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18. Landungsflottille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband 18. Landungsflottille
Die 18. Landungsflottille wurde am 15.01.1942 aufgestellt und ging aus der Marinehafenabteilung Le Havre hervor. Im Gegensatz zu vielen anderen Landungsverbänden gehörte sie nicht zur 1. Landungs-Lehrdivision, sondern wurde im Januar 1943 dem 2. Flottenstammregiment unterstellt. Die Flottille diente primär Ausbildungszwecken im Bereich der Seine-Bucht sowie operativen Transportaufgaben im Ärmelkanal. Im April 1943 wurde der Verband bereits wieder aufgelöst und die personellen sowie materiellen Bestände anderweitig verteilt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 15.01.1942 aus der Marinehafenabteilung Le Havre (Frankreich).
Unterstellung: Ab Januar 1943 dem 2. Flottenstammregiment unterstellt.
Aufgabe: Ausbildung an Landungsfahrzeugen; Erprobung von Verladetechniken; Versorgungs- und Transportdienste an der Kanalküste.
Ende 1943: Auflösung im April 1943 im Zuge der Umgliederung der Landungsstreitkräfte im Westen.
Operativer Werdegang
1942: Ausbildungs- und Übungsbetrieb im Bereich der Seine-Bucht (Häfen Le Havre und Rouen).
1943: Durchführung von Versorgungsfahrten für die Kanalinseln, primär vom Stützpunkt Boulogne aus.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktlogistik: Unterstützung der landseitigen Infrastruktur für die U-Boot-Nothäfen an der Kanalküste durch Materialtransporte.
Ausbildung: Erprobung von kombinierten Anlandeverfahren, die für die Versorgung belagerter U-Boot-Stützpunkte im Falle einer Invasion relevant waren.
Personal: Abgabe von spezialisiertem Personal für die Sicherungsflottillen, die den Nahbereichsschutz der U-Boot-Auslaufwege sicherten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 66 Landungsflottillen: Kriegstagebücher, Gliederungen und Einsatzberichte der 18. Landungsflottille.
BArch RM 35-III Marinebefehlshaber West / Kanalküste: Unterlagen zur operativen Verwendung der Landungsverbände.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren im Bereich der Marinehafenabteilung Le Havre und der 18. L-Flottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Landungsstreitkräfte).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 7: Landungsfahrzeuge, Landungsboote).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Flottillenchefs und Kommandeure).
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