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Befehlshaber der Sicherungsstreitkräfte: Unterschied zwischen den Versionen

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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Chronologie der Befehlshaber).
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | „Im Küstenvorfeld: Der Kampf der Minensuchboote, Flakjäger und Sperrbrecher“.
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 10. März 2026, 11:12 Uhr

Dienststelle Befehlshaber der Sicherungsstreitkräfte
Die Dienststelle des Befehlshabers der Sicherungsstreitkräfte (B.d.Sich.) wurde am 10.11.1944 eingerichtet und dem Flottenkommando unterstellt. Sie übernahm die Aufgaben des zuvor aufgelösten Admirals der Seebefehlsstellen. Während die operativen Einheiten (Minensuch-, Vorposten- und Sicherungsflottillen) weiterhin den regionalen Kommandierenden Admirälen unterstanden, erfolgte die truppendienstliche Zuweisung geschlossen an den B.d.S. Damit wurde eine zentrale Instanz für die personelle und materielle Bereitschaft sowie die Standardisierung der Ausbildung aller Sicherungskräfte geschaffen. Das Stabsquartier befand sich zunächst in Ahlbeck bei Swinemünde und ab März 1945 auf dem Wohnschiff „Helgoland“ in Kiel.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 10.11.1944; Nachfolgeorganisation des Admirals der Seebefehlsstellen.
Aufgabe: Truppendienstliche Führung aller Sicherungsflottillen; Vereinheitlichung von Taktik und Ausbildung; Personalsteuerung; materielle Instandhaltung.
Standorte: Ahlbeck (Swinemünde); ab März 1945 Kiel (Wohnschiff „Helgoland“).
Ende 1945: Auflösung im Mai 1945 nach der Gesamtkapitulation; teilweise Überführung des Stabes in die GMSA-Strukturen.
Spezifische Merkmale
Unterstellung: Operativ dem Flottenkommando unterstellt, um eine engere Verzahnung zwischen Flotte und Sicherungskräften zu erreichen.
Führung: Einziger Inhaber dieser Dienststelle war Vizeadmiral Eberhard Wolfram (Nov. 1944 bis Mai 1945).
Komplexität: Verwaltung einer immensen Anzahl heterogener Fahrzeuge (von M-Booten bis zu requirierten Fischkuttern) unter extremem Ressourcenmangel.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Der B.d.Sich. koordinierte die Kräfte, welche die lebenswichtigen Geleitzugwege und U-Boot-Transitstrecken in der Ostsee und Nordsee minenfrei hielten.
Flankenschutz: Sicherstellung der Ausbildung von U-Jägern, die den Schutz der U-Boot-Übungsgebiete gegen sowjetische Vorstöße gewährleisteten.
Evakuierung: Beteiligung an der Planung für den Schutz der Flüchtlingstransporte (Unternehmen Hannibal), die auch U-Boot-Personal aus den Ostgebieten evakuierten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Befehlshaber der Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher, Organisationsakten und Stärkemeldungen 1944/45.
BArch RM 47 Flottenkommando: Unterlagen zur Unterstellung und Zusammenarbeit mit dem B.d.Sich.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im Stab des B.d.Sich. (Ahlbeck/Kiel).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Sicherungsstreitkräfte).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Chronologie der Befehlshaber).
Ruge, Friedrich „Im Küstenvorfeld: Der Kampf der Minensuchboote, Flakjäger und Sperrbrecher“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132