Aktionen

Oberkommando der Wehrmacht: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |  
+
| || colspan="3" |
 
+
{| class="wikitable"
+
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Dienststelle
 
! '''Oberkommando der Wehrmacht'''
 
! '''Oberkommando der Wehrmacht'''
 
|-
 
|-
Zeile 15: Zeile 15:
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) zählte mit dem Oberkommando des Heeres (OKH), dem Oberkommando der Marine (OKM) und dem Oberkommando der Luftwaffe (OKL) zu den höchsten Stabsorganisationen der Wehrmacht. Das OKW und die Oberkommandos der drei Teilstreitkräfte übernahmen in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich Planungsaufgaben. Sie waren dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, unterstellt. Einen Befehlsweg vom OKW zu den anderen Oberkommandos, die über eigene Generalstäbe verfügten, gab es nicht.
+
| colspan="2" | Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) wurde am 04.02.1938 als Nachfolgeinstanz des Reichskriegsministeriums geschaffen. Es fungierte als militärischer Arbeitsstab des "Obersten Befehlshabers der Wehrmacht" (Adolf Hitler). Das OKW koordinierte die strategische Führung von Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine. Unter der Leitung von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel gliederte es sich in den Wehrmachtführungsstab (WFSt), das Amt Ausland/Abwehr und das Wirtschaftsrüstungsamt. In der operativen Praxis des Zweiten Weltkriegs führte das OKW direkt die Nebenkriegsschauplätze (OKW-Kriegsschauplätze), während die Ostfront dem OKH (Oberkommando des Heeres) unterstand.
 
|-
 
|-
| colspan="3" |Der Hauptsitz des OKW war in Wünsdorf bei Zossen in der Bunkeranlage "Maybach II", südlich von Berlin. Am jeweiligen Standort des Führerhauptquartiers gab es eine Feldstaffel.
+
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Aufgaben
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | 04.02.1938 durch Erlass; Sitz in Berlin (Witzlebenstraße) und später im Hauptquartier "Maybach" (Zossen/Wünsdorf).
 +
|-
 +
| Aufgabe: || colspan="3" | Strategische Gesamtplanung; Rüstungswirtschaft; Spionageabwehr; Wehrmachtjustiz; psychologische Kriegführung.
 +
|-
 +
| Führung: || colspan="3" | Chef des OKW: Wilhelm Keitel; Chef des Wehrmachtführungsstabes: Alfred Jodl.
 +
|-
 +
| Ende 1945: || colspan="3" | Offizielle Auflösung nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945; Inhaftierung der Führungsspitze für die Nürnberger Prozesse.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Spezifische Merkmale
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Kompetenz: || colspan="3" | Das OKW war die Schnittstelle zwischen der politischen Führung und den fachspezifischen Oberkommandos der Teilstreitkräfte (OKM, OKH, OKL).
 +
|-
 +
| Abwehr: || colspan="3" | Unter dem OKW agierte das Amt Ausland/Abwehr (Canaris) als zentraler Nachrichtendienst für militärische Spionage und Sabotage.
 
|-
 
|-
| colspan="3" |Am 20.04.1945 verlegte das OKW seinen Sitz für drei Tage nach Wannsee, um anschließend den Sitz schrittweise über Krampnitz, Neuroofen, Dobbin, Wismar, Neustadt in Holstein zum 03.05.1945 in den Sonderbereich Mürwik zu verlegen, wo sich die letzte Reichsregierung und mit ihr Hitlers Nachfolger als Oberbefehlshaber, [[Karl Dönitz]], aufhielt.  
+
| Wehrmachtjustiz: || colspan="3" | Das OKW steuerte die oberste Rechtssprechung und Personalbestimmungen für alle Soldaten der Wehrmacht.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| Ressourcen: || colspan="3" | Das OKW entschied über die Zuteilung strategischer Rohstoffe (Stahl, Öl) für die massiven U-Boot-Bauprogramme.
 
|-
 
|-
| ||  
+
| Strategie: || colspan="3" | Koordination der U-Boot-Operationen mit den Erfordernissen der anderen Teilstreitkräfte (z.B. Schutz von Truppentransporten nach Afrika/Norwegen).
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberkommando_der_Wehrmacht | → Oberkommando der Wehrmacht]
+
| Propaganda: || colspan="3" | Die Wehrmachtberichte des OKW dienten zur medialen Aufarbeitung und Glorifizierung der U-Boot-Erfolge im Rahmen der Kriegführung.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| BArch RW 4 || colspan="3" | OKW / Wehrmachtzentralabteilung: Grundsätzliche Akten zur Organisation und Befehlsgebung des OKW.
 +
|-
 +
| BArch RW 6 || colspan="3" | Wehrmachtführungsstab: Operative Entwürfe und Kriegstagebücher der strategischen Leitung.
 +
|-
 +
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Schriftwechsel zwischen dem OKM und dem OKW über die operative Nutzung der Marinekräfte.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
| Keilig, Wolf || colspan="3" | „Das Deutsche Heer 1939–1945“ (Details zur Gliederung des OKW).
 +
|-
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Stellung des OKM im OKW-Verband).
 +
|-
 +
| Schramm, Percy E. || colspan="3" | „Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht“ (Standardwerk zur strategischen Führung).
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 9. März 2026, 11:26 Uhr

Dienststelle Oberkommando der Wehrmacht
Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) wurde am 04.02.1938 als Nachfolgeinstanz des Reichskriegsministeriums geschaffen. Es fungierte als militärischer Arbeitsstab des "Obersten Befehlshabers der Wehrmacht" (Adolf Hitler). Das OKW koordinierte die strategische Führung von Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine. Unter der Leitung von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel gliederte es sich in den Wehrmachtführungsstab (WFSt), das Amt Ausland/Abwehr und das Wirtschaftsrüstungsamt. In der operativen Praxis des Zweiten Weltkriegs führte das OKW direkt die Nebenkriegsschauplätze (OKW-Kriegsschauplätze), während die Ostfront dem OKH (Oberkommando des Heeres) unterstand.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 04.02.1938 durch Erlass; Sitz in Berlin (Witzlebenstraße) und später im Hauptquartier "Maybach" (Zossen/Wünsdorf).
Aufgabe: Strategische Gesamtplanung; Rüstungswirtschaft; Spionageabwehr; Wehrmachtjustiz; psychologische Kriegführung.
Führung: Chef des OKW: Wilhelm Keitel; Chef des Wehrmachtführungsstabes: Alfred Jodl.
Ende 1945: Offizielle Auflösung nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945; Inhaftierung der Führungsspitze für die Nürnberger Prozesse.
Spezifische Merkmale
Kompetenz: Das OKW war die Schnittstelle zwischen der politischen Führung und den fachspezifischen Oberkommandos der Teilstreitkräfte (OKM, OKH, OKL).
Abwehr: Unter dem OKW agierte das Amt Ausland/Abwehr (Canaris) als zentraler Nachrichtendienst für militärische Spionage und Sabotage.
Wehrmachtjustiz: Das OKW steuerte die oberste Rechtssprechung und Personalbestimmungen für alle Soldaten der Wehrmacht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ressourcen: Das OKW entschied über die Zuteilung strategischer Rohstoffe (Stahl, Öl) für die massiven U-Boot-Bauprogramme.
Strategie: Koordination der U-Boot-Operationen mit den Erfordernissen der anderen Teilstreitkräfte (z.B. Schutz von Truppentransporten nach Afrika/Norwegen).
Propaganda: Die Wehrmachtberichte des OKW dienten zur medialen Aufarbeitung und Glorifizierung der U-Boot-Erfolge im Rahmen der Kriegführung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RW 4 OKW / Wehrmachtzentralabteilung: Grundsätzliche Akten zur Organisation und Befehlsgebung des OKW.
BArch RW 6 Wehrmachtführungsstab: Operative Entwürfe und Kriegstagebücher der strategischen Leitung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Schriftwechsel zwischen dem OKM und dem OKW über die operative Nutzung der Marinekräfte.
Literaturverweise
Keilig, Wolf „Das Deutsche Heer 1939–1945“ (Details zur Gliederung des OKW).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Stellung des OKM im OKW-Verband).
Schramm, Percy E. „Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht“ (Standardwerk zur strategischen Führung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132