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| Verband
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U-Stammkompanie Pillau
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| Die U-Stammkompanie Pillau war eine personelle Sammeleinheit und administrative Basis für das Personal der Unterseebootwaffe im Bereich des wichtigen Ausbildungsstützpunktes Pillau (Ostpreußen). Sie war eng mit der 1. Unterseeboots-Lehrdivision (1. ULD) verzahnt. In der Stammkompanie wurde das Personal geführt, das sich zwischen den verschiedenen Fachlehrgängen befand, auf die Fertigstellung von Neubauten wartete oder nach Lazarettaufenthalten wieder für den Dienst zur Verfügung stand. Sie sicherte die truppendienstliche Betreuung, die Verpflegung und die militärische Ordnung für hunderte U-Boot-Fahrer während ihrer Ausbildungsphase in der östlichen Ostsee.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Etablierung im Zuge des Ausbaus von Pillau zum zentralen U-Boot-Ausbildungszentrum; administrativ der 1. ULD unterstellt.
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| Aufgabe: |
Personalverwaltung; Einkleidung; Verpflegung; Durchführung des Wachdienstes; Vorbereitung von Besatzungsstämmen für die Baubelehrung.
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| Standort: |
Pillau (Ostpreußen). Nutzung der dortigen Kasernenanlagen im Bereich des Hafens und der Halbinsel Hela.
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| Ende 1945: |
Auflösung im Frühjahr 1945 im Zuge der sowjetischen Offensive und der Evakuierung Pillaus; Rückführung der Reste nach Westen.
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| Spezifische Merkmale
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| Durchlauf: |
Die Kompanie fungierte als "personeller Puffer", um den ständigen Wechsel zwischen Theorie an den Schulen und Praxis auf den Booten zu organisieren.
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| Disziplin: |
Sicherstellung des militärischen Drills und der "Manneszucht" außerhalb des eigentlichen Bordbetriebs während der teils monatelangen Wartezeiten.
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| Verwaltung: |
Führung der Kriegsstammrollen und Soldbücher für das zugeteilte Personal zur Gewährleistung lückenloser militärischer Werdegänge.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kaderbildung: |
In der Stammkompanie wurden die künftigen Besatzungen erstmals administrativ als Einheit erfasst, bevor sie geschlossen zur Werft verlegten.
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| Ausbildung: |
Koordination der Zuweisung von Fachpersonal (Maschinisten, Funker, Artilleristen) zu den spezifischen Kurzlehrgängen der Lehrdivision.
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| Evakuierung: |
1945 bildete die Kompanie den organisatorischen Kern für die Rückführung tausender U-Boot-Spezialisten über See in den Raum Schleswig-Holstein.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Organisation der U-Lehrdivisionen und deren Stammkompanien.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit dem Vermerk „versetzt zur U-Stammkompanie Pillau“.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Ausbildungskapazitäten und die personelle Lage in den Ostseestützpunkten.
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| Literaturverweise
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe: Ausbildung, Taktik und Technik“ (Details zur 1. ULD und deren Infrastruktur).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: U-Boot-Waffe).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der U-Schulverbände).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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