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Vorpostenflottille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Verband Vorpostenflottille
Im Jahr 1937 bestanden die Vorpostenflottillen als aktive Friedenseinheiten der Kriegsmarine (z. B. 10. und 12. Vp.-Flottille). Sie dienten der Erprobung von Überwachungstaktiken im Küstenvorfeld und der Ausbildung des aktiven Stammpersonals. Die Einheiten bestanden zu dieser Zeit teilweise aus bereits in Dienst gestellten Fischdampfer-Umbauten und älteren Booten der Reichsmarine. Diese Flottillen bildeten den organisatorischen Kern für die im Mobilmachungsplan (Mob-Fall) vorgesehene Aufstellung der zahlreichen Sicherungsdivisionen. 1937 lag der Schwerpunkt auf Manövern in der Nord- und Ostsee zur Koordination mit den Küstenbefehlshabern.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Status: Aktive Friedensflottillen der Kriegsmarine zur Nachwuchssicherung.
Aufgabe: Überwachung der deutschen Hoheitsgewässer; Fischereischutz; Ausbildung im Minensuchen und U-Jagd.
Unterstellung: Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.) bzw. Nordsee (B.S.N.).
Entwicklung: Vorbereitung der technischen Standards für die spätere Bewaffnung von Hilfskriegsschiffen.
Spezifische Merkmale
Schiffsmaterial: Stammboote der Marine sowie gecharterte Einheiten zur Erprobung der Seetüchtigkeit.
Ausbildung: Schulung der aktiven Offiziere und Mannschaften im Küstenwachdienst und Signalwesen.
Manöver: Teilnahme an den großen Herbstmanövern der Flotte zur Simulation von Blockadeszenarien.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Gebietssicherung: Freihalten der U-Boot-Übungsgebiete von unbefugten Fahrzeugen und fremder Spionage.
U-Jagd-Taktik: Erste Erprobungen des Zusammenwirkens zwischen Horchgeräten der V-Boote und tauchenden U-Booten.
Zusammenarbeit: Gemeinsame Übungen mit der U-Boot-Waffe zur Überprüfung der Entdeckungswahrscheinlichkeit.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Sicherungsverbände: Akten über die Friedensorganisation der Vorpostenflottillen 1937.
BArch RM 6 Oberkommando der Marine: Unterlagen zur Planung des Küstenschutzes im Rahmen der Aufrüstung.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Seeoffizieren mit Dienstzeiten in den V-Flottillen (1936–1938).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Historischer Rückblick/Landorganisation).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Vorpostenboote).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Chronologie der Sicherungskräfte).
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