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Alsterufer

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Schiffseinheit Alsterufer
Die Alsterufer war ein modernes Kühlschiff der Reederei Rob. M. Sloman, das 1939 vom Stapel lief. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von der Kriegsmarine als Transporter und später als Blockadebrecher eingesetzt. Ihre Aufgabe bestand vornehmlich im Transport kriegswichtiger Rohstoffe (wie Kautschuk und Wolfram) aus Ostasien nach Europa. Im Dezember 1943 wurde das Schiff während des Unternehmens „Bernau“ in der Biskaya von alliierten Flugzeugen angegriffen und versenkt. Der Versuch deutscher Zerstörer und Torpedoboote, das Schiff aufzunehmen, führte zur Seeschlacht in der Biscaya.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Indienststellung: 1939; erbaut bei Eriksbergs Mek. Verkstads AB, Göteborg.
Aufgabe: Blockadebrecher; Rohstofftransport; Versorgungsschiff.
Unterstellung: Fachlich dem OKM (E-Abteilung); operativ der Seekriegsleitung (Skl).
Ende: 27.12.1943; versenkt durch britische „Liberator“-Bomber in der Biskaya.
Technische Daten und Maße
Abmessungen: Länge: 115,5 m; Breite: 15,3 m; Tiefgang: 7,2 m.
Verdrängung: 2.729 BRT.
Antrieb: Dieselmotor; Leistung: 3.800 PS; Geschwindigkeit: ca. 15 kn.
Bewaffnung: Leichte Flak-Bewaffnung zur Eigensicherung als Blockadebrecher.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Koordination: Funkkontakt mit U-Booten zur Positionsbestimmung während der Blockadedurchbrüche.
Sicherung: Geleitschutz durch U-Boote und Zerstörer in den gefährdeten Küstenvorfeldern.
Ladung: Transport von Rohstoffen, die für den Bau von U-Boot-Komponenten essenziell waren.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über Blockadebrecher und das Unternehmen „Bernau“.
BArch RM 12-II Marineattache Tokio: Berichte über die Beladung und Abfahrt der Alsterufer.
BArch PERS 6 Personalakten: Dienstzeitnachweise des militärischen Begleitpersonals.
Literaturverweise
Jung, Dieter „Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und ihr Verbleib“.
Roskill, Stephen „The War at Sea“ (Details zur Versenkung in der Biskaya).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I: Handelsstörkrieg).
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