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Marinelehrwerkstatt: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 28. Januar 2026, 18:42 Uhr

4. U-Lehrdivision ← Marinelehrwerkstatt → U-Boote Nordsee

Marinelehrwerkstatt
Bevor im Oktober 1943 die spezialisierten Kriegsschiffbaulehrabteilungen (K.L.A.) formal als eigenständige Verbände aufgestellt wurden, übernahmen die Marinelehrwerkstätten gemeinsam mit den Baubelehrungskommados deren Aufgaben. Sie waren die direkten funktionalen Vorgänger.
Die Ära der Baubelehrungskommados (bis ca. 1943)
In der frühen Phase des Krieges gab es noch keine zentralen Lehrabteilungen für den Neubau. Die Ausbildung direkt am Objekt lief über:
Baubelehrungs-Gruppen: Sobald ein U-Boot oder Schiff in die Endausrüstung ging, wurde das Personal von den Stammkompanien direkt in die Marinelehrwerkstätten der Werften (z.B. Deutsche Werke Kiel oder Germaniawerft) geschickt.
Werkstatt-Integration: Die Lehrwerkstätten dienten als "Klassenzimmer". Die Soldaten waren dort keine Gäste, sondern wurden in den Arbeitsprozess integriert, um die Komplexität der Schiffsmaschinen (Diesel, E-Maschinen, Horchanlagen) von Grund auf zu verstehen.
Die Marinelehrwerkstatt als technisches Bindeglied
Die Marinelehrwerkstatt in Kiel war das Bindeglied zwischen der theoretischen Ausbildung (an den Technischen Marineschulen) und der Frontreife.
Vorgänger-Funktion: Während die späteren K.L.A. eher administrativ die gesamte Besatzung (vom Koch bis zum Kommandanten) durch die Bauphase schleusten, lag der Fokus der Lehrwerkstätten rein auf der technischen Meisterschaft.
Spezialkurse: Lange vor der Gründung der K.L.A. hielten die Lehrwerkstätten bereits Kurse für "Spezialmechaniker" ab, die später das Rückgrat der technischen Züge in den K.L.A. bildeten.
Übergang in die Kriegsschiffbaulehrabteilungen (K.L.A.)
Ab 1943 wurde das System aufgrund der massiven Neubauprogramme (besonders Typ XXI) professionalisiert:
Die Kriegsschiffbaulehrabteilung für Unterseeboote (U-K.L.A.) übernahm die Koordination.
Die Marinelehrwerkstätten blieben jedoch die physischen Orte, an denen die K.L.A. ihre praktische Ausbildung durchführte. Ohne die Infrastruktur der Lehrwerkstätten hätten die K.L.A. nur "trocken" in Kasernen ausbilden können.
In Kiel war insbesondere die U-K.L.A. (unterstellt dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung) aktiv, die eng mit den Werkstätten im Marinearsenal kooperierte.
Zusammenfassend: Die Marinelehrwerkstätten waren die praktische Basis, aus der die K.L.A. als organisatorischer Überbau hervorgingen. Sie stellten das Werkzeug, die Modelle und die Meister, während die K.L.A. später die militärische Formierung der gesamten Besatzung übernahm.
Die Standorte waren dort, wo die Marinelehrwerkstätten und die großen Werften angesiedelt waren.
Boote bei der Marinelehrwerkstatt (soweit ermittelt)
→ Unterseeboot U 1 → Unterseeboot U 2 → Unterseeboot U 3
→ Unterseeboot U 4 → Unterseeboot U 5 → Unterseeboot U 6
→ Unterseeboot U 7 → Unterseeboot U 8 → Unterseeboot U 9
→ Unterseeboot U 10 → Unterseeboot U 11 → Unterseeboot U 12
→ Unterseeboot U 13 → Unterseeboot U 14 → Unterseeboot U 15
→ Unterseeboot U 16 → Unterseeboot U 17 → Unterseeboot U 25
→ Unterseeboot U 26 → Unterseeboot U 27 → Unterseeboot U 29
→ Unterseeboot U 31 → Unterseeboot U 32 → Unterseeboot U 34
→ Unterseeboot U 35 → Unterseeboot U 37 → Unterseeboot U 38
→ Unterseeboot U 43 → Unterseeboot U 44 → Unterseeboot U 45
→ Unterseeboot U 46 → Unterseeboot U 47 → Unterseeboot U 48
→ Unterseeboot U 49 → Unterseeboot U 50 → Unterseeboot U 51
→ Unterseeboot U 54 → Unterseeboot U 57 → Unterseeboot U 61
→ Unterseeboot U 94 → Unterseeboot U 95
Alle Angaben ohne Gewähr !!!
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