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| Ausbildungseinheit
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Wehrmachtstreifenlehrabteilung
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| Die Wehrmachtstreifenlehrabteilung war eine zentralisierte Ausbildungseinheit zur Schulung von Personal für den Wehrmachtstreifendienst (W.St.D.). Sie diente der Vereinheitlichung der Streifentätigkeit innerhalb der drei Wehrmachtteile (Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine). Die Ausbildung umfasste die Überwachung der militärischen Disziplin und Ordnung im öffentlichen Raum, die Kontrolle von Urlaubern und Marschierenden sowie die Festnahme von Fahnenflüchtigen. Marineangehörige wurden hier gezielt für den Dienst in den großen Garnisonsstädten und Häfen geschult, um als Teil der Wehrmachtordnungstruppen die Einhaltung der Dienstvorschriften außerhalb der Kasernen sicherzustellen.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Etablierung zur Standardisierung des Streifenwesens; truppendienstliche Führung durch das Heerespersonalamt/OKW.
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| Aufgabe: |
Schulung in Kontrolltechniken; Rechtskunde (Militärstrafrecht); Deeskalation; Zusammenarbeit mit der Geheimen Feldpolizei (GFP).
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| Standort: |
Wechselnde Standorte im Reichsgebiet, oft angegliedert an größere Truppenübungsplätze oder Militärverwaltungszentren.
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| Ende 1945: |
Mit der Auflösung der Wehrmachtstrukturen und der Einstellung der Ordnungstätigkeit nach der Kapitulation beendet.
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| Spezifische Merkmale
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| Kennzeichnung: |
Das Lehrpersonal und die Absolventen trugen im Dienst die charakteristische metallene Ringkragen-Plakette mit der Aufschrift „Wehrmachtstreifendienst“.
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| Disziplin: |
Der Fokus lag auf der unparteiischen Durchsetzung der Ordnung gegenüber allen Dienstgradgruppen der Wehrmacht.
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| Befugnisse: |
Vermittlung der weitreichenden Kontrollrechte gegenüber Soldaten im Transit, in Bahnhöfen und in Gaststätten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunkte: |
In den besetzten Häfen (z. B. Brest, Lorient) sicherten Absolventen dieser Lehrgänge als Streifenführer die Ordnung unter dem massierten Marinepersonal.
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| Urlauberüberwachung: |
Kontrolle der U-Boot-Besatzungen auf Heimaturlaub zur Vermeidung von Disziplinarverstößen in den Bahnknotenpunkten.
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| Personal: |
Bewährte Unteroffiziere der U-Boot-Waffe wurden teils zu diesen Lehrgängen kommandiert, um nach ihrer Frontzeit im Standortdienst eingesetzt zu werden.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RW 4 |
OKW / Wehrmachtzentralabteilung: Akten über die Bestimmungen und Ausbildungsgänge des Wehrmachtstreifendienstes.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit dem Nachweis der Kommandierung zur „Wehrmachtstreifenlehrabteilung“.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit zwischen Marinestationen und dem Wehrmachtstreifendienst.
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| Literaturverweise
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| Schlicht / Angolia |
„Die deutsche Wehrmacht - Uniformen und Ausrüstung“ (Details zu Abzeichen des Streifendienstes).
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| Tessin, Georg |
„Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Gliederung der Ordnungstruppen).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Standortdienst).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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