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| Verband
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Marine-Bordflakabteilung Süd
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| Die Marine-Bordflakabteilung Süd wurde während des Zweiten Weltkriegs zur Sicherung des Schiffsverkehrs im Mittelmeer, der Adria und im Schwarzen Meer aufgestellt. Sie unterstand dem Admiral im Südraum (später Marineoberkommando Süd). Ihre Hauptaufgabe bestand in der Bereitstellung von spezialisierten Flak-Kommandos für Handelsschiffe, Transporter und Marinehilfsschiffe, die nicht über eine eigene schwere Flugabwehrbewaffnung verfügten. Die Abteilung koordinierte die Zuweisung von Bedienungspersonal für leichte und mittlere Flak-Geschütze (2-cm und 3,7-cm), um die lebenswichtigen Nachschubrouten nach Nordafrika und in den Balkan gegen alliierte Luftangriffe zu schützen.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Formierung im Zuge der Ausweitung des Seekrieges im Mittelmeerraum; Hauptsitz zeitweise in Neapel, später im Bereich Triest/Venedig.
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| Aufgabe: |
Ausstattung von zivilen Schiffen mit Flak-Personal und Waffen; Luftraumüberwachung auf See; Instandsetzung von Bordflak-Material.
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| Struktur: |
Gliederung in zahlreiche mobile Bordflak-Kommandos, die je nach Geleitzugzusammensetzung ein- und ausgeschifft wurden.
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| Ende 1945: |
Auflösung im Mai 1945 nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus Italien und dem Balkan.
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| Spezifische Merkmale
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| Einsatzgebiet: |
Extrem gefährdete Routen durch die Straße von Sizilien und entlang der dalmatinischen Küste.
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| Bewaffnung: |
Schwerpunkt auf mobilen 2-cm-Flak-Einzelgeschützen und Maschinengewehren, die kurzfristig an Deck montiert werden konnten.
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| Personal: |
Besetzung durch Marineartilleristen mit Spezialausbildung für den Einsatz auf engem Raum an Bord kleinerer Fahrzeuge.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Nachschubschutz: |
Sicherung der Transporter, die Treibstoff und Torpedos für die 29. U-Flottille (Toulon/La Spezia/Salamis) beförderten.
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| U-Jagd-Abwehr: |
Die Bordflak unterstützte bei der Entdeckung und Abwehr von Tieffliegern, die im Nahbereich der U-Boot-Stützpunkte operierten.
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| Kooperation: |
Austausch von Personal bei personellen Engpässen in den Flak-Gruppen der im Mittelmeer eingesetzten U-Boote.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45-IV |
Marineoberkommando Süd: Akten über die Organisation und den Einsatz der Bordflakverbände im Mittelmeer.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der „Marine-Bordflakabteilung Süd“.
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Schulen: Unterlagen zur Fachausbildung der Bordflak-Spezialisten für den Südraum.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Bordflak-Verbände).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Marineflak-Einheiten).
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| Breyer, Siegfried |
„Die Flugabwehrwaffen der deutschen Kriegsmarine“ (Details zur Bordflak-Organisation).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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