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II. Schiffsstammabteilung der Ostsee: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Am 21.09.1920 wurden alle Landmarinedienststellen der Marinestation der Ostsee dem Befehlshaber der Landstreitkräfte unterstellt. Als Standort des Befehlshabers der Landstreitkräfte und der Schiffsstammdivision der Ostsee wurde Stralsund ausgewählt. Am 24.10.1920 hielt die Schiffsstammdivision der Ostsee offiziell auf dem Dänholm Einzug. Sie bestand aus 3 Infanteriekompanien und 1 Maschinengewehrkompanie.
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| || colspan="3" | Am 01.03.1922 wurde die Schiffsstammdivision der Ostsee in zwei Abteilungen untergliedert. Der Stab und die I. Abteilung hatten ihren Standort in Kiel. Die II. Abteilung war in Stralsund auf dem Dänholm stationiert.
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| || colspan="3" | Am 01.02.1934 wurde die Schiffsstammdivision der Ostsee aufgelöst. Die Stralsunder Abteilung erhielt die Bezeichnung II. Schiffsstammabteilung der Ostsee.
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| colspan="3" | Die II. Schiffsstammabteilung der Ostsee war eine der grundlegenden Ausbildungseinheiten für das personelle Fundament der Marine und ein wichtiger Durchlaufpunkt für künftige Besatzungen von U-Booten.
 
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| || colspan="3" | Die II. Schiffsstammabteilung der Ostsee hatte einen Stab und 2 Kompanien. Sie war für die militärische [[Grundausbildung]] der [[Rekrut|Rekruten]] und des Offiziersnachwuchses zuständig. Bei der militärischen [[Grundausbildung]] wurde Infanteriedienst durchgeführt sowie Kenntnisse der Seemannschaft vermittelt.
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Aktuelle Version vom 1. Februar 2026, 08:45 Uhr

Datenblatt: II. Schiffsstammabteilung der Ostsee
Die II. Schiffsstammabteilung der Ostsee war eine der grundlegenden Ausbildungseinheiten für das personelle Fundament der Marine und ein wichtiger Durchlaufpunkt für künftige Besatzungen von U-Booten.
Organisation und Standorte
Die Abteilung wurde in der Reichsmarine formiert und hatte ihren traditionsreichen Sitz auf dem Dänholm in Stralsund. Sie unterstand der Schiffsstammdivision der Ostsee in Kiel. Im Zuge der Aufrüstung zur Kriegsmarine wurde die Abteilung massiv erweitert und später im Jahr 1940 teilweise verlegt, um Platz für neue Ausbildungskontingente zu schaffen. Ein Kommandant, der seine Karriere in der Reichsmarine begann (beispielsweise als Fähnrich zur See), absolvierte hier oft seine Zeit als Gruppenoffizier oder Ausbilder für Rekruten.
Aufgaben und Ausbildungsprofil
Grundausbildung: Die Hauptaufgabe war die infanteristische und seemännische Erstausbildung der Rekruten. Hier lernten die Männer den Dienst an der Pistole 08 und dem Karabiner, was die Basis für spätere Rollen als Wachgänger bildete.
Fachliche Weichenstellung: Während der Zeit in der Abteilung erfolgte die Auswahl für Speziallaufbahnen. Wer Talent für den Signaldienst oder die Navigation zeigte, wurde für entsprechende Lehrgänge vorgemerkt.
Personalreservoir: Die Abteilung verwaltete die Personalreserve für die Ostseestation. Soldaten, die auf ihre Versetzung zu den Unterseeboots-Lehr-Divisionen oder zur 1. Marine-Nachrichtenabteilung warteten, wurden hier administrativ geführt.
Bedeutung für die U-Boot-Waffe
Viele Besatzungsmitglieder, die später auf U-Booten dienten, erhielten in der II. Schiffsstammabteilung ihr militärisches Fundament. Die hier gedrillte Disziplin und Ordnung war die Voraussetzung, um später in den technischen Lehrgängen (wie dem Navigationslehrgang) bestehen zu können. Für die Offiziere bot der Dienst in der Abteilung die Gelegenheit, frühzeitig Führungserfahrung zu sammeln, bevor sie als Wachoffizier oder Flaggleutnant auf See gingen.
Das Ende 1945
Gegen Kriegsende wurde der Ausbildungsbetrieb eingestellt. Die Abteilung wurde zur Aufstellung von Marine-Schützen-Verbänden herangezogen, um die Küstenabschnitte gegen herannahende Bodentruppen zu verteidigen. Das verbliebene Personal geriet nach der Kapitulation im Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft.
Quellenangabe
Bundesarchiv, Signatur RM 20 Dienststellen der Reichsmarine. Online-Recherche. Enthält die Gründungsunterlagen und Gliederungspläne der Schiffsstammdivision.
Bundesarchiv, Signatur RM 11 Schiffsstamm-Einheiten der Kriegsmarine. Dokumentiert die Stammrollen und den Ausbildungsbetrieb der II. Abteilung.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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