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Rangdienstalter: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! Datenblatt
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! Dienstgradwesen
 
! '''Rangdienstalter'''
 
! '''Rangdienstalter'''
 
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| colspan="3" | Das Rangdienstalter (R.D.A.) ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um die Hierarchie und die Beförderungshistorie von Offizieren exakt zu dokumentieren. Es bestimmt den präzisen Rangplatz eines Offiziers innerhalb seiner Dienstgradgruppe.
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| colspan="2" | Das Rangdienstalter (RDA) war das entscheidende Kriterium für die Seniorität innerhalb des Offizier- und Unteroffizierkorps der Kriegsmarine. Es legte den exakten Zeitpunkt fest, ab dem ein Soldat seinen aktuellen Dienstgrad führte. Da bei Massenbeförderungen (insbes. innerhalb einer Crew) viele Soldaten das gleiche Datum erhielten, wurde zur weiteren Differenzierung eine Ordnungsnummer (auch Rangnummer genannt) hinzugefügt. Diese Nummer entschied bei gleichem Beförderungsdatum über das Über- und Unterordnungsverhältnis: Der Soldat mit der niedrigeren Nummer galt als dienstälter und war gegenüber Kameraden mit höherer Nummer weisungsberechtigt.
 
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! colspan="3" | Definition und Funktion
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! colspan="3" | Festlegung und Kriterien der Nummernvergabe
 
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| colspan="3" | Das R.D.A. ist das Datum, ab dem die Ernennung in einen bestimmten Dienstgrad offiziell wirksam wurde. Es ist nicht immer identisch mit dem Tag der tatsächlichen Beförderung oder der Aushändigung der Urkunde.
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| Erstfestlegung: || colspan="3" | Erfolgte bei der Ernennung zum Leutnant zur See primär nach den Abschlussleistungen (Noten) der Marineschule.
 
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| Leistungsprinzip: || colspan="3" | Wer seine Ausbildung besser abschloss, erhielt eine niedrigere Nummer und damit einen Karrierenvorsprung.
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| Vorzugsbeförderung: || colspan="3" | Bei außergewöhnlicher Tapferkeit konnte ein „altes“ RDA mit niedriger Nummer als Belohnung vergeben werden.
 
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| colspan="3" | Senioritätsprinzip: Bei zwei Offizieren mit demselben Dienstgrad (z. B. Kapitänleutnant) entscheidet das R.D.A., wer der Dienstältere ist. Derjenige mit dem früheren R.D.A. ist dem anderen gegenüber weisungsbefugt.
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| MPA-Steuerung: || colspan="3" | Die zentrale Verwaltung und Vergabe der Nummern oblag dem Marinepersonalamt (MPA) in Berlin.
 
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| colspan="3" | Zusatzbuchstaben: Oft wurde dem Datum ein Buchstabe hinzugefügt, z. B. 01.10.1942 (15), um die Reihenfolge innerhalb eines Beförderungsschubes (Jahrgang/Crew) festzulegen.
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale und Systematik
 
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| colspan="3" | Bedeutung für U-Boote: Wenn bei einem Kommandantenwechsel oder in einer Notlage auf See entschieden werden musste, wer das Kommando über eine Gruppe von Booten übernimmt, war das R.D.A. der ausschlaggebende Faktor.
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| Schreibweise: || colspan="3" | Dokumentation als Datum mit Suffix in Klammern, z. B. „01.04.42 (-15-)“.
 
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| Seniorität: || colspan="3" | Unverzichtbar zur Klärung der Befehlsgewalt bei Zusammentreffen gleichrangiger Offiziere ohne klares Unterstellungsverhältnis.
 
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! colspan="3" | Entstehung und Ende
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| Ranglisten: || colspan="3" | Jährliche Veröffentlichung in den Ranglisten der Seeoffiziere zur Herstellung von Transparenz innerhalb des Korps.
 
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| colspan="3" | Entstehung: Das System des R.D.A. wurde mit der Aufstellung der preußischen Armee und später der Kaiserlichen Marine fest verankert und in der Kriegsmarine zur Perfektion geführt.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Ende: Mit der Auflösung der Wehrmacht im Mai 1945 verloren diese Daten ihre rechtliche Kraft, bleiben aber in der historischen Forschung die primäre Quelle zur Bestimmung von Karriereverläufen.
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| Crew-Hierarchie: || colspan="3" | Innerhalb der Crew-Jahrgänge (z.B. Crew 36) regelte die Nummer die interne Reihenfolge der Kommandanten-Anwärter.
 
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| Stützpunktalltag: || colspan="3" | Die Ordnungsnummer entschied im Zweifelsfall darüber, wer als „Ältester“ am Ort die Verantwortung trug.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Prestige: || colspan="3" | Eine niedrige Nummer galt als Ausweis besonderer fachlicher Eignung und beschleunigte oft die Zuweisung zu Neubau-Booten.
 
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| colspan="3" | In Biografien hilft das R.D.A., Beförderungssprünge (z. B. „Vorzugsbeförderungen“ nach Ritterkreuzverleihungen) zu identifizieren. Ein „vordatiertes“ R.D.A. war eine häufige Form der Auszeichnung für erfolgreiche U-Boot-Kommandanten, da sie dadurch in der Rangliste an ihren Crew-Kameraden vorbeizogen.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 8 || colspan="3" | Marinepersonalamt: Grundsätzliche Bestimmungen über die Festsetzung der Rangdienstalter.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Individuelle Nachweise der RDA-Festsetzungen inklusive der Ordnungsnummern.
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Ranglisten der Seeoffiziere mit den verzeichneten Dienstaltern und Rangfolgen.
 
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| Bundesarchiv Bestand RM 6 || colspan="3" | Oberkommando der Kriegsmarine (O.K.M.). Hier liegen die Ranglisten der Deutschen Kriegsmarine. Diese gedruckten Verzeichnisse (bis 1944) sind nach Dienstgraden und innerhalb dieser nach dem R.D.A. sortiert.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Bundesarchiv Bestand PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren. Auf dem Deckblatt und im tabellarischen Lebenslauf ist für jeden erreichten Dienstgrad das exakte R.D.A. vermerkt.
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| Wikipedia/Deutschland  || colspan="3" | → [https://de.wikipedia.org/wiki/Rangdienstalter| Rangdienstalter]
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band III, Personalstatistiken).
 
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Ranglisten).
 
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| Zienert, Josef || colspan="3" | „Unsere Marine: Ein Handbuch für jedermann“ (Erklärungen zum Dienstgrad- und Rangsystem).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 11. März 2026, 16:10 Uhr

Dienstgradwesen Rangdienstalter
Das Rangdienstalter (RDA) war das entscheidende Kriterium für die Seniorität innerhalb des Offizier- und Unteroffizierkorps der Kriegsmarine. Es legte den exakten Zeitpunkt fest, ab dem ein Soldat seinen aktuellen Dienstgrad führte. Da bei Massenbeförderungen (insbes. innerhalb einer Crew) viele Soldaten das gleiche Datum erhielten, wurde zur weiteren Differenzierung eine Ordnungsnummer (auch Rangnummer genannt) hinzugefügt. Diese Nummer entschied bei gleichem Beförderungsdatum über das Über- und Unterordnungsverhältnis: Der Soldat mit der niedrigeren Nummer galt als dienstälter und war gegenüber Kameraden mit höherer Nummer weisungsberechtigt.
Festlegung und Kriterien der Nummernvergabe
Erstfestlegung: Erfolgte bei der Ernennung zum Leutnant zur See primär nach den Abschlussleistungen (Noten) der Marineschule.
Leistungsprinzip: Wer seine Ausbildung besser abschloss, erhielt eine niedrigere Nummer und damit einen Karrierenvorsprung.
Vorzugsbeförderung: Bei außergewöhnlicher Tapferkeit konnte ein „altes“ RDA mit niedriger Nummer als Belohnung vergeben werden.
MPA-Steuerung: Die zentrale Verwaltung und Vergabe der Nummern oblag dem Marinepersonalamt (MPA) in Berlin.
Spezifische Merkmale und Systematik
Schreibweise: Dokumentation als Datum mit Suffix in Klammern, z. B. „01.04.42 (-15-)“.
Seniorität: Unverzichtbar zur Klärung der Befehlsgewalt bei Zusammentreffen gleichrangiger Offiziere ohne klares Unterstellungsverhältnis.
Ranglisten: Jährliche Veröffentlichung in den Ranglisten der Seeoffiziere zur Herstellung von Transparenz innerhalb des Korps.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Crew-Hierarchie: Innerhalb der Crew-Jahrgänge (z.B. Crew 36) regelte die Nummer die interne Reihenfolge der Kommandanten-Anwärter.
Stützpunktalltag: Die Ordnungsnummer entschied im Zweifelsfall darüber, wer als „Ältester“ am Ort die Verantwortung trug.
Prestige: Eine niedrige Nummer galt als Ausweis besonderer fachlicher Eignung und beschleunigte oft die Zuweisung zu Neubau-Booten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Grundsätzliche Bestimmungen über die Festsetzung der Rangdienstalter.
BArch PERS 6 Personalakten: Individuelle Nachweise der RDA-Festsetzungen inklusive der Ordnungsnummern.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Ranglisten der Seeoffiziere mit den verzeichneten Dienstaltern und Rangfolgen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band III, Personalstatistiken).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Ranglisten).
Zienert, Josef „Unsere Marine: Ein Handbuch für jedermann“ (Erklärungen zum Dienstgrad- und Rangsystem).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132