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| Ausbildung
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Zugführerausbildung
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| Die Zugführerausbildung war eine qualifizierende militärische Führungsschulung für Unteroffiziere mit Portepee (Feldwebel/Oberfeldwebel) und junge Offiziere der Kriegsmarine. Ziel war die Befähigung zur taktischen und disziplinarischen Führung eines Zuges (ca. 30–50 Mann) im Land- oder Borddienst. Die Ausbildung umfasste neben der infanteristischen Gefechtsführung auch die Ausbildung am schweren Gerät, das Signalwesen sowie die Menschenführung unter Belastung. Besonders in der zweiten Kriegshälfte gewann die infanteristische Komponente für den Einsatz in Marine-Schützen-Verbänden massiv an Bedeutung.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Taktische Führung einer Teileinheit; Organisation des Wach- und Sicherungsdienstes; infanteristische Ausbildung der Unterstellten; Gefechtslehre.
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| Standort: |
Durchführung an den Marine-Lehrabteilungen, den Schiffsstammabteilungen sowie an spezialisierten Marine-Infanterie-Schulen (z. B. Beverloo).
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| Qualifikation: |
Voraussetzung für die Verwendung als Zugführer in Marine-Artillerie-Abteilungen, Stammkompanien oder Marine-Infanterie-Regimentern.
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| Ende 1945: |
Mit der Auflösung der Wehrmacht und der Einstellung des regulären Schulbetriebs im Frühjahr 1945 beendet.
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| Spezifische Merkmale
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| Methodik: |
Kombination aus formaler Ausbildung (Exerzierdienst) und praktischer Gefechtsausbildung im Gelände (Panzerfaust, MG-Nest, Stellungsbau).
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| Marine-Infanterie: |
Ab 1944 Fokus auf der Umschulung von Bordpersonal für den Erdkampf, um die personellen Verluste des Heeres auszugleichen.
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| Führung: |
Vermittlung der „Inneren Führung“ und der Verantwortung für das Leben und die Versorgung der unterstellten Soldaten im Feld.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktverteidigung: |
Absolventen führten die Sicherungszüge zum Schutz der U-Boot-Bunker und Flottillenbereiche gegen Sabotage und Luftlandungen.
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| Marine-Schützen: |
1945 wurden zahlreiche U-Boot-Fahrer nach dieser Ausbildung in Marine-Schützen-Bataillonen im Erdkampf an der Oder oder in Norddeutschland eingesetzt.
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| Disziplin: |
Die Ausbildung sicherte die militärische Ordnung in den U-Stammkompanien, in denen oft hunderte Soldaten auf neue Kommandos warteten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Gliederung und Durchführung der Zugführer-Lehrgänge.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Richtlinien für die infanteristische Ausbildung und den Landeinsatz der Marine.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit dem Nachweis über die bestandene Zugführerausbildung als Beförderungsvoraussetzung.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Infanteristischer Dienst).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Einheitsführer im Landdienst).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Marine-Landverbände).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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