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U 90: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 18. März 2026, 13:35 Uhr

U 89 ← U 90 → U 91

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Datenblatt: Unterseeboot U 90
Typ: VII C
Bauauftrag: 25.01.1939
Bauwerft: Flender Werke AG, Lübeck
Serie: U 88 - U 92
Baunummer: 294
Kiellegung: 01.10.1940
Stapellauf: 25.10.1941
Indienststellung: 20.12.1941
Kommandant: Hans-Jürgen Oldörp
Feldpostnummer: M - 47 644
Kommandanten
20.12.1941 - 24.07.1942 Kapitänleutnant - Hans-Jürgen Oldörp
Flottillen
20.12.1941 - 30.06.1942 Ausbildungsboot - 8. U-Flottille, Königsberg - Danzig
01.07.1942 - 24.07.1942 Frontboot - 9. U-Flottille, Brest
1. Unternehmung
30.06.1942 - 01.07.1942 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
02.07.1942 - 24.07.1942 Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes
U 90, unter Oberleutnant zur See/Kapitänleutnant Hans-Jürgen Oldörp, lief am 30.06.1942 von Kiel aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, und Ergänzungen in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik. U 90 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Wolf. Nach 24 Tagen wurde U 90 von einem kanadischen Kriegsschiff versenkt. U 90 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung (B.d.U.Op.)
Verlustursache
Datum: 24.07.1942
Letzter Kommandant: Hans-Jürgen Oldörp
Ort: Nordatlantik
Position: 48° 12' Nord - 40° 56' West
Planquadrat: BC 6221
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 44
Überlebende: 0
Klick hier → Besatzungsliste U 90
Verlustursache im Detail
U 90 wurde am 24.07.1942, im Nordatlantik östlich von Neufundland, durch Wasserbomben des kanadischen Zerstörers HMCS St.Croix (I.81) (Lt.Comdr. Andrew-Hedley Dobson) versenkt.
Am 24.07.1942 operierte U 90 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hans-Jürgen Oldörp im Nordatlantik östlich von Neufundland gegen den Geleitzug ON-113. Das Boot wurde auf der Position 48°12'N, 40°56'W durch den kanadischen Zerstörer HMCS St. Croix (I.81) unter Lieutenant Commander Andrew-Hedley Dobson mittels Asdic lokalisiert. Nach der Ortung führte der Zerstörer, der zur Sicherungsgruppe C-1 gehörte, mehrere präzise Wasserbombenangriffe durch. Die schweren Detonationen verursachten massive strukturelle Schäden am Druckkörper von U 90, woraufhin das Boot innerhalb kürzester Zeit sank. Kurze Zeit später wurde an der Meeresoberfläche das Aufsteigen eines großen Ölteppichs sowie von Trümmerstücken beobachtet, was den Totalverlust bestätigte. Dieser Erfolg der Royal Canadian Navy war eine der ersten Versenkungen eines deutschen U-Bootes durch ein kanadisches Sicherungsfahrzeug während der intensivierten Geleitzugschlachten im Sommer 1942.
Busch/Röll schreiben dazu:
Zitat: Am 24.07.42 im Nordatlantik ostwärts Neufundland am Konvoi ON.113 durch den kanadischen Zerstörer ST. CROIX geortet und zusammen mit der britischen Korvette BURNHAM durch zwei Wasserbombenangriffe versenkt. Öl, Bootstrümmer und Leichenteile belegten das Ende von U 90. Zitat Ende.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 53.
Clay Blair schreibt dazu
Zitat: [...] Endlich, am Abend des 24. Juli, fand Erich Topp einen Konvoi und hielt hartnäckig Fühlung. Es handelte sich um den nach Westen laufenden Konvoi Qutbound North 113, der aus 33 leeren Schiffen bestand und von sechs Kriegsschiffen begleitet wurde: den Glattdeck-Zerstörer Burnham von der Royal Navy und St. Croix unter A.H. Dobsen von der Royal Canadian Navy sowie vier britische Korvetten. Als die Fühlungshaltersignale eines U-Bootes aufgefangen wurden, eilten die Zerstörer dem Geleitzug voraus und entdeckten zwei U-Boote an der Wasseroberfläche. Die Burnham jagte das eine Boot und die St. Croix das andere. Die Beute der St. Croix war Öldorps U 90, das seit 26 Tagen auf der Jungfernfahrt war. Der Zerstörer drückte das Boot unter Wasser und führte drei gut gezielte Wasserbombenangriffe durch. Als er zum vierten Angriff heranlief, hörte seine Besatzung eine starke Unterwasserexplosion und sah Trümmerteile auftreiben. Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 1 - Die Jäger - S. 759.
Deutsche Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Britische Quellenverweise - | TNA Online-Recherche
TNA ADM 199 War History Cases and Diaries: Die zentrale Serie für Kriegstagebücher. Enthält Berichte über U-Boot-Jagd-Gruppen und Flottilleneinsätze gegen deutsche U-Boote.
TNA ADM 1 Admiralty Correspondence: Enthält detaillierte Gefechtsberichte, Korrespondenz zu Versenkungen und interne Bewertungen der Admiralität.
TNA ADM 237 War of 1939-1945: Naval Staff Papers: Zusammenfassungen von Operationen und statistische Auswertungen über versenkte deutsche U-Boote.
TNA ADM 186 Admiralty Publications: Enthält die "Monthly Anti-Submarine Reports" – monatliche britische Analysen aller U-Boot-Kontakte und Versenkungserfolge.
US-Quellenverweise - | NARA Online-Recherche
NARA RG 38 Records of the Office of the Chief of Naval Operations: Die wichtigste Sammlung. Enthält "Action Reports" (Gefechtsberichte) von US-Schiffen und Flugzeugen über Angriffe auf U-Boote.
NARA RG 80 General Records of the Department of the Navy: Beinhaltet administrative Unterlagen und Berichte über die strategische U-Boot-Abwehr im Atlantik.
NARA RG 45 Naval Records Collection: Enthält historische Aufzeichnungen und Logbücher, die oft bis in die Details einzelner Versenkungen zurückgehen.
NARA RG 165 Military Intelligence Division (MID): Beinhaltet die US-Verhörprotokolle von gefangenen deutschen U-Boot-Besatzungen (Post-Sink-Interrogations).
Literaturverweise
Clay Blair "Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 759. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 174. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 64, 238. → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 53. → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 44, 269. → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 51 - U 99" - Eigenverlag - S. 366. → Amazon
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