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| Dienststellung
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Referent A 3
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| Der Referent A 3 war ein Stabsoffizier in der Abteilung für Mobilmachung und Personalplanung innerhalb der Stäbe der Marineoberkommandos (MOK) oder der Seekriegsleitung (Skl). Sein Aufgabengebiet umfasste die Erarbeitung und Überwachung der Mobilmachungspläne (M-Plan), die personelle Einsatzbereitschaft der Verbände sowie die Koordination der Personalzuweisungen in Abstimmung mit dem Marinepersonalamt (MPA). Er stellte sicher, dass die Schiffe und Landdienststellen bei Alarmierung oder Umgliederung über die befohlene Stärke an Fachpersonal verfügten und bearbeitete grundlegende Fragen der personellen Rüstung und Reservistenführung.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Erstellung von Mobilmachungsstärken; Personalbedarfsplanung; Überwachung der personellen Marschbereitschaft; Bearbeitung von K.-Stellen (Kriegsstellen).
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| Standort: |
Stäbe der Marinestationen (Ostsee/Nordsee); Marineoberkommandos; Seekriegsleitung (Abteilung A 3); höhere Flottillenstäbe.
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| Qualifikation: |
Seeoffiziere (meist Korvetten- oder Fregattenkapitän) mit fundierten Kenntnissen im Organisations- und Personalwesen der Marine.
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| Ende 1945: |
Mit der Auflösung der Stabsorganisation und der Demobilisierung nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945 beendet.
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| Spezifische Merkmale
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| Planung: |
Der A 3-Referent war maßgeblich an der Aufstellung neuer Flottillen und Verbände beteiligt, indem er die personelle Grundstruktur festlegte.
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| M-Plan: |
Ständige Aktualisierung der Unterlagen für den Fall einer plötzlichen Verlegung oder Umgruppierung von Einheiten an andere Kriegsschauplätze.
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| Schnittstelle: |
Er fungierte als Bindeglied zwischen der operativen Führung (A 1) und der administrativen Personalverwaltung (A 2 / MPA).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Neuaufstellungen: |
Unterstützung bei der personellen Ausstattung der neu aufgestellten U-Flottillen und der Zuweisung von Fachpersonal aus dem Ersatzwesen.
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| Alarmplanung: |
Koordination der Personalbewegungen für die Stützpunkte in Frankreich und Norwegen bei drohenden Invasionen oder Evakuierungen.
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| Ausbildung: |
Abstimmung des Absolventenflusses aus den U-Lehrdivisionen (ULD) auf die freien Planstellen der Frontboote in Zusammenarbeit mit dem BdU.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Akten der Abteilung A 3 über Mobilmachungspläne, Personalstärken und Organisationsänderungen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit der Verwendung als „Referent A 3“ oder „Abteilungschef A 3“ in Gruppen- oder Stationsstäben.
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| BArch RM 8 |
Marinepersonalamt: Schriftverkehr mit den A 3-Referenten der Stationen über die personelle Einsatzbereitschaft.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Organisation der Marinebehörden).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Stabsabteilungen A 1 bis A 6).
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| Salewski, Michael |
„Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945“ (Details zur administrativen und personellen Planung).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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