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Deutsche Minenräum-Block Sperrschule - 7. Division

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Ausbildung / Verband 7. Division (Deutsche Minenräum-Block Sperrschule)
Die 7. Division innerhalb der Sperrschule (auch als Minenräum-Block bezeichnet) war eine spezialisierte Ausbildungseinheit der Kriegsmarine für das gesamte Spektrum der Minenabwehr. Ihr oblag die praktische und theoretische Unterweisung von Personal für Minensuchboote, Räumboote und Sperrbrecher. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Handhabung von Räumgerät gegen moderne Magnet- und Akustikminen sowie der Ausbildung im „Minenräum-Block“-Verfahren. Die Division stellte sicher, dass die Besatzungen der Sicherungsflottillen technisch und taktisch in der Lage waren, die lebenswichtigen Schifffahrtswege offen zu halten. Nach Kriegsende bildete das Personal und Know-how dieser Division eine wesentliche Grundlage für die großangelegten Räumoperationen der Alliierten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Einrichtung im Rahmen der Sperrwaffenausbildung; Standort meist im Raum Kiel / Ostsee.
Aufgabe: Ausbildung am Räumgerät; Taktik der Minenräumverbände; Erprobung neuer Abwehrverfahren.
Unterstellung: Kommandeur der Sperrschule; Inspektion der Sperrwaffen (S.I.).
Ende 1945: Mai 1945; formelle Auflösung als Wehrmachtsteil nach der Gesamtkapitulation.
Nachkriegsverwendung
Organisation: Übernahme von Personal und Gerät in den Deutschen Minenräumdienst (German Mine Sweeping Administration - GMSA).
Auftrag: Räumung der deutschen Küstengewässer von Millionen Seeminen unter britischem Oberbefehl (1945–1947).
Bedeutung: Die Ausbildungsmethodik der 7. Division sicherte das Überleben der deutschen Räumbesatzungen in der gefährlichen Nachkriegsphase.
Verbleib: Nach Auflösung der GMSA bildeten ehemalige Angehörige den Kern des späteren Seegrenzschutzes und der Bundesmarine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Gewährleistung minenfreier Auslaufwege für U-Boote beim Verlassen der Stützpunkte und Werfthäfen.
Hafenschutz: Ausbildung des Personals zur Freihaltung der U-Boot-Bunker-Zufahrten von alliierten Minenabwürfen.
Kooperation: Gemeinsame Übungen zur Identifizierung neuer Minentypen, die eine Gefahr für tauchende Boote darstellten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Akten der Sperrschule über die Ausbildung der 7. Division.
BArch RM 62 Minenstreitkräfte: Berichte über die Zusammenarbeit zwischen Schule und Einsatzflottillen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Sperrwaffenoffizieren mit anschließender GMSA-Verwendung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Sperrwaffen).
Rabe, Christian „Die German Mine Sweeping Administration (GMSA) 1945–1947“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Sperrschulen).
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