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Reichskriegsministerium

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Behörde Reichskriegsministerium
Das Reichskriegsministerium war zwischen 1935 und 1938 die oberste Verwaltungs- und Befehlsbehörde der Wehrmacht. Es entstand durch die Umbenennung des Reichswehrministeriums am 21.05.1935. Unter der Leitung von Generalfeldmarschall von Blomberg koordinierte das Ministerium die Angelegenheiten der drei Teilstreitkräfte (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe). Mit der Blomberg-Fritsch-Krise im Februar 1938 wurde das Ministerium aufgelöst und seine Aufgaben dem neu geschaffenen Oberkommando der Wehrmacht (OKW) unterstellt, wobei Hitler die unmittelbare Befehlsgewalt übernahm.
Entstehung, Funktion und Ende
Gründung: 21.05.1935 durch Umbenennung des Reichswehrministeriums im Zuge der Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Leitung: Werner von Blomberg (Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht).
Aufgabe: Zentrale Verwaltung der Wehrmacht; Rüstungsplanung; Haushaltwesen; völkerrechtliche Vertretung der Streitkräfte.
Ende 1938: Auflösung am 04.02.1938; Überführung des Stabes in das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) unter Generaloberst Keitel.
Spezifische Merkmale
Wehrmachtamt: Kernstück des Ministeriums war das Wehrmachtamt, das die strategische Zusammenarbeit der Teilstreitkräfte steuerte.
Aufrüstung: Das RKM war die administrative Zentrale für die massive materielle und personelle Expansion der deutschen Streitkräfte ab 1935.
Ministeramt: Schnittstelle zwischen der militärischen Führung und der Reichsregierung bzw. der NSDAP-Parteikanzlei.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Flottenbau: Das RKM genehmigte die Mittel für den geheimen und späteren offiziellen Wiederaufbau der U-Boot-Waffe im Rahmen des Z-Plans.
Deutsch-Britisches Flottenabkommen: Unter der Ägide des Ministeriums wurde 1935 das Abkommen verhandelt, das Deutschland den legalen Bau von U-Booten (bis 45 % der britischen Tonnage) ermöglichte.
Organisation: Festlegung der grundsätzlichen Laufbahn- und Besoldungsordnungen für das spezialisierte U-Boot-Personal.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RW 1 Reichskriegsministerium: Akten über die Organisation, Haushalt und Grundsatzbefehle der Wehrmachtsführung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Korrespondenz zwischen der Marineleitung (später OKM) und dem Reichskriegsministerium.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Seeoffiziere, die im Stab des Reichskriegsministers tätig waren.
Literaturverweise
Absolon, Rudolf „Die Wehrmacht im Dritten Reich“ (Band 1-4: Details zur Organisationsstruktur des RKM).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Führung und Verwaltung).
Müller, Klaus-Jürgen „Das Heer und Hitler“ (Darstellung der Krise 1938 und der Auflösung des Ministeriums).
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