Aktionen

Zweigstelle Kiel des Unterseeboots-Abnahmekommando

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 11. März 2026, 09:25 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dienststelle Zweigstelle Kiel des U.A.K.
Die Zweigstelle Kiel des Unterseeboots-Abnahmekommandos (U.A.K.) war eine nachgeordnete Dienststelle der zentralen Abnahmebehörde der Kriegsmarine. Ihre Hauptaufgabe lag in der technischen Endabnahme der auf den Kieler Werften (Germaniawerft, Deutsche Werke Kiel) gefertigten U-Boote. Die Zweigstelle überwachte die Standproben, die ersten Tauchversuche sowie die technischen Probefahrten vor der offiziellen Indienststellung. Sie fungierte als Bindeglied zwischen dem Hauptamt Kriegsschiffbau, den Werftbetrieben und den zukünftigen Besatzungen (Baubelehrungen), um die vertragsgemäße und frontreife Auslieferung der Einheiten sicherzustellen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Einrichtung mit Beginn des U-Boot-Rüstungsprogramms; Standort Kiel-Wik.
Aufgabe: Technische Abnahme; Protokollierung der Leistungswerte; Mängelfeststellung bei Neubauten.
Unterstellung: Unterseeboots-Abnahmekommando (U.A.K.); fachlich dem OKM (Amt K).
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung und Sicherstellung der Unterlagen durch britische Marinekommissionen.
Spezifische Merkmale
Abnahme: Durchführung der U.A.K.-Abnahme (technischer Teil) vor Übergabe an die Erprobungsgruppe (E.K.K.).
Personal: Besetzung durch erfahrene Ingenieuroffiziere (Maschinenbau/Elektrotechnik) und Abnahmebeamte.
Werftbezug: Enge Verzahnung mit den Abnahmeabteilungen der Großwerften in Kiel zur Beschleunigung der Auslieferung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Qualitätskontrolle: Sicherstellung der Tauchsicherheit und technischen Zuverlässigkeit hunderter Front-U-Boote.
Ausbildung: Erste fachliche Einweisung des Leitenden Ingenieurs (LI) in die spezifische Technik des Neubaus.
Dokumentation: Erstellung der "Geburtsurkunde" jedes Bootes in Form der detaillierten Abnahmeprotokolle.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 Unterseeboots-Abnahmekommando: Akten über die Werftabnahmen und technischen Erprobungen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Marineingenieuren mit Dienststellung in der Zweigstelle Kiel.
BArch RM 20 Marinewaffenamt: Unterlagen zur Erprobung technischer Neuerungen während der Abnahmephase.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Band 2: Entwicklung und Bauorganisation).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Rüstung und Technik).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Abnahmekommandos).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132