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Chef der Zentralabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| colspan="2" | Die Zentralabteilung (M/Z) im Oberkommando der Marine (OKM) war die oberste Verwaltungs- und Koordinationsinstanz der Marineführung. Der Chef der Zentralabteilung unterstand direkt dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Ob.d.M.). Sein Aufgabenbereich umfasste die gesamte innere Organisation des OKM, die Bearbeitung von Grundsatzfragen des Völkerrechts, die Haushalts- und Budgetplanung der Marine sowie die Verbindung zu den obersten Reichsbehörden und dem OKW. Er fungierte als „Generalstabschef der Verwaltung“ und stellte sicher, dass die administrativen Abläufe die operativen Anforderungen der Seekriegsleitung stützten.
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| colspan="2" | Der Chef der Zentralabteilung beim 2. Admiral der Unterseeboote (2. A.d.U.) war der administrative Leiter des Stabes für die gesamte U-Boot-Ausbildung und Neubauorganisation. Die Dienststelle des 2. A.d.U. wurde im Juni 1943 zur Entlastung des BdU geschaffen. Die Zentralabteilung koordinierte die internen Abläufe des Stabes, das Berichtswesen sowie die Zusammenarbeit mit den Marineoberkommandos und dem OKM. Sie stellte sicher, dass die personellen und materiellen Anforderungen der U-Lehrdivisionen (ULD) und der Ausbildungsflottillen administrativ reibungslos abgewickelt wurden. Der Chef der Zentralabteilung fungierte als engster Mitarbeiter des 2. A.d.U. in allen Organisationsfragen.
 
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| Aufgaben: || colspan="3" | Innere Organisation des OKM; Haushaltswesen; Völkerrechtliche Beratung; Ordensangelegenheiten; Verbindung zum OKW.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Juni 1943 mit der Formierung des Stabes 2. Admiral der Unterseeboote (Sitz: Gotenhafen).
 
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| Struktur: || colspan="3" | Unterteilt in Fachreferate für Verwaltung, Recht, Haushalt und die Adjutantur des Oberbefehlshabers.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Innere Führung des Stabes; Haushaltswesen; Verwaltungsangelegenheiten; Koordination der U-Boot-Schulausbildung.
 
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| Standort: || colspan="3" | Berlin (Tirpitzufer); ab 1943 Teilevakuierung in das Hauptquartier „Koralle“ bei Bernau.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Direkt dem 2. Admiral der Unterseeboote (Konteradmiral von Friedeburg) unterstellt.
 
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit der Auflösung des OKM nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945 beendet.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit der Auflösung der Dienststelle im Zuge der Kapitulation im Mai 1945 beendet.
 
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| Personal: || colspan="3" | Besetzung durch hochrangige Admirale (meist im Rang eines Konter- oder Vizeadmirals), u. a. Admiral Admiral Walter Warzecha (1939–1944).
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| Organisation: || colspan="3" | Steuerung des massiven Schriftverkehrs zwischen den Frontflottillen und den rückwärtigen Ausbildungseinheiten.
 
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| Rechtsebene: || colspan="3" | Die Zentralabteilung war federführend bei der Ausarbeitung von Prisenordnungen und der rechtlichen Absicherung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges.
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| Stabshilfe: || colspan="3" | Entlastung der operativen Abteilungen von bürokratischen Aufgaben zur Beschleunigung der Ausbildungscyklen.
 
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| Haushalt: || colspan="3" | Steuerung der gewaltigen Finanzmittel für die Flottenrüstung und das U-Boot-Neubauprogramm.
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| Personal: || colspan="3" | Besetzung durch erfahrene Stabsoffiziere (meist Fregattenkapitäne), u. a. Fregattenkapitän Hans-Günther Looff.
 
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| Rüstungsplanung: || colspan="3" | Administrative Absicherung der Priorisierung des U-Boot-Baus gegenüber anderen Rüstungsprojekten der Wehrmacht.
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| Ausbildungsfluss: || colspan="3" | Administrative Absicherung der Zuweisung von Besatzungsstämmen zu den Baubelehrungen und Ausbildungsflottillen.
 
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| Rechtsfragen: || colspan="3" | Fachliche Zuarbeit bei völkerrechtlichen Krisen (z. B. nach der Versenkung der „Athenia“) zur Entlastung der operativen Führung.
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| Neubauprogramm: || colspan="3" | Koordination der Zusammenarbeit mit den Abnahmekommandos (UAK) für die Typen XXI und XXIII.
 
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| Organisation: || colspan="3" | Koordination der Zusammenarbeit zwischen den zivilen Werftbetrieben und den militärischen Abnahmebehörden im OKM.
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| Stützpunktwesen: || colspan="3" | Verwaltung der Liegeplätze und Unterkünfte für das Schulpersonal in der Danziger Bucht und Westpreußen.
 
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| BArch RM 6 || colspan="3" | Oberkommando der Marine / Zentralabteilung: Akten über Organisation, Haushalt und Grundsatzfragen.
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| BArch RM 87 || colspan="3" | Befehlshaber der Unterseeboote: Akten über die Einrichtung und den Geschäftsverteilungsplan des 2. A.d.U.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit mit der Zentralabteilung in rechtlichen und administrativen Belangen.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge der Offiziere in der Zentralabteilung beim 2. Admiral der Unterseeboote.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge der Chefs der Zentralabteilung (u. a. Admirale Warzecha, Bürkner, Machens).
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Umorganisation der U-Boot-Führung im Jahr 1943.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Zentralabteilung des OKM).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Führung der U-Boot-Waffe).
 
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Dienststellen im OKM).
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Stäbe des 2. A.d.U.).
 
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| Salewski, Michael || colspan="3" | „Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945“ (Details zur administrativen Struktur und Führung).
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Ausbildungs- und Neubauorganisation).
 
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Aktuelle Version vom 10. März 2026, 12:33 Uhr

Dienststellung Chef der Zentralabteilung
Der Chef der Zentralabteilung beim 2. Admiral der Unterseeboote (2. A.d.U.) war der administrative Leiter des Stabes für die gesamte U-Boot-Ausbildung und Neubauorganisation. Die Dienststelle des 2. A.d.U. wurde im Juni 1943 zur Entlastung des BdU geschaffen. Die Zentralabteilung koordinierte die internen Abläufe des Stabes, das Berichtswesen sowie die Zusammenarbeit mit den Marineoberkommandos und dem OKM. Sie stellte sicher, dass die personellen und materiellen Anforderungen der U-Lehrdivisionen (ULD) und der Ausbildungsflottillen administrativ reibungslos abgewickelt wurden. Der Chef der Zentralabteilung fungierte als engster Mitarbeiter des 2. A.d.U. in allen Organisationsfragen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juni 1943 mit der Formierung des Stabes 2. Admiral der Unterseeboote (Sitz: Gotenhafen).
Aufgabe: Innere Führung des Stabes; Haushaltswesen; Verwaltungsangelegenheiten; Koordination der U-Boot-Schulausbildung.
Unterstellung: Direkt dem 2. Admiral der Unterseeboote (Konteradmiral von Friedeburg) unterstellt.
Ende 1945: Mit der Auflösung der Dienststelle im Zuge der Kapitulation im Mai 1945 beendet.
Spezifische Merkmale
Organisation: Steuerung des massiven Schriftverkehrs zwischen den Frontflottillen und den rückwärtigen Ausbildungseinheiten.
Stabshilfe: Entlastung der operativen Abteilungen von bürokratischen Aufgaben zur Beschleunigung der Ausbildungscyklen.
Personal: Besetzung durch erfahrene Stabsoffiziere (meist Fregattenkapitäne), u. a. Fregattenkapitän Hans-Günther Looff.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsfluss: Administrative Absicherung der Zuweisung von Besatzungsstämmen zu den Baubelehrungen und Ausbildungsflottillen.
Neubauprogramm: Koordination der Zusammenarbeit mit den Abnahmekommandos (UAK) für die Typen XXI und XXIII.
Stützpunktwesen: Verwaltung der Liegeplätze und Unterkünfte für das Schulpersonal in der Danziger Bucht und Westpreußen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Akten über die Einrichtung und den Geschäftsverteilungsplan des 2. A.d.U.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Offiziere in der Zentralabteilung beim 2. Admiral der Unterseeboote.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Umorganisation der U-Boot-Führung im Jahr 1943.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Führung der U-Boot-Waffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Stäbe des 2. A.d.U.).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Ausbildungs- und Neubauorganisation).
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