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Marineartilleriezeugamt Kiel-Dietrichsdorf: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 8. Februar 2026, 14:09 Uhr

Datenblatt Marineartilleriezeugamt Kiel-Dietrichsdorf
Das Marineartilleriezeugamt Kiel-Dietrichsdorf (M.A.Za.) war für die gesamte Lebensdauer der U-Boot-Waffe (von der Reichsmarine bis zum Kriegsende) die zentrale Stelle für die Ausrüstung der Schiffe mit Artilleriematerial und Munition im Raum Kiel.
Historischer Kontext & Organisation
Wurzeln: Nach der Verlegung des Minendepots Friedrichsort nach Dietrichsdorf (1922) firmierte die Stelle zunächst als Munitions- und Sperrdepot.
Entwicklung (Reichsmarine): Nach der Ausgliederung der Sperrwaffe (1925) wurde es zum Marinemunitionsdepot und ab 01.10.1929 zum Marineartilleriedepot.
Expansion (Kriegsmarine): Ab 01.10.1935 hieß die Dienststelle Marineartilleriezeugamt Kiel-Dietrichsdorf. Ihm unterstand zeitweise das Nebenzeugamt Segeberg-Fahrenkrug (ein wichtiges unterirdisches Munitionslager).
Letzte Phase: Am 20.07.1943 erfolgte die finale Umbenennung in Marineartilleriearsenal Kiel-Dietrichsdorf.
Funktion: Die Dienststelle war für die Lagerung, Wartung und Ausgabe von Schiffsgeschützen, Flak-Waffen sowie der zugehörigen Munition verantwortlich.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausrüstung von Neubauten: Da Kiel ein Hauptstandort für den U-Boot-Bau war (Germaniawerft, Deutsche Werke), koordinierte das M.A.Za. die Erstausrüstung der Boote mit Deckgeschützen und Flak-Bewaffnung.
Munitionsversorgung: Einlaufende Frontboote sowie Schulboote der Ausbildungseinheiten in der Ostsee bezogen ihre Artillerie-Munition über dieses Zeugamt bzw. Arsenal.
Waffenoffiziere (W): In dieser Dienststelle waren verstärkt Offiziere der waffentechnischen Laufbahn (W) als Betriebsoffiziere oder Abteilungsleiter eingesetzt, um die technische Abnahme und Instandsetzung der Geschütze sicherzustellen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Verfügungen der Marineleitung zur Organisation der Artilleriezeugämter und Depots in der Ostsee.
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur personellen Besetzung der Waffenoffiziersstellen (W) im Marineartilleriearsenal Kiel-Dietrichsdorf.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Lagerung und Ausgabe von Marinemunition im Bereich des M.A.Za. Kiel.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Organisation der Artillerie-Einrichtungen an Land).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten. (Bietet Details zur logistischen Kette zwischen Zeugämtern und Batterien).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet Kontext zum Rüstungsstandort Kiel-Dietrichsdorf und dessen Bedeutung für die Flotte).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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