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| Verband
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Marine-Infanterieregiment 1
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| Das Regiment wurde im Oktober 1944 in Schwabstedt als Marine-Schützenregiment 1 (mit den Bataillonen 301–304) für die Marine-Schützenbrigade Nord aufgestellt. Im Februar 1945 erfolgte die Unterstellung unter die 1. Marine-Infanteriedivision und die Umbenennung in Marine-Infanterieregiment 1. Der Verband kam in verlustreichen Abwehrkämpfen an der Oder, im Brückenkopf Altdamm sowie bei den Rückzugsschlachten in Mecklenburg zum Einsatz. Das Regiment wurde in den Endkämpfen Ende April 1945 weitgehend aufgerieben und löste sich Anfang Mai 1945 im Raum Schwerin auf.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Okt. 1944 in Schwabstedt (Schützenregiment); Feb. 1945 Umbenennung in Marine-Infanterieregiment 1 (1. M.I.D.).
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| Unterstellung: |
1. Marine-Infanteriedivision (u. a. Korps Oder, XXXIX. Pz.Kpf., III. SS-Pz.Kpf., XXXXVI. Pz.Kpf.).
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| Aufgabe: |
Infanteristischer Erdkampf; Verteidigung von Brückenköpfen (Niederwutzen, Greifenhagen); Panzerjagd im Nahkampf.
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| Ende 1945: |
Nach der Zerschlagung bei Kasekow/Prenzlau formlose Auflösung im Raum Schwerin am 03.05.1945.
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| Operativer Werdegang (Februar – Mai 1945)
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| Oderfront: |
Verteidigung am Westufer der Oder; verlustreiche Außenpostengefechte in Raduhn, Peetzig und Bellinchen (Ostufer).
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| Altdamm: |
März 1945: Sechstägige Verteidigung der Buchheide (Sinzlow, Woltersdorf, Garden) mit fünf Bataillonen; dabei fast völlig aufgerieben.
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| Rückzug: |
April 1945: Einsatz zwischen Schwedt und Oderberg; später gescheiterte Verlegung zur Schließung der Frontlücke bei Tantow/Gartz.
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| Endkampf: |
Letzte Widerstände bei Kasekow und Seehausen; Durchbruch der Ueckerlinie durch sowjetische Panzerverbände; Flucht nach Westen.
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| Spezifische Merkmale
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| Dokumentation: |
Der Einsatz bei Niederwutzen wurde filmisch durch den Marine-Kriegsberichter Gerhard Garms festgehalten.
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| Ersatzwesen: |
Späte Auffrischung im April erfolgte überwiegend durch unerfahrene Offiziersanwärter ohne infanteristische Ausbildung.
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| Ausrüstung: |
Chronischer Mangel an Transportraum und schweren Waffen; Unterstützung nur vereinzelt durch Heeres-Sturmartillerie (Abt. 210).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Personalpool: |
In das Regiment wurden zahlreiche Angehörige von U-Boot-Stammkompanien und Baubelehrungen als „letztes Aufgebot“ eingegliedert.
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| Schicksal: |
Der Untergang des Regiments markiert die Vernichtung hochspezialisierter Marine-Kader (darunter viele U-Boot-Spezialisten) im aussichtslosen Landkrieg.
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| Chaos: |
Die Vermischung mit Marine-Panzerjagd-Brigaden und Alarmeinheiten im Raum Neustrelitz steigerte die Verluste unter dem Fachpersonal massiv.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 8 |
Oberkommando der Kriegsmarine: Akten zur Aufstellung der Marine-Schützenbrigade Nord und der 1. M.I.D.
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| BArch RH 2 |
Heeresgruppe Weichsel / 3. Panzerarmee: Berichte über die Unterstellung und Kämpfe des Regiments an der Oder.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Versetzungen und Verluste von Marinepersonal im Infanterieregiment 1.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Marine-Infanterie: 1. M.I.D.).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung des Regiments 1 und seiner Bataillone).
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| Konetzny, Stefan |
„Die Marine-Infanterie der Kriegsmarine 1944–1945“ (Einsatzgeschichte Oder/Mecklenburg).
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