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Offiziershauptprüfung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! Datenblatt
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! Ausbildung
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! '''Offiziers-Hauptprüfung'''
 
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| colspan="3" | Die Seeoffizier-Hauptprüfung (oft nur Hauptprüfung genannt) war das alles entscheidende Examen am Ende des Hauptlehrgangs an der Marineschule Mürwik. Sie entschied darüber, ob ein Fähnrich charakterlich und fachlich geeignet war, die Laufbahn eines Offiziers einzuschlagen. Die Prüfung gliederte sich in drei wesentliche Bereiche:
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| colspan="3" | Die Offiziers-Hauptprüfung war das finale Examen und der formale Abschluss der akademischen Offiziersausbildung in der Kriegsmarine. Sie war für alle Laufbahnen (Seeoffiziere, Ingenieuroffiziere, Sanitätsoffiziere etc.) obligatorisch und markierte den entscheidenden Übergang vom Anwärterstatus zum verantwortlichen Vorgesetzten.
 
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! colspan="3" | Schriftliche und mündliche Fachprüfung
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Prüfungsablauf
 
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| colspan="3" | Hier wurde das gesamte theoretische Wissen abgefragt, das während des rund neunmonatigen Lehrgangs (im Krieg verkürzt) vermittelt wurde:
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| Terminierung: || colspan="3" | Das Examen fand am Ende der theoretischen Hauptlehrgänge statt (z. B. an der M.S.M. Mürwik für Seeoffiziere oder der Marineschule Kiel-Wik für Ingenieure).
 
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| colspan="3" | Navigation: Berechnung von Kursen, Gezeitenkunde und insbesondere die Astronavigation (Bestimmung des Standorts mittels Sextant).
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| Phase 1: Schriftlich || colspan="3" | Eine Woche intensiver Klausuren in Navigation, Mathematik, Physik und Taktik. Aufgaben waren auf extremen Zeitdruck ausgelegt; Rechenfehler in der Navigation galten als "Schiffsverlust" und führten zum sofortigen Nichtbestehen.
 
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| colspan="3" | Waffenkunde: Grundprinzipien der Schiffsartillerie, Torpedotechnik und Sperrwaffen (Minen).
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| Phase 2: Praktisch || colspan="3" | Durchführung von Gestirnsmessungen mit dem Sextanten bei jedem Wetter. Ab 1941 wurde hierbei verstärkt der Ausfall technischer Hilfsmittel simuliert, um die Autarkie des Offiziers auf See zu prüfen.
 
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| colspan="3" | Seemannschaft: Manövrierlehre, Kenntnis der Ausweichregeln (KVR) und Schiffsstabilität.
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| Phase 3: Mündlich || colspan="3" | Das „Große Kreuzverhör“ vor einer Hochwert-Kommission. Es wurden weniger Wissensfragen als vielmehr taktische Dilemmata gestellt. Bewertet wurde die „Offizierspersönlichkeit“: Stimme, Haltung und die Bestimmtheit der Befehlsgebung unter Stress.
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| colspan="3" | Taktik & Signaldienst: Grundverständnis von Flottenmanövern und Morse-/Winkersignalen.
 
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! colspan="3" | Praktische Prüfung (Seekadettenprüfung)
 
 
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| colspan="3" | Obwohl der Hauptlehrgang theoretisch war, mussten die Anwärter beweisen, dass sie die Theorie in die Praxis umsetzen konnten. Dies geschah oft auf Schulbooten in der Flensburger Förde:
 
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| colspan="3" | Schiffsführung: Führen eines Bootes unter Aufsicht, An- und Ablegemanöver.
 
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| colspan="3" | Exerzieren: Führen einer Abteilung an Land, um die Befehlsgewalt und das Auftreten zu prüfen.
 
 
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! colspan="3" | Die Charakterliche Eignung (Das Offizierkorps)
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! colspan="3" | Laufbahnspezifische Schwerpunkte & Tradition
 
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| colspan="3" | Das Besondere an der deutschen Marineausbildung war, dass man die Prüfung rein fachlich bestehen konnte, aber dennoch scheitern konnte.
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| Fachgebiete: || colspan="3" | Je nach Laufbahn lag der Fokus auf Navigation und Taktik (See) oder Maschinenkunde und Statik (Ing.). Einheitlich geprüft wurden Menschenführung, Disziplinarrecht und Seekriegsrecht.
 
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| colspan="3" | Eignungsurteil: Die Ausbilder und der Kommandeur der Marineschule gaben ein Urteil über die Persönlichkeit ab.
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| Die „Kriegshauptprüfung“: || colspan="3" | Ab 1940/41 wurde die Prüfung pragmatischer. Akademische Tiefe wich der harten Notwendigkeit der Frontreife (Fokus auf Schadensbekämpfung und Navigation in Minengebieten).
 
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| colspan="3" | Wahl durch das Offizierkorps: Nach bestandener Prüfung musste der Anwärter zur Beförderung zum Oberfähnrich bzw. Leutnant vom Offizierkorps seines späteren Verbandes „angenommen“ werden. Ein negatives Votum konnte die Karriere beenden, selbst wenn die Noten exzellent waren.
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| Abschluss-Ritual: || colspan="3" | Unmittelbar nach Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgte die Beförderung zum Oberfähnrich. Ab diesem Moment durften die Absolventen den Offiziersdolch als äußeres Rangabzeichen tragen.
 
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! colspan="3" | Kriegsbedingte Änderungen (Crews 37/38)
 
 
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| colspan="3" | Für die von Ihnen recherchierten Crews wurde die Prüfung ab 1939 „gestrafft“. Man verzichtete auf tiefergehende wissenschaftliche Prüfungsfächer (z. B. komplexe Meereskunde oder höhere Mathematik) und konzentrierte sich rein auf die Fronttauglichkeit. Die Prüfung wurde zum „Kriegsexamen“, wobei die Seeausdauer und die schnelle taktische Entscheidung höher gewichtet wurden als die akademische Präzision.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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! colspan="3" | Basierend auf der Marine-Dienstvorschrift Nr. 154 (Prüfungsordnung für Seeoffiziere)
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| Selektionsinstrument: || colspan="3" | Das „Prädikat“ (die Note) war entscheidend. Ein „Genügend“ verbaute oft den Weg zur prestigeträchtigen U-Boot-Waffe; gesucht waren Absolventen mit überdurchschnittlichen Leistungen in technischen und taktischen Fächern.
 
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| Qualifikation: || colspan="3" | Das Bestehen war die zwingende Voraussetzung für die Ernennung zum Oberfähnrich und die Zulassung zu den finalen Waffenlehrgängen (z.B. [[Torpedooffizierslehrgang]]).
 
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| colspan="3" | In der Zeit der Crews 37 und 38 war das Bestehen dieser Prüfung die Voraussetzung für die Ernennung zum Oberfähnrich zur See. Die Benotung erfolgte meist nach dem System 1 bis 9 (wobei 1 vorzüglich und 9 völlig ungenügend war).
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch PERS 6) dokumentiert dieser Meilenstein den Abschluss der wissenschaftlichen Vorbereitung für den Kriegsdienst auf See.
 
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! colspan="3" | Die Prüfungsfächer und ihre Gewichtung
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| colspan="3" | Die Prüfung gliederte sich in drei Fächergruppen, wobei die Gruppe A das höchste Gewicht für die spätere Verwendung auf Schiffen und U-Booten hatte:
 
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! colspan="3" | Gruppe A: Nautik und Seemannschaft (Die Kernfächer)
 
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| colspan="3" | Navigation I (Astronavigation): Berechnung des Standorts nach Gestirnen (Sonne, Mond, Sterne). Besonders wichtig für U-Boote bei Fernfahrten.
 
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| colspan="3" | Navigation II (Terrestrik & Funk): Koppeln, Küstenfahrt, Peilwesen und Gezeitenkunde.
 
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| colspan="3" | Seemannschaft: Manövrierlehre, Dienst an Bord, Sicherheitsvorschriften und das Verhalten in Seenot.
 
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| colspan="3" | Signaldienst: Praktisches Morsen (Licht), Winken (Flaggen) und Kenntnis des Internationalen Signalbuchs.
 
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! colspan="3" | Gruppe B: Militärische und Technische Grundlagen
 
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| colspan="3" | Waffenkunde (Artillerie): Ballistik, Geschützkunde und Feuerleitung.
 
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| colspan="3" | Waffenkunde (Torpedo & Sperrwesen): Funktion von Torpedos, Zündertypen und Minenkunde. Absolutes Kernfach für angehende U-Boot-Fahrer.
 
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| colspan="3" | Schiffskunde & Maschinenlehre: Aufbau von Kriegsschiffen, Leckabwehr und Grundwissen über Verbrennungsmotoren (Diesel).
 
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| colspan="3" | Nachrichtenkunde: Funktechnik und Verschlüsselung (Grundlagen Enigma).
 
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! colspan="3" | Gruppe C: Führung und Recht
 
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| colspan="3" | Taktik: Grundzüge der Verbandsführung und Seekriegführung.
 
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| colspan="3" | Militärische Führung: Disziplinarrecht, Beschwerdeordnung und Menschenführung.
 
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| colspan="3" | Seekriegsrecht: Prisenordnung, Verhalten gegenüber neutralen Schiffen und internationales Völkerrecht.
 
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| colspan="3" |Geschichte: Marine- und Kriegsgeschichte zur Traditionsbildung.
 
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! colspan="3" | Der "Charakter-Faktor"
 
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Kriegsmarine (Enthalten die individuellen Zeugnisse der Hauptprüfung und Charakterbeurteilungen für alle Offizierslaufbahnen).
 
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| colspan="3" | Die rein fachliche Note wurde durch das Eignungsurteil des Kommandeurs der Marineschule Mürwik ergänzt. Dieses Urteil floss in die Rangliste der Crew ein und entschied über die Reihenfolge der Beförderungen.
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Bildungswesens der Marine. Beinhaltet die fachspezifischen Prüfungsordnungen der verschiedenen Marineschulen.
 
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! colspan="3" | Kriegsbedingte Straffung (ab Crew 38)
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| colspan="3" | Mit Kriegsbeginn wurden die Fächer der Gruppe C und die theoretische Astronavigation zugunsten einer schnelleren Ausbildung gekürzt. Die Prüfung wurde zur „Kriegshauptprüfung“:
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Band II (Systematische Darstellung des Prüfungswesens).
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| colspan="3" | Fokus auf praktische Torpedokunde und Nahbereichs-Navigation.
 
 
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| colspan="3" | Verkürzung der schriftlichen Klausuren von mehreren Tagen auf kompakte Prüfungsmodule.
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945". (Informationen zur fachlichen Auslese der Kommandantenlaufbahn).
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| Güth, Rolf || colspan="3" | "Die Marineausbildung im Wandel" (Details zur pädagogischen und militärischen Gewichtung der Hauptprüfung).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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! colspan="3" | Quellenangabe
 
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| Marine-Dienstvorschrift Nr. 154 || colspan="3" | Prüfungsordnung für die Seeoffiziere der Kriegsmarine. Dies ist das „Gesetzbuch“ für die Hauptprüfung. Darin ist genau festgelegt, welche Fächer schriftlich und welche mündlich geprüft wurden.
 
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| Marine-Dienstvorschrift Nr. 151 || colspan="3" | Bestimmungen für die Ausbildung der Seeoffizieranwärter. Hier finden Sie die Gewichtung zwischen fachlicher Leistung und „charakterlicher Beurteilung“.
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 13:48 Uhr

Ausbildung Offiziers-Hauptprüfung
Die Offiziers-Hauptprüfung war das finale Examen und der formale Abschluss der akademischen Offiziersausbildung in der Kriegsmarine. Sie war für alle Laufbahnen (Seeoffiziere, Ingenieuroffiziere, Sanitätsoffiziere etc.) obligatorisch und markierte den entscheidenden Übergang vom Anwärterstatus zum verantwortlichen Vorgesetzten.
Historischer Kontext & Prüfungsablauf
Terminierung: Das Examen fand am Ende der theoretischen Hauptlehrgänge statt (z. B. an der M.S.M. Mürwik für Seeoffiziere oder der Marineschule Kiel-Wik für Ingenieure).
Phase 1: Schriftlich Eine Woche intensiver Klausuren in Navigation, Mathematik, Physik und Taktik. Aufgaben waren auf extremen Zeitdruck ausgelegt; Rechenfehler in der Navigation galten als "Schiffsverlust" und führten zum sofortigen Nichtbestehen.
Phase 2: Praktisch Durchführung von Gestirnsmessungen mit dem Sextanten bei jedem Wetter. Ab 1941 wurde hierbei verstärkt der Ausfall technischer Hilfsmittel simuliert, um die Autarkie des Offiziers auf See zu prüfen.
Phase 3: Mündlich Das „Große Kreuzverhör“ vor einer Hochwert-Kommission. Es wurden weniger Wissensfragen als vielmehr taktische Dilemmata gestellt. Bewertet wurde die „Offizierspersönlichkeit“: Stimme, Haltung und die Bestimmtheit der Befehlsgebung unter Stress.
Laufbahnspezifische Schwerpunkte & Tradition
Fachgebiete: Je nach Laufbahn lag der Fokus auf Navigation und Taktik (See) oder Maschinenkunde und Statik (Ing.). Einheitlich geprüft wurden Menschenführung, Disziplinarrecht und Seekriegsrecht.
Die „Kriegshauptprüfung“: Ab 1940/41 wurde die Prüfung pragmatischer. Akademische Tiefe wich der harten Notwendigkeit der Frontreife (Fokus auf Schadensbekämpfung und Navigation in Minengebieten).
Abschluss-Ritual: Unmittelbar nach Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgte die Beförderung zum Oberfähnrich. Ab diesem Moment durften die Absolventen den Offiziersdolch als äußeres Rangabzeichen tragen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Selektionsinstrument: Das „Prädikat“ (die Note) war entscheidend. Ein „Genügend“ verbaute oft den Weg zur prestigeträchtigen U-Boot-Waffe; gesucht waren Absolventen mit überdurchschnittlichen Leistungen in technischen und taktischen Fächern.
Qualifikation: Das Bestehen war die zwingende Voraussetzung für die Ernennung zum Oberfähnrich und die Zulassung zu den finalen Waffenlehrgängen (z.B. Torpedooffizierslehrgang).
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch PERS 6) dokumentiert dieser Meilenstein den Abschluss der wissenschaftlichen Vorbereitung für den Kriegsdienst auf See.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten der Kriegsmarine (Enthalten die individuellen Zeugnisse der Hauptprüfung und Charakterbeurteilungen für alle Offizierslaufbahnen).
BArch RM 123 Akten der Inspektion des Bildungswesens der Marine. Beinhaltet die fachspezifischen Prüfungsordnungen der verschiedenen Marineschulen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Band II (Systematische Darstellung des Prüfungswesens).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945". (Informationen zur fachlichen Auslese der Kommandantenlaufbahn).
Güth, Rolf "Die Marineausbildung im Wandel" (Details zur pädagogischen und militärischen Gewichtung der Hauptprüfung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132