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Hafenschutzflottille Horten

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband Hafenschutzflottille Horten
Die Hafenschutzflottille Horten wurde nach der Besetzung Norwegens im April 1940 aufgestellt, um den strategisch bedeutenden Marinehafen und die Werftanlagen von Horten im Oslofjord zu sichern. Der Verband bestand primär aus bewaffneten Fischkuttern, Walfängern und requirierten Hilfsschiffen. Zu den Hauptaufgaben gehörten die Überwachung des Schiffsverkehrs, der Minenwachdienst sowie die Abwehr von Sabotageakten und feindlichen Kleinkampfmitteln. Da Horten Sitz wichtiger norwegischer Marineeinrichtungen war, die von der Kriegsmarine übernommen wurden, kam der Flottille eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit im inneren Oslofjord zu.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Mai 1940; nach der Sicherung des Oslofjords (Unternehmen Weserübung).
Aufgabe: Hafenschutz; Bewachung der Reede; Kontrolldienst; Minensuche; Seenotdienst.
Unterstellung: Seekommandant Oslofjord; fachlich dem Admiral der norwegischen Südküste.
Ende 1945: Mai 1945; Kapitulation und Übergabe der Fahrzeuge an die norwegischen Behörden.
Spezifische Merkmale
Fahrzeuge: Einsatz von Hafenschutzbooten (H-Boote), Vorpostenbooten und umgebauten Hilfsschiffen.
Einsatzort: Innerer Oslofjord; Schutz der Werft und der Marinearsenale in Horten.
Personal: Besetzung durch Reservisten und Personal der Sicherungsstreitkräfte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung: Schutz der U-Boot-Ausbildungs- und Erprobungsgruppen im Oslofjord vor Fliegerangriffen.
Begleitschutz: Geleitsicherung für neu in Dienst gestellte U-Boote bei ihren ersten Fahrten im Fjord.
Stützpunkt: Überwachung der Liegeplätze für U-Boot-Begleitschiffe und Depoteinheiten in Horten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-II Admiral der norwegischen Südküste: Akten über die Hafenschutzflottillen im Oslofjord.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Flottillenchefs und Kommandanten in Horten.
BArch RM 61 Sicherungsstreitkräfte: Berichte über den Hafenschutz und Minenwachdienst in Norwegen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Landorganisation Norwegen).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Hafenschutzboote).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Sicherungsverbände).
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