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| Dienst / Einsatz
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Sperrwachdienst
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| Der Sperrwachdienst war eine operative Sicherungsaufgabe der Kriegsmarine zur Überwachung und Verteidigung ausgelegter Minen- und Netzsperren. Ziel war es, feindliche Räumversuche zu unterbinden, Beschädigungen an den Sperren (z. B. durch Seegang oder Treibgut) festzustellen und unbefugtes Passieren von Schiffen zu verhindern. Der Dienst wurde meist von Hafenschutzflottillen, Räumbootsflottillen oder speziellen Netzsperrverbänden durchgeführt. Die Einheiten des Sperrwachdienstes patrouillierten unmittelbar an den Sektorengrenzen der Sperrwaffen und waren für die Alarmierung der Küstenartillerie bei Sichtung feindlicher Räumverbände verantwortlich.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Ständiger Wachdienst ab Ausbringung der ersten Defensivsperren (1939).
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| Aufgabe: |
Schutz der Minenfelder gegen Räumung; Kontrolle der Netzsperren; Identifizierung einlaufender Schiffe; Seepolizei.
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| Unterstellung: |
Jeweiliger Seekommandant oder Kommandant der Seeverteidigung (z. B. Oslo, Brest).
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| Ende 1945: |
Mai 1945; Übergabe der Wachfunktionen und Sperrpläne an die Alliierten.
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| Spezifische Merkmale
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| Einheiten: |
Einsatz von Hafenschutzbooten (Kutter, requirierte Yachten), kleinen Räumbooten und Netztendern.
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| Ausrüstung: |
Bewaffnung mit leichter Flak, MG und Wasserbomben zur Abwehr von Kleinst-U-Booten und Kampfschwimmern.
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| Sichtung: |
Einsatz von Scheinwerfern und Horchgeräten bei Nacht zur Überwachung der Sperrlücken.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunktschutz: |
Der Sperrwachdienst sicherte die Netzsperren der U-Boot-Bunker gegen britische Sabotage-Einheiten (Chariots/X-Crafts).
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| Einlaufsicherung: |
Führung der heimkehrenden U-Boote durch die schmalen, bewachten Lücken in den Minensperren (Zwangswegsysteme).
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| Alarmierung: |
Frühzeitige Warnung der im Hafen liegenden Boote vor feindlichen Schnellbootangriffen im äußeren Sperrbereich.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Organisation des Sperr- und Küstenwachdienstes in der Nordsee.
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| BArch RM 45-I |
Seekommandanten: Befehle für den Wachdienst an den Hafeneingängen und Netzsperren.
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| BArch RM 61 |
Sicherungsverbände: Kriegstagebücher der Hafenschutzflottillen im Sperrwachdienst.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Sicherungsstreitkräfte).
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| Ruge, Friedrich |
„Im Küstenvorfeld: Minensuchboote, Flakjäger und Sperrbrecher im Einsatz“.
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Hafenschutz-Einheiten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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