Aktionen

3. Schiffsstammabteilung

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 2. Februar 2026, 15:39 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datenblatt 3. Schiffsstammabteilung
Die 3. Schiffsstammabteilung (3. S.S.A.) war ein Kernverband für die Ausbildung des personellen Nachwuchses der Kriegsmarine. Sie war eine der frühen „Kaderschmieden“ der Ostsee-Station.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Aufgestellt am 01.01.1934 durch die Umbenennung der ehemaligen Küstenwehrabteilung III. Sie unterstand dem 2. Admiral der Ostsee bzw. dem 1. Schiffsstammregiment.
Standorte:
Neuwasser / Danzig-Westerplatte (1934–1940): Langjähriger Stammsitz war die Region um Danzig.
Brest (1940–1941): Nach dem Westfeldzug verlegte die Abteilung kurzzeitig nach Frankreich, um Personal für die neuen Stützpunkte bereitzustellen.
Warenhof bei Libau (1941–1944): Längste Stationierung im Baltikum (Lettland) zur Ausbildung für den Osteinsatz.
Funktion: Durchführung der infanteristischen Grundausbildung. Die Abteilung gliederte sich in fünf, zeitweise bis zu sieben Kompanien. Sie war primär für die Ausbildung von technischem Personal und Seemännern der Ostsee-Station zuständig.
Ende: Im September 1944 wurde die Abteilung in Libau aufgelöst. Das Personal wurde größtenteils zur Aufstellung von Marine-Schützen-Bataillonen verwendet oder in die U-Boot-Ersatz-Einheiten überführt.
Relevanz für die die U-Boot-Waffe
Rekrutenauslese: In den Kasernen von Neuwasser und Libau erhielten viele spätere U-Boot-Spezialisten (besonders Maschinisten und Funker) ihren ersten militärischen Schliff, bevor sie zur Fachausbildung an die U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D) versetzt wurden.
Offiziersnachwuchs: Für die Crews 34 bis 39 diente die 3. S.S.A. oft als Station für den obligatorischen Infanterielehrgang.
Stützpunktpersonal: Während der Zeit in Brest (1940) stellte die Abteilung das erste Wach- und Sicherungspersonal für die dortigen U-Boot-Bunkeranlagen bereit.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 121 Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. Invenio Online-Recherche. Enthält die Aufstellungsbefehle und Stellenbesetzungen für die Standorte Danzig und Libau.
Bundesarchiv Abteilung PA Personenbezogene Unterlagen. Hier lagern die Stammrollen der 3. S.S.A. (Danzig/Libau) zur Verifizierung von Personalien.
Aus Lexikon der Wehrmacht → 3. Schiffsstammabteilung
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Schiffsstammabteilungen).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 2, Standorte).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132