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| Schule
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Marinesportschule
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| Die Marinesportschule war die zentrale Ausbildungsstätte der Kriegsmarine für die körperliche Ertüchtigung und die Schulung von Sportleitern sowie Turn- und Sportlehrern. Sie diente der Förderung der physischen Leistungsfähigkeit des Marinepersonals und der Ausbildung in maritimen Disziplinen wie Schwimmen, Retten und Kuttersegeln. Neben der rein sportlichen Ausbildung fungierte die Schule auch als Zentrum für den militärischen Fünfkampf und die Vorbereitung von Wettkampfmannschaften der Marine.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Hervorgegangen aus den sportlichen Ausbildungseinrichtungen der Reichsmarine; im Zuge der Expansion der Kriegsmarine als eigenständige Schule in Berlin-Spandau und später Flensburg-Mürwik etabliert.
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| Standort: |
Der bekannteste Standort war Flensburg-Mürwik. Hier standen umfangreiche Sportanlagen, Schwimmhallen und Segelstützpunkte zur Verfügung.
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| Aufgabe: |
Ausbildung von Sportunteroffizieren und Sportoffizieren; Durchführung von Lehrgängen für Rettungsschwimmen, Nahkampf und allgemeine Leibeserziehung für alle Laufbahnen.
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| Ende 1945: |
Mit der Kapitulation im Mai 1945 wurde der Lehrbetrieb eingestellt. Die Anlagen in Mürwik wurden teilweise durch britische Besatzungstruppen für deren eigene Sportausbildung genutzt.
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| Spezifische Merkmale
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| Fachlehrgänge: |
Spezialausbildungen für "Vorturner" und Sportwarte, die in den Flottillen und Abteilungen vor Ort den täglichen Dienstsport organisierten und leiteten.
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| Maritime Disziplinen: |
Besonderer Fokus auf die Ausbildung im Kutterpullen und Segeln zur Förderung der Seemännigkeit und des kameradschaftlichen Zusammenhalts.
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| Leistungssport: |
Die Schule war Sammelpunkt für begabte Athleten der Marine, die in den Auswahlmannschaften die Kriegsmarine bei Wettkämpfen repräsentierten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Konditionstraining: |
Die Marinesportschule entwickelte spezielle Fitnessprogramme für U-Boot-Besatzungen, um deren Ausdauer für die harten Bedingungen während der Fernunternehmungen zu stärken.
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| Schwimmausbildung: |
Ausbildung der Besatzungen im Rettungsschwimmen und im Umgang mit Rettungsmitteln, was für das Überleben nach einem Bootsverlust essentiell war.
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| Erholungsfürsorge: |
Sportlehrer der Schule wurden oft in die U-Boot-Heime kommandiert, um den Besatzungen während der Landaufenthalte einen Ausgleichssport zum engen Bordalltag zu bieten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 |
Marineschulen: Akten über die Organisation der Leibeserziehung und Lehrgangspläne der Marinesportschule Mürwik.
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| BArch RM 1 |
Oberkommando der Kriegsmarine: Unterlagen des Amtes für Erziehung und Bildung bezüglich der sportlichen Ausbildungsvorschriften.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Sportlehrer und Offiziere, die als Lehrgangsleiter an der Marinesportschule tätig waren.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildungswesen: Marinesportschule).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte“ (Details zur Infrastruktur und den Sportanlagen in Flensburg-Mürwik).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Übersicht der Kommandeure der Marinesportschule).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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