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| Datenblatt
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Torpedolehrgang für Fähnriche
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| Torpedolehrgang war eine mehrwöchige Fachausbildung für Fähnriche zur See, die darauf abzielte, die Offiziersanwärter in die technische und taktische Beherrschung der Hauptwaffe des U-Bootes einzuführen.
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| Ausbildungsziel und Ort
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| Das Ziel war die Befähigung zum Torpedowaffenoffizier. Der Fähnrich sollte nach Abschluss in der Lage sein, die Wartung der Torpedos zu überwachen und Angriffe rechnerisch vorzubereiten.
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| Ort: Die Ausbildung fand zentral an der Torpedoschule in Flensburg-Mürwik statt.
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| Praxis: Ergänzend wurden praktische Schießübungen bei der Torpedoversuchsanstalt in der Eckernförder Bucht durchgeführt.
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| Lehrinhalte (Technik und Mathematik)
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| Die Ausbildung war in zwei Hauptbereiche unterteilt:
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| Gerätekunde: Detailliertes Studium der Torpedotypen G7a (Dampfgas) und G7e (Elektrisch). Besonderes Augenmerk lag auf der Einstellung der Tiefenapparate und der Zündpistolen (Aufschlag- oder Magnetzündung).
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| Torpedometrik: Dies war der mathematische Kern. Die Fähnriche lernten die Berechnung des Vorhaltewinkels unter Berücksichtigung von Eigenkurs, Gegnerkurs, Entfernung und Torpedogeschwindigkeit.
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| Taktik und Angriffsverfahren
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| Der Lehrgang bereitete die Fähnriche auf ihre spätere Rolle als I. Wachoffizier vor:
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| Angriffsrechner: Training an den mechanischen Rechengeräten, die die Zielwerte direkt in die Torpedos in den Rohren einspeisten.
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| Schussverfahren: Einüben von Einzelschüssen und Fächerschüssen (Streuung mehrerer Torpedos), um die Trefferwahrscheinlichkeit gegen Geleitzüge zu erhöhen.
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| Moderne Systeme: Gegen Kriegsende umfasste der Lehrgang auch die Einweisung in programmgesteuerte Torpedos (wie Lut oder Fat) und akustische Eigenlenker (wie den Zaunkönig), die besonders für den Typ XXI relevant waren.
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| Bedeutung für die Besatzung
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| Ein Fähnrich zur See, der diesen Lehrgang bestand, übernahm an Bord oft die Verantwortung für den Torpedoraum. Er war der direkte Vorgesetzte der Torpedomechaniker und verantwortlich dafür, dass die Waffen auch nach langer Lagerzeit im feuchten Milieu des Bootes (beispielsweise auf einem Typ VII C) sofort einsatzbereit waren.
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| Quellenangabe
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| Marine-Dienstvorschrift Nummer 395 |
(Vorschrift für den Torpedodienst) definierte alle technischen Abläufe und Prüfungsnormen.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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