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Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! '''Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte''' (B.d.A.)
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! '''Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte'''
 
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| colspan="3" | Am 01.01.1930 wurde die Dienststelle des Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte geründet. Die Dienststelle stand zwischen dem Flottenchef und den ihm unterstellten Führern (F.d.M. und F.d.T.). Sein Aufgabenfeld umfasste:
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| colspan="2" | Die Dienststelle des B.d.A. wurde am 01.01.1930 gegründet und fungierte als operative Zwischeninstanz zwischen dem Flottenchef und den Fachführern (F.d.T., F.d.M.). Zu den Aufgaben gehörten die taktische Ausbildung, Personalwirtschaft, Erstellung von Schießplänen sowie die Begutachtung technischer Änderungen. Dem B.d.A. unterstanden die Kreuzer, Torpedoboote, Minensuchboote und später die Zerstörer sowie zeitweise die 1. Schnellbootsflottille. Bei Kriegsausbruch 1939 operierte der B.d.A. als Seebefehlshaber Ost und führte Minenunternehmungen in der Nordsee durch. Während Unternehmen „Weserübung“ (1940) leitete er die Kriegsschiffgruppe 3 gegen Bergen, bevor die Dienststelle am 01.08.1940 zum B.d.K. umbenannt wurde.
 
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| colspan="3" | Durchführung der taktischen Ausbildung ihrer Verbände nach den vom Flottenkommando gegebenen Richtlinien und und Weiterentwicklung der Taktik
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: || colspan="3" | 01.01.1930; zentrale Leitungsinstanz für Aufklärungsverbände der Flotte.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Taktikentwicklung; Personalwesen; technische Durchgangsstelle; Gerichtsherr I. Instanz.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Flottenkommando; nachgeordnet waren u. a. F.d.T., F.d.M. und Zerstörerverbände.
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| Ende: || colspan="3" | 01.08.1940; Umbenennung in Befehlshaber der Kreuzer (B.d.K.).
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale
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| Verbände: || colspan="3" | Kreuzer; Zerstörer; Torpedo- und Minensuchboote; 1. Schnellbootsflottille (bis 1937).
 
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| colspan="3" | Begutachtung aller Anträge auf Ausführung von kleineren Änderungen auf schiffbaulichem, maschinenbaulichen und waffentechnischem Gebiet bzw. auf dem Gebiete des Nachrichtenwesens (unmittelbarer Verkehr mit Werft, Inspektionen)
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| Operationen: || colspan="3" | Seebefehlshaber Ost (1939); Leitung Gruppe 3 Bergen (Weserübung 1940) auf Kreuzer „Köln“.
 
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| colspan="3" | Aufstellen der Jahresschießpläne
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| Kompetenz: || colspan="3" | Unmittelbarer Verkehr mit Werften und Inspektionen bei waffentechnischen Abänderungsanträgen.
 
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| colspan="3" | Entscheidungen zu den Berichten der Kommandos
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| colspan="3" | Beschickung von Offizierslehrgängen, Personalwirtschaft, Fachschulangelegenheiten
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Verwaltungsangelegenheiten, die den Befehlshabern durch das Flottenkommando besonders zugewiesen waren.
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| colspan="3" | Der Befehlshaber war "Durchgangsstelle" für Angelegenheiten der Offiziere und Beamten, Ausrüstungsfragen, Angelegenheiten des Kranken- und Gesundheitsdienstes, Havarien, artillerie-, torpedo- und sperrtechnische sowie schiffbau- und maschinenbauliche Abänderungsanträge. Der Befehlshaber war Gerichtsherr I. Instanz.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Die unterstellten Zerstörer und Torpedoboote sicherten die Auslaufwege der U-Boote in Nord- und Ostsee.
 
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| colspan="3" | Dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte unterstanden die Kreuzer, Torpedoboote und Minensuchboote der Reichsmarine. Die ihm unterstellten Torpedo- und Minensuchboote wurden im Herbst 1933 unter dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) und dem Führer der Minensuchboote (F.d.M.) zusammen gefasst. Ihm unterstanden weiterhin die im Laufe der 30er Jahre zur Flotte hinzukommenden Zerstörer direkt. Vom 01.08.1932 an war dem B.d.A. unmittelbar die 1. Schnellbootshalbflottille, ab dem 01.10.1935 1. Schnellbootsflottille, nachgeordnet, bis diese zum 01.04.1937 dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt wurde. Mit Kriegsausbruch schieden die Minensuchboote aus dem B.d.A.-Verband aus, die traten unter den Befehl des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee bzw. der Nordsee. Mit Kriegsausbruch wurde der B.d.A. zugleich Seebefehlshaber Ost, wurde dann vorübergehend in die Nordsee verlegt und führte dort im englischen Küstenvorfeld im September und Oktober 1939 Minen- und sonstige Unternehmungen aus. Im Herbst 1939 wurde der Befehlsbereich des Führers der Torpedoboote (F.d.T.) aufgeteilt: Die Zerstörer kamen nun zum neu geschaffenen Führer der Zerstörer (F.d.Z.), die Torpedoboote und Schnellboote blieben beim Führer der Torpedoboote (F.d.T.).  Im April 1940 führte der B.d.A. während des Unternehmens "Weserübung" auf dem Kreuzer >>Köln<< die Kriegsschiffgruppe 3 mit dem Ziel Bergen. Am 01.08.1940 wurde der Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte (B.d.A.) in Befehlshaber der Kreuzer (B.d.K.) umbenannt.
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| Taktik: || colspan="3" | Weiterentwicklung der gemeinsamen Luft- und Seeaufklärung, essenziell für die Zielführung der Boote.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Koordinierung der Fachschulangelegenheiten für Personal, das teilweise zur U-Boot-Waffe wechselte.
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 50 || colspan="3" | Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte: Kriegstagebücher und Akten zur Verbandsführung.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über Operationen in der Nordsee und Norwegen 1939/40.
 
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| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/BefehlshaberMarine/BdA.htm | → Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge der Befehlshaber (z. B. Vizeadmiral Hubert Schmundt).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I: Operative Führung).
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
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| Koop / Schmolke || colspan="3" | „Die Leichten Kreuzer der Königsberg- und Leipzig-Klasse“.
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 12. März 2026, 13:52 Uhr

Dienststelle Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte
Die Dienststelle des B.d.A. wurde am 01.01.1930 gegründet und fungierte als operative Zwischeninstanz zwischen dem Flottenchef und den Fachführern (F.d.T., F.d.M.). Zu den Aufgaben gehörten die taktische Ausbildung, Personalwirtschaft, Erstellung von Schießplänen sowie die Begutachtung technischer Änderungen. Dem B.d.A. unterstanden die Kreuzer, Torpedoboote, Minensuchboote und später die Zerstörer sowie zeitweise die 1. Schnellbootsflottille. Bei Kriegsausbruch 1939 operierte der B.d.A. als Seebefehlshaber Ost und führte Minenunternehmungen in der Nordsee durch. Während Unternehmen „Weserübung“ (1940) leitete er die Kriegsschiffgruppe 3 gegen Bergen, bevor die Dienststelle am 01.08.1940 zum B.d.K. umbenannt wurde.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 01.01.1930; zentrale Leitungsinstanz für Aufklärungsverbände der Flotte.
Aufgabe: Taktikentwicklung; Personalwesen; technische Durchgangsstelle; Gerichtsherr I. Instanz.
Unterstellung: Flottenkommando; nachgeordnet waren u. a. F.d.T., F.d.M. und Zerstörerverbände.
Ende: 01.08.1940; Umbenennung in Befehlshaber der Kreuzer (B.d.K.).
Spezifische Merkmale
Verbände: Kreuzer; Zerstörer; Torpedo- und Minensuchboote; 1. Schnellbootsflottille (bis 1937).
Operationen: Seebefehlshaber Ost (1939); Leitung Gruppe 3 Bergen (Weserübung 1940) auf Kreuzer „Köln“.
Kompetenz: Unmittelbarer Verkehr mit Werften und Inspektionen bei waffentechnischen Abänderungsanträgen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitschutz: Die unterstellten Zerstörer und Torpedoboote sicherten die Auslaufwege der U-Boote in Nord- und Ostsee.
Taktik: Weiterentwicklung der gemeinsamen Luft- und Seeaufklärung, essenziell für die Zielführung der Boote.
Ausbildung: Koordinierung der Fachschulangelegenheiten für Personal, das teilweise zur U-Boot-Waffe wechselte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 50 Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte: Kriegstagebücher und Akten zur Verbandsführung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über Operationen in der Nordsee und Norwegen 1939/40.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Befehlshaber (z. B. Vizeadmiral Hubert Schmundt).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I: Operative Führung).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Koop / Schmolke „Die Leichten Kreuzer der Königsberg- und Leipzig-Klasse“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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