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Hafenkommandant Split

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Dienststelle Hafenkommandant Split
Die Hafenkommandantur Split wurde im September 1943 nach der Entwaffnung der italienischen Streitkräfte (Fall "Achse") eingerichtet. Sie unterstand operativ dem Seekommandanten Nord-Dalmatien (später Mittel- bzw. Süd-Dalmatien) im Bereich des Admirals Adria. Split fungierte als einer der wichtigsten Versorgungshäfen an der östlichen Adriaküste. Die Hauptaufgabe bestand in der logistischen Abwicklung des Nachschubs für die dort operierenden Heeresverbände, der Organisation des Hafenschutzes gegen Partisanenangriffe sowie der Instandsetzung der Hafenanlagen. Aufgrund der starken Partisanenaktivität in den umliegenden Bergen war die Dienststelle massiv in die Verteidigung des Stadtgebiets eingebunden.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: September 1943; unter Verwendung von Personal der Marine-Sicherungsverbände und der Hafenkapitänsdienste.
Aufgabe: Hafenbetrieb und Liegeplatzverwaltung; Sicherung der Hafenbecken gegen Sabotage; Organisation der Be- und Entladung; Werftaufsicht.
Unterstellung: Seekommandant Nord-Dalmatien (Zara); Zusammenarbeit mit der 2. Panzerarmee (Heer).
Ende 1944: Räumung im Oktober 1944 nach dem Rückzug der deutschen Truppen vor der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee.
Spezifische Merkmale
Partisanengefahr: Split war ständigem Druck durch See-Partisanen ausgesetzt, die mit bewaffneten Seglern die Zufahrtswege angriffen.
Logistik: Zentraler Knotenpunkt für den Seetransport zwischen den dalmatinischen Inseln und dem Festland zur Versorgung isolierter Stützpunkte.
Küstenschutz: Koordination mit den Marine-Artillerie-Batterien, die die Bucht von Split gegen alliierte Flottenvorstöße sicherten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
K-Verbände: Split diente 1944 als zeitweilige Basis für Kleinkampfmittel (Linsen), um alliierte Schiffsbewegungen in der Adria zu stören.
Nothafen: Bereitstellung technischer Infrastruktur für deutsche Schnellboote und U-Jäger, die den Geleitschutz der U-Boot-Waffe im Mittelmeer unterstützten.
Nachrichten: Weitergabe von Beobachtungsdaten über alliierte Flugzeugbewegungen (Insel Vis) an die Luft- und Seewarnstellen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-II Admiral Adria: Akten über die Hafenverwaltung und Verteidigung der dalmatinischen Küstenplätze.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die militärische Lage in Split und die Räumung der dalmatinischen Häfen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeiten in der Hafenkommandantur Split.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation an der Adria).
Kock, Hans-Joachim „Die deutsche Kriegsmarine in Italien und an der Adria 1943–1945“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Hafenkommandanturen im Mittelmeer).
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