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Bevollmächtigter für die Lufttorpedowaffe

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Dienststelle Bevollmächtigter für die Lufttorpedowaffe
Die Dienststelle des Bevollmächtigten für die Lufttorpedowaffe wurde im Frühjahr 1942 geschaffen, um die bis dahin vernachlässigte Lufttorpedowaffe der Wehrmacht massiv auszubauen. Da die Zuständigkeit zwischen der Marine (Technik/Torpedos) und der Luftwaffe (Trägerflugzeuge/Einsatz) geteilt war, fungierte der B.f.L. als zentrale Koordinierungsstelle. Er war verantwortlich für die technische Weiterentwicklung der Lufttorpedos, die Ausbildung der spezialisierten Kampfgeschwader (u. a. KG 26) sowie die Bereitstellung der notwendigen Bodenorganisation. Die Dienststelle war maßgeblich an der Umstellung der Küstenfliegergruppen auf reine Torpedokampfverbände beteiligt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: April 1942; Sitz zunächst in Berlin, später bei den Erprobungsstellen der Luftwaffe.
Aufgabe: Zentralisierung der Lufttorpedo-Entwicklung; Ausbildung von Torpedofliegern; Koordination.
Führung: Besetzung durch erfahrene Offiziere, u. a. Generalmajor (Lw) Martin Harlinghausen.
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung der Dienststelle im Zuge der Gesamtkapitulation.
Spezifische Merkmale
Dualismus: Der B.f.L. vermittelte ständig zwischen den Anforderungen des Ob.d.M. und des Ob.d.L.
Technik: Einführung italienischer Torpedotechnik (Fiume) und Entwicklung von Stabilisierungshilfen.
Ausbildung: Leitung der Torpedoschule der Luftwaffe in Grosseto (Italien) zur Schulung der Kampfbesatzungen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kombinierter Einsatz: Koordination von Lufttorpedoangriffen zur Unterstützung von U-Boot-Operationen (z. B. Nordmeer).
Zieldaten: Zusammenarbeit mit dem BdU-Stab bezüglich der Aufklärungsergebnisse zur Ansetzung der Flieger.
Ressourcen: Konkurrenz um Torpedokapazitäten und Fachpersonal zwischen U-Boot-Waffe und Luftwaffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 2-II Generalstab der Luftwaffe: Akten über die Aufstellung und Weisungen des B.f.L.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Zusammenarbeit zwischen Marine und B.f.L.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Verbindungsoffiziere der Marine beim Stab des B.f.L.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zu den Torpedoverbänden).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Die Luftwaffe im Seekrieg).
Steenbeck, Alexander „Die Spur des Löwen: Der Weg des Kampfgeschwaders 26“.
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