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Kriegsmarinedienstelle Stettin

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Datenblatt Kriegsmarinedienstelle Stettin
Die Kriegsmarinedienststelle Stettin war eine zentrale logistische Verwaltungsbehörde der Kriegsmarine, die für die Mobilisierung ziviler Schiffsraumkapazitäten und die Durchführung von Seetransporten in der Ostsee verantwortlich war.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Die Dienststelle entstand im Juli 1935 durch die Umbenennung der vormaligen Reichsmarinedienststelle Stettin. Sie bestand kontinuierlich bis zum Kriegsende 1945.
Zuständigkeit: Ihr Einsatzgebiet war die Ostsee; sie war truppendienstlich der Marinestation der Ostsee zugeordnet.
Zweigstellen: Zur .K.M.D Stettin gehörten strategisch wichtige Außenstellen in Swinemünde und Saßnitz. Im Zuge der Besetzung Dänemarks 1940 wurden Zweigstellen in Aalborg (ab Mai 1940 eigene K.M.D.) und Kopenhagen (ab Juni 1940 eigene K.M.D.) eingerichtet.
Aufgaben: Die K.M.D. war verantwortlich für die Erfassung und Bereitstellung von Hilfsschiffen, deren personelle Besetzung (einschließlich der Bordflak) sowie die Planung und Durchführung von Truppen- und Nachschubtransporten auf dem Seeweg.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Logistische Basis: Die K.M.D. Stettin koordinierte die Bereitstellung von Wohnschiffen und Beischiffen, die für die Unterbringung von U-Boot-Besatzungen während der Ausbildungs- und Baubelehrungsphasen in den Ostseehäfen benötigt wurden.
Personaltransfer: Die K.M.D. Stettin fungierte als administrative Schnittstelle für Offiziere und Mannschaften, die vor ihrer U-Boot-Laufbahn im Transport- und Sicherungswesen eingesetzt waren.
Sicherung der Transportwege: Durch die Ausstattung von Handelsschiffen mit Bordflak und militärischem Personal trug die K.M.D. Stettin indirekt zur Sicherheit der Seewege bei, die auch von U-Booten zur Verlegung und Ausbildung genutzt wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 37 / 2444 Akten der KMD Stettin zur Bereitstellung von Transportraum für das Unternehmen "Weserübung" und den Einsatz von Hilfsschiffen 1940.
BArch RM 37 / 152 Unterlagen zur Organisation und den Befugnissen der Kriegsmarinedienststellen im Ostseeraum.
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur personellen Besetzung der Bordflak-Einheiten über die KMD Stettin.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Organisation der Kriegsmarinedienststellen).
Humperdinck, Gerhard Der operative Dienst der Minensuchflottillen. (Erwähnt die Kooperation zwischen KMD und Sicherungsverbänden bei Geleitzügen).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur systematischen Einordnung der Marinedienststellen an Land).
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