Aktionen

Marine-Artillerieabteilung 506

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 6. März 2026, 16:07 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Verband Marine-Artillerieabteilung 506
Die Marine-Artillerieabteilung 506 ging im Juli 1940 aus der im März 1940 aufgestellten M.A.A. 302 (zwischenzeitlich M.A.A. Drontheim) hervor. Sie unterstand dem Kommandanten der Seeverteidigung von Drontheim und war für den artilleristischen Schutz des strategisch bedeutenden Drontheimfjords verantwortlich. Die in drei Batterien gegliederte Abteilung fungierte ab 1942 zudem als „Artillerie-Kommandeur Brettingen“. Sie sicherte die fjordseitigen Zugänge zum Kriegshafen Drontheim gegen alliierte Überwasser- und Luftstreitkräfte.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: März 1940 als M.A.A. 302; Juni 1940 M.A.A. Drontheim; ab Juli 1940 endgültige Bezeichnung M.A.A. 506.
Unterstellung: Kommandant der Seeverteidigung Drontheim; ab 1942 operative Rolle als Artillerie-Kommandeur Brettingen.
Gliederung: Bestehend aus drei Batterien, die an den strategischen Engstellen des Drontheimfjords (u. a. Brettingen und Hysnes) stationiert waren.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 wurde die Abteilung aufgelöst und die Geschützstellungen entwaffnet.
Spezifische Merkmale
Artillerie-Kommandeur: In der Funktion als Artillerie-Kommandeur Brettingen koordinierte die Abteilung die schwere Küstenartillerie zur Abriegelung des Fjordzugangs.
Bewaffnung: Ausrüstung mit schweren Küstengeschützen (u. a. 15-cm und 21-cm), die einen wirksamen Sperrgürtel gegen eindringende Seestreitkräfte bildeten.
Küstenschutz: Die Batterien Brettingen und Hysnes stellten durch ihre Lage die erste Verteidigungslinie für den rückwärtigen Flottenstützpunkt dar.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktschutz: Unmittelbare Sicherung des U-Boot-Stützpunktes Drontheim (Bunker „Dora“) und der dort stationierten 13. U-Flottille.
Wegesicherung: Schutz der An- und Abläufe der Front-U-Boote im Drontheimfjord vor alliierten Zerstörern und Schnellbooten.
Ausbildung: Absicherung der Übungsräume im Fjord, die von U-Booten für Tauchversuche und Torpedoerprobungen genutzt wurden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-I Marine-Artillerieabteilungen: Kriegstagebücher, Schussberichte und personelle Gliederung der Abteilung 506.
BArch RM 35-II Kommandant der Seeverteidigung Drontheim: Akten zur operativen Einbindung der M.A.A. 506 in die Fjordverteidigung.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Offizieren und Mannschaften am Standort Brettingen/Drontheim.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Marineartillerie: Norwegen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Abteilungskommandeure).
Fjeld, Odd T. „Kystartilleriet i Norge under annen verdenskrig“ (Details zu den Batteriestellungen im Raum Drontheim).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132