Aktionen

Bulgarischer Militärverdienstorden: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center" |- | style="width:2%" | |- | || colspan="3"…“)
 
 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
|-
 
| style="width:2%" |
 
 
|-
 
|-
 
| || colspan="3" |  
 
| || colspan="3" |  
  
Der Bulgarische Militärverdienstorden wurde am 18.05.1900 durch Zar Ferdinand I. von Bulgarien gestiftet und konnte an alle Soldaten der bulgarischen Streitkräfte ohne Unterschied des Ranges für militärische Verdienste und für Tapferkeit vor dem Feind verliehen werden. Eine Verleihung an Ausländer war ebenfalls zulässig.
+
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
+
|-
Der Orden hat fünf Klassen, wobei sich die letzten beiden in jeweils zwei Stufen teilen.
+
| style="width:25%" |
 
+
| style="width:75%" |
Großkreuz
+
|-
 
+
! Auszeichnung
Großkomtur
+
! '''Bulgarischer Militärverdienstorden'''
 
+
|-
Kommandeur
+
| ||
 
+
|-
Offizier
+
| ||
 
+
|-
Ritterkreuz mit Krone
+
| colspan="2" | Der bulgarische Militärverdienstorden wurde am 18. Mai 1900 durch Fürst Ferdinand I. gestiftet. Er war für Offiziere vorgesehen, die sich durch besondere Tapferkeit oder hervorragende Verdienste im Militärwesen ausgezeichnet hatten. Der Orden ist eng an den bulgarischen Zivilverdienstorden angelehnt, unterscheidet sich jedoch durch die Beigabe von gekreuzten Schwertern im Medaillon oder zwischen den Kreuzarmen (bei Kriegsverdienst). Während des Zweiten Weltkriegs wurde er vielfach an deutsche Offiziere der Wehrmacht und der Kriegsmarine als Anerkennung für die Waffenbrüderschaft verliehen.
 
+
|-
Ritterkreuz
+
| ||
 
+
|-
Silbernes Kreuz mit Krone
+
| ||
 
+
|-
Silbernes Kreuz
+
! colspan="3" | Einteilung der Klassen
 
+
|-
Das Ordenszeichen ist ein rotemailliertes Kreuz mit geschweiften Balken und spitz zulaufenden Enden. Es hängt an der Krone und hat ein weißes Medaillon auf der Mitte mit einem stilisierten Adler und gekreuzte Schwerter.
+
| ||
Trageweise
+
|-
 
+
| Großkreuz: || colspan="3" | Höchste Stufe; bestehend aus Kleinod, Bruststern und Schulterband.
Für militärische Verdienste war das Ordensband gelb mit schwarzweißen Randstreifen und für Zivilverdienste weiß mit grünrosa Randstreifen. Seit 1915 waren dem Verdienstorden nach österreichischem Vorbild Lorbeerzweige als Kriegsdekoration hinzugefügt worden. Das Ordensband war dann hellblau mit silbernen Randstreifen.
+
|-
 +
| I. Klasse: || colspan="3" | Großoffizierskreuz; Halsdekoration mit dazugehörigem Bruststern.
 +
|-
 +
| II. Klasse: || colspan="3" | Komturkreuz; am Hals getragen, ohne Bruststern.
 +
|-
 +
| III. Klasse: || colspan="3" | Offizierskreuz; Steckkreuz (ohne Band) oder am Band an der Brust.
 +
|-
 +
| IV. Klasse: || colspan="3" | Ritterkreuz; am Band auf der linken Brustseite getragen.
 +
|-
 +
| V. Klasse: || colspan="3" | Silbernes Kreuz; einfache Ausführung, oft ohne Emaille.
 +
|-
 +
| VI. Klasse: || colspan="3" | Bronzenes Kreuz; unterste Stufe für untere Offiziersränge.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Aussehen und Merkmale
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Form: || colspan="3" | Ein rot emailliertes Pisaner Kreuz (ähnlich dem Malteserkreuz), unterlegt mit einem grünen Lorbeerkranz.
 +
|-
 +
| Medaillon: || colspan="3" | Vorderseite: Monogramm des Stifters (Ferdinand I.) auf rotem Grund. Rückseite: Bulgarischer Löwe mit Gründungsjahr „1900“.
 +
|-
 +
| Schwerter: || colspan="3" | Bei Verleihung für Kriegsverdienste befinden sich gekreuzte Schwerter zwischen den Kreuzarmen.
 +
|-
 +
| Band: || colspan="3" | Gelbes Band mit weiß-schwarzen Randstreifen (Farben des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Verleihung: || colspan="3" | Zahlreiche deutsche U-Boot-Kommandanten, die im Schwarzen Meer (30. U-Flottille) operierten, erhielten bulgarische Orden für die Sicherung der Küste.
 +
|-
 +
| Symbolik: || colspan="3" | Der Orden galt an der Uniform der Marineoffiziere als sichtbares Zeichen für die operative Zusammenarbeit mit den Achsenmächten im Osten.
 +
|-
 +
| Status: || colspan="3" | Als ausländischer Orden war er tragestatutpflichtig und musste im Wehrpass sowie in den Personalunterlagen (P I/II) vermerkt werden.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| BArch RM 8 || colspan="3" | Marinepersonalamt: Akten über die Verleihung ausländischer Orden an Angehörige der Kriegsmarine.
 +
|-
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge mit dem Vermerk „Bulg. Militärverdienstorden X. Klasse mit Schwertern“.
 +
|-
 +
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die militärische Zusammenarbeit mit dem Königreich Bulgarien.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Nimmergut, Jörg || colspan="3" | „Orden und Ehrenzeichen des Kgr. Bulgarien“ (Standardwerk zur Phaleristik).
 +
|-
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Ausländische Orden).
 +
|-
 +
| Klietmann, Kurt-G. || colspan="3" | „Phaleristik Bulgarien: Die staatlichen Auszeichnungen des Zarentums“.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 10. März 2026, 16:29 Uhr

Auszeichnung Bulgarischer Militärverdienstorden
Der bulgarische Militärverdienstorden wurde am 18. Mai 1900 durch Fürst Ferdinand I. gestiftet. Er war für Offiziere vorgesehen, die sich durch besondere Tapferkeit oder hervorragende Verdienste im Militärwesen ausgezeichnet hatten. Der Orden ist eng an den bulgarischen Zivilverdienstorden angelehnt, unterscheidet sich jedoch durch die Beigabe von gekreuzten Schwertern im Medaillon oder zwischen den Kreuzarmen (bei Kriegsverdienst). Während des Zweiten Weltkriegs wurde er vielfach an deutsche Offiziere der Wehrmacht und der Kriegsmarine als Anerkennung für die Waffenbrüderschaft verliehen.
Einteilung der Klassen
Großkreuz: Höchste Stufe; bestehend aus Kleinod, Bruststern und Schulterband.
I. Klasse: Großoffizierskreuz; Halsdekoration mit dazugehörigem Bruststern.
II. Klasse: Komturkreuz; am Hals getragen, ohne Bruststern.
III. Klasse: Offizierskreuz; Steckkreuz (ohne Band) oder am Band an der Brust.
IV. Klasse: Ritterkreuz; am Band auf der linken Brustseite getragen.
V. Klasse: Silbernes Kreuz; einfache Ausführung, oft ohne Emaille.
VI. Klasse: Bronzenes Kreuz; unterste Stufe für untere Offiziersränge.
Aussehen und Merkmale
Form: Ein rot emailliertes Pisaner Kreuz (ähnlich dem Malteserkreuz), unterlegt mit einem grünen Lorbeerkranz.
Medaillon: Vorderseite: Monogramm des Stifters (Ferdinand I.) auf rotem Grund. Rückseite: Bulgarischer Löwe mit Gründungsjahr „1900“.
Schwerter: Bei Verleihung für Kriegsverdienste befinden sich gekreuzte Schwerter zwischen den Kreuzarmen.
Band: Gelbes Band mit weiß-schwarzen Randstreifen (Farben des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Verleihung: Zahlreiche deutsche U-Boot-Kommandanten, die im Schwarzen Meer (30. U-Flottille) operierten, erhielten bulgarische Orden für die Sicherung der Küste.
Symbolik: Der Orden galt an der Uniform der Marineoffiziere als sichtbares Zeichen für die operative Zusammenarbeit mit den Achsenmächten im Osten.
Status: Als ausländischer Orden war er tragestatutpflichtig und musste im Wehrpass sowie in den Personalunterlagen (P I/II) vermerkt werden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Akten über die Verleihung ausländischer Orden an Angehörige der Kriegsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Vermerk „Bulg. Militärverdienstorden X. Klasse mit Schwertern“.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die militärische Zusammenarbeit mit dem Königreich Bulgarien.
Literaturverweise
Nimmergut, Jörg „Orden und Ehrenzeichen des Kgr. Bulgarien“ (Standardwerk zur Phaleristik).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Ausländische Orden).
Klietmann, Kurt-G. „Phaleristik Bulgarien: Die staatlichen Auszeichnungen des Zarentums“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132