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Bulgarischer Militärverdienstorden

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Auszeichnung Bulgarischer Militärverdienstorden
Der bulgarische Militärverdienstorden wurde am 18. Mai 1900 durch Fürst Ferdinand I. gestiftet. Er war für Offiziere vorgesehen, die sich durch besondere Tapferkeit oder hervorragende Verdienste im Militärwesen ausgezeichnet hatten. Der Orden ist eng an den bulgarischen Zivilverdienstorden angelehnt, unterscheidet sich jedoch durch die Beigabe von gekreuzten Schwertern im Medaillon oder zwischen den Kreuzarmen (bei Kriegsverdienst). Während des Zweiten Weltkriegs wurde er vielfach an deutsche Offiziere der Wehrmacht und der Kriegsmarine als Anerkennung für die Waffenbrüderschaft verliehen.
Einteilung der Klassen
Großkreuz: Höchste Stufe; bestehend aus Kleinod, Bruststern und Schulterband.
I. Klasse: Großoffizierskreuz; Halsdekoration mit dazugehörigem Bruststern.
II. Klasse: Komturkreuz; am Hals getragen, ohne Bruststern.
III. Klasse: Offizierskreuz; Steckkreuz (ohne Band) oder am Band an der Brust.
IV. Klasse: Ritterkreuz; am Band auf der linken Brustseite getragen.
V. Klasse: Silbernes Kreuz; einfache Ausführung, oft ohne Emaille.
VI. Klasse: Bronzenes Kreuz; unterste Stufe für untere Offiziersränge.
Aussehen und Merkmale
Form: Ein rot emailliertes Pisaner Kreuz (ähnlich dem Malteserkreuz), unterlegt mit einem grünen Lorbeerkranz.
Medaillon: Vorderseite: Monogramm des Stifters (Ferdinand I.) auf rotem Grund. Rückseite: Bulgarischer Löwe mit Gründungsjahr „1900“.
Schwerter: Bei Verleihung für Kriegsverdienste befinden sich gekreuzte Schwerter zwischen den Kreuzarmen.
Band: Gelbes Band mit weiß-schwarzen Randstreifen (Farben des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Verleihung: Zahlreiche deutsche U-Boot-Kommandanten, die im Schwarzen Meer (30. U-Flottille) operierten, erhielten bulgarische Orden für die Sicherung der Küste.
Symbolik: Der Orden galt an der Uniform der Marineoffiziere als sichtbares Zeichen für die operative Zusammenarbeit mit den Achsenmächten im Osten.
Status: Als ausländischer Orden war er tragestatutpflichtig und musste im Wehrpass sowie in den Personalunterlagen (P I/II) vermerkt werden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Akten über die Verleihung ausländischer Orden an Angehörige der Kriegsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Vermerk „Bulg. Militärverdienstorden X. Klasse mit Schwertern“.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die militärische Zusammenarbeit mit dem Königreich Bulgarien.
Literaturverweise
Nimmergut, Jörg „Orden und Ehrenzeichen des Kgr. Bulgarien“ (Standardwerk zur Phaleristik).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Ausländische Orden).
Klietmann, Kurt-G. „Phaleristik Bulgarien: Die staatlichen Auszeichnungen des Zarentums“.
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