U 5: Unterschied zwischen den Versionen
Aus U-Boot-Archiv Wiki
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! colspan="3" | '''Unterseeboot U 5''' | ! colspan="3" | '''Unterseeboot U 5''' | ||
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| + | | colspan="3" | U 5 war ein Boot vom [[II A|Typ II A]] der deutschen [[Kriegsmarine]]. Aufgrund seiner geringen Größe und der beschränkten Reichweite des als „Einbaum“ bekannten Typs wurde das Boot vornehmlich zur Ausbildung in der [[U-Bootschulflottille]] genutzt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs absolvierte U 5 insgesamt 2 Unternehmungen, wobei sich die Einsatzgebiete auf die Nordsee, das Skagerrak sowie das Kattegat konzentrierten. Während dieser Überwachungs- und Sicherungsfahrten erzielte das Boot keine Versenkungen oder Beschädigungen feindlicher Schiffe. Im April 1940 nahm das Boot im Rahmen des [[Unternehmen Weserübung|Unternehmens Weserübung]] an der Besetzung Norwegens teil und operierte dabei als Teil der Gruppe 8 im Seegebiet vor Lindesnes. Nach dem Abschluss der Operationen vor Norwegen im Mai 1940 wurde U 5 endgültig aus dem Frontdienst gezogen und fortan ausschließlich als Schulboot bei der [[21. U-Flottille]] in der Ostsee verwendet. Das Schicksal des Bootes endete am 19.03.1943 gegen 11:00 Uhr westlich von Pillau. Während eines Alarmtauchmanövers kam es infolge eines Bedienungsfehlers am Turmluk zu einem massiven Wassereinbruch in die Zentrale. Das Boot sank innerhalb kürzester Zeit auf eine Tiefe von ca. 40 Metern, wobei 21 Besatzungsmitglieder, darunter der Kommandant Oberleutnant zur See [[Hermann Rahn]], ums Leben kamen. 16 Männer konnten gerettet werden. Das Wrack verblieb als Totalverlust und Seekriegsgrab am Grund der Ostsee. | ||
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| − | + | | colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Günter Kutschmann]], lief am 24.08.1939 von Neustadt aus. Das Boot operierte in der Ostsee. Nach 5 Tagen, lief U 5 am 08.09.1939 in Kiel ein. | |
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| − | + | | colspan="3" | [[Original Kriegstagebuch U 5 - Vorkriegsunternehmung|Klick hier → Original KTB für die Vorkriegsunternehmung]] (Sehr schlechte Qualität) | |
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| − | + | | colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Günter Kutschmann]], lief am 30.08.1939 von Kiel aus. Das Boot operierte in der Ostsee. Das Boot sollte verhindern das polnische Kriegsschiffe oder U-Boote nach Großbritannien durchbrechen. Nach 10 Tagen, lief U 5 am 08.09.1939 wieder in Kiel ein. U 5 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. | |
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| − | + | | colspan="3" | [[Original Kriegstagebuch U 5 - 1. Unternehmung|Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung]] | |
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| − | + | | colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Günter Kutschmann]], lief am 08.09.1939 von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Neustadt, wo es als Schulboot eingesetzt wurde. Am 08.09.1939 lief U 5 in Neustadt ein. | |
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| − | + | | colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Heinrich Lehmann-Willenbrock]], lief am 16.03.1940 von Neustadt aus. Das Boot verlegte, zur [[Torpedo]]- und Proviantübernahme, von Neustadt nach Kiel und anschließend, nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Wilhelmshaven, wo es auf den Einsatz zum [[Unternehmen Weserübung]] wartete. Am 19.03.1940 lief U 5 in Kiel ein. Anschließend lief U 5 am 04.04.1940, zum Unternehmen Weserübung, von Wilhelmshaven aus. Das Boot gehörte zur Gruppe 8 die in der Nordsee, vor Lindesnes operieren sollte. Nach 16 Tagen und zurückgelegten 1.042,4 sm über und 261,8 sm unter Wasser, lief U 5 am 19.04.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. U 5 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. | |
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| − | + | | colspan="3" | [[Original Kriegstagebuch U 5 - 2. Unternehmung|Klick hier → Original KTB für die 2. Unternehmung]] | |
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| − | + | | colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Heinrich Lehmann-Willenbrock]], lief am 21.04.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, nach dem Norwegenfeldzug, zusammen mit [[U 2]], [[U 3]] und [[U 6]] von Wilhelmshaven nach Kiel und anschließend mit [[U 3]] und [[U 4]] nach Neustadt wo es als Schulboot eingesetzt wurde. Am 24.04.1940 lief U 5 in Neustadt ein. Später verlegte das Boot, als Schulboot, zur [[21. U-Flottille]] nach Pillau. | |
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| colspan="3" | U 5 ging als Schulboot, am 19.03.1943 in der Ostsee westlich von Pillau, infolge eines Tauchunfalls verloren. | | colspan="3" | U 5 ging als Schulboot, am 19.03.1943 in der Ostsee westlich von Pillau, infolge eines Tauchunfalls verloren. | ||
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| + | | colspan="3" | Der Unfallhergang: Gegen 11:00 Uhr wurde ein routinemäßiges Alarmtauchmanöver (Schnelltauchen) eingeleitet. Während das Boot planmäßig anfing zu fluten und die Nase unter Wasser drückte, kam es zu einem fatalen Versagen am Turmluk. Das Luk wurde entweder nicht rechtzeitig vollständig verriegelt oder sprang durch den ansteigenden Wasserdruck wieder auf, während die Brücke bereits unterschnitt. | ||
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| + | | colspan="3" | Der Wassereinbruch: Durch das offene oder nicht dichte Luk schoss eine massive Wassersäule direkt in den Turm und die darunterliegende Zentrale. Dieser massive Einbruch von Tonnen an Seewasser innerhalb weniger Sekunden machte jede Gegensteuerung unmöglich. Das Boot verlor schlagartig seinen Auftrieb, nahm eine starke Vorlast ein und sackte unkontrolliert auf den Grund der Ostsee in etwa 40 Meter Tiefe ab. | ||
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| + | | colspan="3" | Die Rettung und Verluste: 16 Mann konnten sich retten. Dabei handelte es sich primär um Besatzungsmitglieder, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch auf der Brücke befanden oder im Moment des Absinkens aus dem Turm geschleudert wurden. 21 Mann, darunter der Kommandant Herbert Rahn, kamen ums Leben. Sie waren im Inneren des Bootes (Zentrale und vorderes Schiff) eingeschlossen und hatten aufgrund der Schnelligkeit des Sinkvorgangs keine Chance auf einen Ausstieg mit Tauchrettern. | ||
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| + | | colspan="3" | Status des Wracks: U 5 wurde als Totalverlust verbucht. Entgegen einiger älterer Berichte über Hebungen bei Booten dieses Typs (z. B. [[U 2]]), verblieb das Wrack von U 5 am Meeresgrund und gilt bis heute als Seekriegsgrab. | ||
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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 12:32 Uhr
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