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| Dienststelle
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Marinelazarett Esbjerg
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| Das Marinelazarett Esbjerg wurde nach der Besetzung Dänemarks (Unternehmen Weserübung) im April 1940 als zentrale medizinische Einrichtung für den Bereich der dänischen Westküste eingerichtet. Es diente der stationären Versorgung des Marinepersonals der dort stationierten Sicherungsflottillen, Küstenbatterien und Hafenverteidigungskräfte. Das Lazarett nutzte primär beschlagnahmte zivile Infrastruktur im Stadtgebiet von Esbjerg (u. a. Schulgebäude und Hotels). Neben der chirurgischen Versorgung bei Gefechtsverletzungen durch Luftangriffe lag ein Schwerpunkt auf der medizinischen Betreuung der Besatzungen kleinerer Fahrzeuge im Vorposten- und Minensuchdienst.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Frühjahr 1940; administrativ dem Sanitätschef beim Kommandierenden Admiral Dänemark unterstellt.
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| Standort: |
Esbjerg (Dänemark). Nutzung der Staatsschule (Statsskole) und zeitweise des Missionshotels als Lazarettgebäude.
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| Aufgabe: |
Operative Versorgung von Verwundeten; Behandlung von Erkrankungen des Bordpersonals; hygienische Überwachung des Hafens; Zahnstation.
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| Ende 1945: |
Mit der Kapitulation der deutschen Truppen in Dänemark im Mai 1945 aufgelöst; Rückführung der Patienten unter britischer Aufsicht.
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| Spezifische Merkmale
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| Luftkrieg: |
Das Lazarett war die primäre Anlaufstelle für Verwundete nach den häufigen britischen Luftangriffen auf den Hafen und die dortigen Sicherungsboote.
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| Personal: |
Besetzung durch Marinesanitätsoffiziere und Marinehelferinnen; Zusammenarbeit mit dänischem Fachpersonal in Notfällen.
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| Logistik: |
Anbindung an die Lazarettzüge für den Weitertransport Schwerverwundeter in das Reichsgebiet (z. B. Richtung Hamburg oder Flensburg).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Notversorgung: |
Medizinische Erstversorgung für U-Boot-Besatzungen, die aufgrund von Schäden oder Schwerverletzten den Hafen Esbjerg als Nothafen anliefen.
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| Sicherung: |
Betreuung des Personals der Vorpostenflottillen, die den unmittelbaren Auslaufschutz für U-Boote vor der dänischen Küste sicherstellten.
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| Tauglichkeit: |
Durchführung von ambulanten Untersuchungen zur Feststellung der Frontverwendungsfähigkeit für durchreisendes Marinepersonal.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 35-V |
Kommandierender Admiral Dänemark: Akten über die Sanitätsorganisation und die Einrichtung von Lazaretten in den dänischen Häfen.
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| BArch PERS 10 |
Sanitätsoffiziere: Personalakten und Einsatznachweise von Ärzten am Standort Esbjerg.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die medizinische Lage und die Verwundetenzahlen im Bereich der dänischen Westküste.
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| Literaturverweise
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| Fischer, Hubert |
„Der deutsche Sanitätsdienst 1921–1945: Organisation, personelle Besetzung und Logistik“.
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Sanitätsdienst in Dänemark).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte: Dänemark und die norwegische Südküste“.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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