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Hafenschutzflottille Calais: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="2" | Die Hafenschutzflottille Calais wurde nach der Besetzung Frankreichs im Jahr 1940 aufgestellt, um die Sicherheit und Verteidigung des strategisch bedeutenden Hafens am Ärmelkanal zu gewährleisten. Sie unterstand operativ dem Seekommandanten Pas-de-Calais. Der Verband setzte sich aus einer Vielzahl kleinerer Fahrzeuge zusammen, darunter requirierte Fischkutter, Motorboote und ehemalige Hafendampfer. Hauptaufgabe war die Überwachung der Hafeneinfahrten, die Abwehr von Sabotageakten sowie der Schutz der in Calais liegenden Einheiten gegen britische Schnellbootangriffe und Luftangriffe.
 
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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 15:00 Uhr

Verband Hafenschutzflottille Calais
Die Hafenschutzflottille Calais wurde nach der Besetzung Frankreichs im Jahr 1940 aufgestellt, um die Sicherheit und Verteidigung des strategisch bedeutenden Hafens am Ärmelkanal zu gewährleisten. Sie unterstand operativ dem Seekommandanten Pas-de-Calais. Der Verband setzte sich aus einer Vielzahl kleinerer Fahrzeuge zusammen, darunter requirierte Fischkutter, Motorboote und ehemalige Hafendampfer. Hauptaufgabe war die Überwachung der Hafeneinfahrten, die Abwehr von Sabotageakten sowie der Schutz der in Calais liegenden Einheiten gegen britische Schnellbootangriffe und Luftangriffe.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert im Sommer 1940 im Zuge der Vorbereitungen für das Unternehmen Seelöwe; administrativ der 2. Sicherungsdivision unterstellt.
Standort: Calais (Frankreich). Nutzung der lokalen Hafenbecken und Bunkeranlagen zur Stationierung der Kleinfahrzeuge.
Aufgabe: Hafenstreifendienst; Überwachung der Netzsperren; Minensuche im küstennahen Bereich; Flakschutz für Hafenanlagen.
Ende 1944: Auflösung im September 1944 nach der Kapitulation der "Festung Calais" gegenüber kanadischen Truppen.
Spezifische Merkmale
Zusammensetzung: Heterogener Bootsbestand ("Kriegsfischkutter", Hafenschutzboote), die oft behelfsmäßig mit leichten Flak-Geschützen bewaffnet wurden.
Gefechte: Permanente Konfrontation mit britischen Schnellbooten (MTBs) und Jagdbombern aufgrund der unmittelbaren Nähe zur englischen Küste.
Personal: Besetzung vorwiegend durch ältere Jahrgänge und Marineartilleristen, ergänzt durch Fachpersonal für das Signal- und Funkwesen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Notliegeplätze: Sicherung der Liegeplätze für U-Boote, die Calais zur kurzfristigen Versorgung oder bei Beschädigungen als Nothafen anliefen.
Lotsendienst: Führung der U-Boote durch die engen und ständig durch britische Luftminen gefährdeten Fahrwasser vor Calais.
Signalwesen: Aufrechterhaltung der optischen Signalkontrolle zur Koordination der ein- und auslaufenden U-Boot-Passagen im Kanalraum.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 47 Hafenkommandanturen und Seekommandanten: Akten über die Gliederung der Hafenschutzflottillen im Bereich Kanalküste.
BArch RM 35 Marinebefehlshaber in den besetzten Gebieten: Berichte über die Verteidigung der Kanalhäfen 1940-1944.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Seeoffizieren und technischem Personal am Standort Calais.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Hafenschutz).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Hafenschutz-Kommandeure).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Details zur Infrastruktur und Verteidigung von Calais).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132