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Torpedoschulverband der 24. U-Flottille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband Torpedoschulverband der 24. U-Flottille
Der Torpedoschulverband der 24. U-Flottille war eine spezialisierte nautische und technische Unterstützungseinheit für die Ausbildung künftiger U-Boot-Kommandanten. Die 24. U-Flottille fungierte als zentrale Kommandantenschule der Kriegsmarine. Der Schulverband stellte die notwendigen Zielfahrzeuge, Fangboote und Sicherungsschiffe für die täglichen Torpedoschießübungen in der Danziger Bucht zur Verfügung. Er koordinierte den Einsatz der Zielschiffe, die den Schülern realistische Angriffsszenarien boten, und stellte die Bergung der verschossenen Übungstorpedos sowie die Absperrung der Schießgebiete sicher.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Etablierung mit der Verlegung der 24. U-Flottille nach Memel bzw. Gotenhafen; organisatorisch eng mit dem Flottillenstab verzahnt.
Aufgabe: Gestellung von Zielschiffen; Durchführung von Zick-Zack-Manövern; Torpedobergung; Sicherung der Übungsgebiete gegen unbefugte Schifffahrt.
Standorte: Memel (Ostpreußen) und später Gotenhafen (Danziger Bucht).
Ende 1945: Auflösung im Frühjahr 1945 im Zuge der Räumung der östlichen Ostsee; Überführung der Schiffe in Evakuierungsverbände.
Spezifische Merkmale
Zielfahrzeuge: Einsatz von ehemaligen Handels- und Passagierschiffen sowie kleineren Einheiten, die als realistische Ziele für die Kommandantenschüler dienten.
Fangboote: Spezialisierte Boote zum Aufnehmen der nach dem Schuss aufschwimmenden Übungstorpedos zur Wiederverwendung in den Regelschulen.
Schiedsrichter: An Bord der Verbandsschiffe befanden sich Zielschiffsoffiziere, die die Treffgenauigkeit und die taktische Annäherung der U-Boote bewerteten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Essentielles Element für den Kommandanten-Schießlehrgang; ohne diesen Verband war keine praktische Ausbildung am Sehrohr möglich.
Taktik: Simulation von Geleitzugmanövern durch mehrere Schiffe des Verbands zur Einübung von Rudelangriffen.
Material: Die effiziente Torpedobergung durch den Verband sicherte den hohen Bedarf an Übungsmunition für die massive Ausbildungsexpansion ab 1942.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Schießgebiete und die Gliederung der Schulverbände der U-Boot-Waffe.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Berichte über die Kapazitäten der 24. U-Flottille und deren Schulverbände.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeiten auf den Sicherungs- und Zielschiffen des Verbandes.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe: Ausbildung, Taktik und Technik“ (Details zur Kommandantenschule).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: U-Boot-Waffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Schulflottillen).
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