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| Verband
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Gebirgsjägerregiment 139
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| Das Gebirgsjägerregiment 139 (Teil der 3. Gebirgs-Division) war der zentrale Heeresverband während der Besetzung und Verteidigung von Narvik im Frühjahr 1940. Unter dem Kommando von Oberst Alois Windisch landete das Regiment von Zerstörern der Kriegsmarine in Narvik. Nach der Versenkung der deutschen Zerstörerkräfte hielten die Gebirgsjäger in monatelangen, verlustreichen Kämpfen gegen eine alliierte Übermacht die strategisch wichtige Erzbahn und die Stadt. Das Regiment bildete das Rückgrat der „Gruppe Dietl“ und wurde für seinen Einsatz als erster Verband der Wehrmacht mit dem Narvikschild ausgezeichnet.
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| Entstehung, Funktion und Einsatz
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| Aufstellung: |
Formiert 1938 im Wehrkreis XVIII (Salzburg/Klagenfurt); Kern aus dem österreichischen Bundesheer.
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| Einsatz Narvik: |
April bis Juni 1940; Verteidigung gegen britische, französische, polnische und norwegische Truppen im Hochgebirge.
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| Führung: |
Oberst Alois Windisch; unterstellt dem Kommandeur der 3. Geb.-Div., Generalmajor Eduard Dietl.
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| Ende 1945: |
Das Regiment verblieb als Besatzungstruppe in Lappland und Nordnorwegen; Kapitulation im Mai 1945 im Raum Alta/Nordnorwegen.
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| Spezifische Merkmale
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| Zusammenarbeit: |
Enge taktische Verzahnung mit den überlebenden Besatzungen der Zerstörer, die als Marine-Bataillone (z.B. Künne) in das Regiment integriert wurden.
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| Gebirgskrieg: |
Spezialisierung auf den Kampf unter extremen arktischen Bedingungen; Sicherung der Versorgungswege über die schwedische Grenze.
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| Gebirgsmarine: |
Das Regiment rüstete ca. 2.000 Marinesoldaten mit Heeresuniformen und Gebirgsausrüstung aus, um sie als Infanterie einzusetzen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktbau: |
Die erfolgreiche Behauptung von Narvik durch das GJR 139 ermöglichte den späteren Ausbau des Hafens zum zweitwichtigsten U-Boot-Stützpunkt in Norwegen.
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| Flankenschutz: |
Sicherung der Küstenbatterien und Beobachtungsposten, die den Anlaufweg der U-Boote ins Nordmeer gegen Landungsversuche schützten.
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| Tradition: |
Der gemeinsame Kampf in Narvik begründete eine tiefe Waffenbrüderschaft zwischen Gebirgsjägern und der U-Boot-Waffe im hohen Norden.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RH 28-3 |
3. Gebirgs-Division: Kriegstagebücher und Berichte über den Einsatz des GJR 139 in Narvik 1940.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Akten über die logistische Unterstützung der „Gruppe Dietl“ durch die Kriegsmarine.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Verbindungsoffiziere der Marine zum Stab des GJR 139.
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| Literaturverweise
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| Buchner, Alex |
„Narvik: Die Kämpfe der Gruppe Dietl im Frühjahr 1940“.
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Besetzung Norwegens).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der 3. Gebirgs-Division).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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