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Hamburg (Schiff)

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Einheit Walfangmutterschiff Hamburg
Die Hamburg war ein ehemaliges Walfangmutterschiff der Ersten Deutschen Walfang-Gesellschaft, das 1940 von der Kriegsmarine requiriert wurde. Aufgrund seiner enormen Größe und Ladekapazität diente es zunächst als Basisschiff und Versorger. Im weiteren Verlauf des Krieges wurde es zum Werkstattschiff und schwimmenden Stützpunkt umgebaut. Es bot Platz für Werkstätten, Lagergüter und Unterkünfte für Besatzungen. Das Schiff spielte eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Einheiten in den nordischen Gewässern und an der Atlantikküste.
Entstehung, Funktion und Ende
Indienststellung: Gebaut 1937 bei der Deschimag Werft Seebeck in Wesermünde für den zivilen Walfang.
Verwendung: Ab 1940 Einsatz als Basisschiff und Versorger für die Kriegsmarine; später Werkstattschiff für Flottillenverbände.
Aufgabe: Versorgung von Kriegsschiffen mit Brennstoff und Proviant; Durchführung technischer Reparaturen fernab von Heimathäfen; Unterkunft für Stammbesatzungen.
Ende 1941: Am 04.03.1941 während der britischen Kommandoaktion gegen die Lofoten (Operation Claymore) durch den Zerstörer HMS Somali in Brand geschossen und versenkt.
Technische Daten
Vermessung: ca. 11.576 BRT (Bruttoregistertonnen).
Abmessungen: Länge: 147,0 m / Breite: 19,0 m / Tiefgang: 10,7 m.
Antrieb: 2 Verbunddampfmaschinen mit Abdampfturbinen; Leistung: 5.000 PS.
Geschwindigkeit: Maximal 12,0 Knoten.
Bewaffnung: Nach Requisition durch leichte Flak-Geschütze zur Eigenverteidigung ergänzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Versorgung: Einsatz als schwimmende Basis für U-Boote in norwegischen Fjorden zur Verkürzung der Anmarschwege in die Operationsgebiete im Nordmeer.
Werkstattdienst: Durchführung von kleineren Instandsetzungen an U-Boot-Dieselmotoren und technischen Anlagen direkt im Einsatzraum.
Logistik: Lagerung von Ersatztorpedos und Brennstoffreserven für die im Hohen Norden operierenden Front-U-Boote.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 101 Versorgungs- und Hilfsschiffe: Akten über die Requisition und den Einsatz des Walfangmutterschiffs Hamburg.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Versorgungslage in Norwegen und den Verlust des Schiffes bei den Lofoten.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Marinepersonal auf dem Hilfsschiff Hamburg.
Literaturverweise
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 4: Hilfsschiffe, Werkstattschiffe, Versorger).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Hilfsschiffe und Versorgung).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Informationen zum Bordkommando).
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