkt hier auf der technischen Instandhaltung, der korrekten Lagerung und Vorbereitung der Waffe für den Schuss sowie der Störungsbehebung unter Gefechtsbedingungen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufgaben: Technische Aufsicht über die Torpedos und Ausstoßrohre; Überwachung der Waffenwartung durch die Torpedomechaniker; Munitionsverwaltung.
Standort: Durchführung an der Torpedoschule I (Flensburg-Mürwik) oder in den technischen Lehrgruppen der U-Lehrdivisionen (z. B. Gotenhafen).
Qualifikation: Teilnahme von Seeoffizierenn der U-Boot-Waffe als fachliche Voraussetzung für die Verwendung als Torpedowaffenoffizier an Bord.
Ende 1945: Mit der Einstellung der U-Boot-Spezialausbildung und der Kapitulation im Mai 1945 beendet.
Spezifische Merkmale
Technik-Drill: Intensive Schulung an den elektrischen Antrieben und der Mechanik der Kurs- und Tiefensteuerung (FAT/LUT-Geräte).
Krisenmanagement: Ausbildung zur systematischen Fehleranalyse bei Torpedoversagern (Tiefenstreuung, Frühzünder) zur Verbesserung der Trefferquote.
Personal: Der Torpedooffizier war der fachliche Vorgesetzte der Torpedomechaniker-Maate und Gasten in der Vor- und Achterschiff-Sektion.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Schlagkraft: Die Qualität dieser Ausbildung entschied über die technische Zuverlässigkeit der Hauptwaffe des U-Bootes während der Feindfahrt.
Instandhaltung: Sicherstellung der regelmäßigen „Torpedoregelung“ an Bord, um Korrosionsschäden durch Feuchtigkeit und Druck zu verhindern.
Entwicklung: Einweisung in die Handhabung neuester Torpedo-Generationen (z. B. akustische Eigenlenker „Zaunkönig“) vor deren Fronteinsatz.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die technischen Lehrpläne für das Torpedowesen der U-Boot-Waffe.
BArch RM 21 Torpedowaffenamt: Berichte über die technische Unterweisung der U-Boot-Offiziere an neuen Waffentypen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des „U-Torpedooffizierslehrgangs“.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard „Die Torpedos der deutschen U-Boote: Entwicklung, Herstellung und Eigenschaften“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: U-Boot-Waffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Fachoffiziersausbildung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132