Aktionen

U-Stützpunkt Kristiansand-Süd

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 10. März 2026, 15:20 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Stützpunkt U-Stützpunkt Kristiansand-Süd
Der U-Stützpunkt Kristiansand-Süd wurde unmittelbar nach der Besetzung Norwegens im April 1940 (Unternehmen Weserübung) eingerichtet. Aufgrund seiner strategischen Lage am Skagerrak diente er als einer der wichtigsten vorderen Stützpunkte für U-Boote, die aus Deutschland in den Nordatlantik oder nach Nordnorwegen verlegten. Kristiansand verfügte über umfangreiche Liegeplätze im Hafen und in den umliegenden Fjorden sowie über Werkstattkapazitäten der Kristiansands Mekaniske Verksted. Ein massiver U-Boot-Bunker wurde hier nicht errichtet; stattdessen setzte die Marineführung auf die starke Sicherung durch Küstenbatterien (z. B. Batterie Vara) und Luftschutzeinrichtungen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: April 1940; Ausbau der norwegischen Marinebasis zum deutschen Stützpunkt.
Aufgabe: Versorgung (Brennstoff, Proviant, Torpedos); Instandsetzung; Zwischenstation für U-Boot-Transite (Marsch-Etappe).
Unterstellung: Seekommandant Kristiansand-Süd (Admiral der norwegischen Südküste).
Ende 1945: Mai 1945; Kapitulation und Übergabe der intakten Hafenanlagen an die Alliierten.
Spezifische Merkmale
Schutz: Kristiansand war durch die schwere Batterie „Vara“ (4 x 38-cm) gegen Seeangriffe aus dem Skagerrak nahezu unangreifbar.
Logistik: Zentrale Drehscheibe für den Materialnachschub aus Dänemark und Deutschland für die norwegische Westküste.
Sicherung: Überwachung der Anlaufwege durch die 51. und 53. Vorpostenflottille sowie die Hafenschutzflottille Kristiansand.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Etappenhalt: Nahezu jedes U-Boot auf dem Weg von den Ostseewerften nach Frankreich oder Norwegen lief Kristiansand zur Ergänzung an.
Ausbildung: Nutzung der ruhigen Fjorde für letzte Tauchversuche und Trimmübungen vor dem endgültigen Durchbruch in den Atlantik.
Lazarett: Das Marinelazarett Kristiansand diente als erste medizinische Auffangstation für verwundete oder erkrankte U-Boot-Fahrer aus dem Skagerrak.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-II Admiral der norwegischen Südküste: Akten über die Hafenorganisation und die Belegung des Stützpunktes.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Bedeutung Kristiansands für die Geleitzugsicherung.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im „U-Stützpunktkommando Kristiansand“.
Literaturverweise
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Norwegen (Kristiansand/Stavanger)“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation Norwegen).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur logistischen Infrastruktur in Skandinavien).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132